2 Apr
Erfahrungsbericht von Christina N.

California State University Long Beach

Stadt: Long Beach
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Tourismusmanagement
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 08/2011 bis 12/2011

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Zusammenfassende Bewertung des Auslandssemesters

Mein Auslandssemester an der California State University Long Beach (CSULB) kann ich im Großen und Ganzen als sehr erfolgreich bewerten. Ich habe sehr viele lehrreiche Erfahrungen gemacht und eine fremde Kultur kennen und lieben gelernt. Es war eine große Herausforderung und ich kann sagen, dass ich dabei über mich selbst hinausgewachsen bin. Der bürokratische und finanzielle Aufwand war zwar sehr groß und mich teilweise sehr betrübt, aber ich muss sagen, dass es sich durchaus gelohnt hat, diese Mühen auf mich zu nehmen. Ich habe in diesen Monaten in Amerika mehr gelernt als jemals zuvor in so kurzer Zeit. Nicht nur an der Universität in den Vorlesungen habe ich viel gelernt, sondern auch über mich selber und die verschiedenen Kulturen, die in einem großen Land wie Amerika vertreten sind. Man muss wirklich einmal dort gelebt haben um den Begriff „melting pot“ zu verstehen.

Das Studium in Amerika ist kaum vergleichbar mit dem in Deutschland. Die Art der Vorlesungen hat mich sehr an meine Schulzeit erinnert. Wir haben nach jeder Vorlesung mit Hausaufgaben vergleichbare Aufgaben bekommen, die in der nächsten Vorlesung vom Professor kontrolliert wurden. Oft haben wir auch bewertete „Hausaufgabenkontrollen“ geschrieben. Aus ehrlicher Studentensicht war diese Art des Lernens sehr aufwändig und Zeitintensiv und ich habe mehr Zeit als mir lieb war am Schreibtisch und in der Bibliothek verbracht anstatt mir das Land anzusehen. Im Nachhinein muss ich aber zugeben, dass es eine sehr effiziente Lehr- und Lernmethode war und ich es so wahrscheinlich am besten organisieren konnte sowohl viel zu lernen und gute Noten zu schreiben als auch viel von dem Land und den Leuten zu erleben.

Die durchschnittliche Anzahl von Studenten in einem Kurs betrug ca. 20 Personen und jede Vorlesung dauerte nur 70 Minuten. Die Note, die am Ende auf dem Zeugnis steht setzt sich aus mehreren Teilnoten zusammen. Auch alle Hausaufgabenkontrollen, In-class assignemnts und die mündliche Beteiligung zählten in die Bewertung mit hinein.

In der vorlesungsfreien Zeit und an den Wochenenden bin ich sehr viel gereist und habe mir so viel wie möglich von Kalifornien angesehen. Ich habe die Städte Los Angeles, San Diego, San Francisco und Las Vegas besucht und in den Nationalparks Death Valley und Joshua Tree die unbeschreiblich schöne Natur dieses Landes kennengelernt.

Ich kann sagen, dass ich in dem Auslandssemester in kurzer Zeit mehr gelernt habe über die Welt, mich selbst und mein Studium als je zuvor. Daher kann ich nur sagen: Die Mühe war es wert und ich habe jede Minute genossen.

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Die California State University, Long Beach (auch Long Beach State, Cal State Long Beach, CSULB, LBSU oder The Beach genannt) ist eine staatliche Universität in Long Beach im Los Angeles County. Mit 34.863 Studenten ist sie die größte Hochschulen des California-State-University-Systems und die drittgrößte Hochschule im US-Bundesstaat Kalifornien.

Die Universität hat einen sehr großen Campus, da alle Departments in einem großen Campuskomplex untergebracht sind. Campus Shuttles sorgen für ein schnelleres Hin- und Herkommen zwischen den verschiedenen Colleges. Teilweise hat man nämlich nur 15 Minuten, um von einer Seite des Campus auf die andere zu kommen. Das ist dann doch sehr knapp und kann ohne Shuttle eigentlich nur per Fahrrad oder durch Rennen geschafft werden.

Die Universität besteht aus 8 verschiedenen Colleges:

1. College of Arts:

  • Art
  • Dance
  • Design
  • Film
  • Music
  • Theatre

2. College of Business Administration:

  • Marketing
  • Accountancy
  • Finance
  • Honors Program
  • Information Systems
  • International Business
  • Legal Studies in Business
  • Management and HRM
  • Master of Business Administration

3. College of Education

  • Advanced Studies in Education and Counseling
  • Liberal Studies
  • Single Subject Credential Program
  • Teacher Education
  • College of Engineering
  • Chemical Engineering
  • Civil Engineering & Construction Engineering Management
  • Computer Engineering & Computer Science
  • Electrical Engineering
  • Mechanical & Aerospace Engineering

4. College of Health & Human Services

  • Communicative Disorders
  • Criminal Justice
  • Family and Consumer Sciences
  • Health Care Administration
  • Health Science
  • Kinesiology
  • School of Nursing
  • Physical Therapy
  • Graduate Center for Public Policy & Administration
  • Recreation and Leisure Studies
  • School of Social Work

5. College of Liberal Arts

  • Africana Studies
  • Anthropology
  • Asian and Asian American Studies
  • Chicano and Latino Studies
  • Communication Studies
  • Comparative Literature and Classics
  • Economics
  • English
  • Geography
  • History
  • Human Development
  • Journalism
  • Learning Alliance
  • Linguistics
  • Philosophy
  • Political Science
  • Psychology
  • Religious Studies
  • Romance, German and Russian Languages and Literatures
  • Sociology
  • Tech Services
  • Women's, Gender & Sexuality Studies

6. College of Natural Science and Mathematics

  • Biological Sciences
  • Chemistry & Biochemistry
  • Geological Sciences
  • Mathematics & Statistics
  • Physics & Astronomy
  • Science Education
  • Environmental Science & Policy

7. College of Continuing and Professional Education

Infos zu den verschiedenen Studiengängen, die angeboten werden, kann man unter folgendem link finden: http://www.csulb.edu/student-info/collegesdepartments.html

Des Weiteren befinden sich auf dem Campus mehrere Poolanlagen, Shops und Restaurants. Eine Mensa gibt es leider nicht, aber dafür ist fast jede Fastfood-Kette auf dem Gelände vertreten. Die ‚Student Union’ ist eine Einrichtung speziell für die Studenten, die hauptsächlich zum Zeitvertreib zwischen Vorlesungen gedacht ist. Neben einem Pool, Billardtischen, Fernsehern und einem Kino gibt es auch hier die Möglichkeit zu Essen. Die Beach Hut neben der Bibliothek ist einer der Hauptanlaufpunkte, wenn es um schnelle Mahlzeiten geht. Von Shakes über Sandwiches bis zu Pizza gibt es alles in dem kleinen Shop. Suppen gehören hier zum Mittagstisch. Die Bibliothek neben der Beach Hut besitzt fünf verschiedene Flure mit Lernräumen sowie eine Vielzahl an Computern, eine kostenfreie Videothek und ist mit einem Starbucks Café ausgestattet. Gerade für Lerngruppen ist sie daher eine beliebte Anlaufstelle. Auf dem Unigelände befindet sich auch eine riesige Fitnessanlage mit Poolbereich und Whirlpool. Hier kann man in Vorlesungspausen ein kleines Work-out einschieben oder auf den Liegen am Pool entspannen. Die Anmeldung ist kostenlos und zwei Probetrainings sind umsonst. Ob man für sich trainiert, an Fitnesskursen teilnimmt oder auf der Beachvolleyball- Anlage ins Schwitzen kommt, für sportbegeisterte Studenten wird viel geboten.


Wie erlangte ich den Studienplatz?

Ich fing im November 2010 mit der Recherche bezüglich des Auslandssemesters an. Ich suchte nach einer Universität im englischsprachigen nichteuropäischen Ausland. Mein Plan war eine fremde Kultur kennenzulernen, mein Englisch zu verbessern und auf mich selber gestellt zu sein. Da ich noch nie alleine im Ausland so weit weg von zuhause war, habe cih mich dafür entschieden, dass ich ein englisch-sprachiges Land wähle, damit wenigstens die Sprachbarriere leicht überwunden werden kann.

Bei meiner Recherche stieß ich auf die Organisation College Contact (http://www.college-contact.com/). Diese bieten Studenten kostenlos ihre Unterstützung bei der Bewerbung an einer ausländischen Universität für ein Auslandssemester an. Unter den Universitäten mit denen College Contact kooperiert, fand ich schließlich die CSULB in Long Beach, Kalifornien. Ich war vom ersten Moment an begeistert von der Institution, der Lage an der Küste Kaliforniens und davon, dass diese zu den günstigeren Universitäten Amerikas gehört. Somit machte ich mich sehr bald daran mit Hilfe von College Contact eine To-Do-Liste zu erstellen. Diese Liste sah wie folgt aus:

  • Ausfüllen des Kontaktformulars von College Contact
  • Ausfüllen des Bewerbungsformulars für die CSULB
  • Beschaffung eines offiziellen Transkripts von der Hochschule Bremerhaven mit all meinen Noten und Credit Points auf Englisch
  • Erstellung eines „Learning Agreements“ mit all meinen Wunschkursen an der CSULB, welches von Professor Vogel genehmigt und von ihm und dem International Office unterschrieben werden musste
  • Einholung einer Bestätigung von der Bank, dass genug Geld für einen Auslandsaufenthalt mit inclusive Studiengebühren zur Verfügung steht
  • Beantragung eines Reisepasses

Nachdem ich diese Punkte alle erledigt hatte, sendete Anfang Januar ich meine Bewerbungsunterlagen an College Contact. Die sahen die Bewerbung noch einmal durch und schickten sie dann an die CSULB. Bereits wenige Wochen später hatte ich einen schweren Umschlag aus Amerika in der Post. In diesem umschlag befanden sich meine Zusage, allgemeine Informationen zur CSULB, dem Campus und den Fakultäten, Informationen zu Wohnmöglichkeiten und das I-20 Formular, das ich brauchte um ein Visum beantragen zu können.


Vorbereitung des Auslandssemesters

Nachdem ich die Zusage bekommen hatte, machte ich mich an die restliche Organisation für die ich dann mehrere Monate brauchte. Auch dabei unterstütze mich College Contact mit vorgefertigten To-Do-Listen, sodass ich nichts vergessen konnte. Ich ging als erstes zum Arzt und ließ kontrollieren, ob ich alle notwendigen und von der CSULB vorgeschriebenen Impfungen bekommen habe. Als nächstes buchte ich einen Hin- und Rückflug (ca. 800 € bei KLM). Dann machte ich mich daran, das Visum zu beantragen. Dafür musste ich ein neues Passbild machen lassen, das allen Ansprüchen der amerikanischen Botschaft genügte. Dieses Passbild brauchte ich auch in digitaler Form, daher kostete es mich 20 €.

Die eigentliche Beantragung des Visums wird online gemacht. Man sollte sich dafür mehrere Stunden Zeit nehmen, denn der Vorgang ist etwas kompliziert, besonders, weil er auf drei verschiedenen Internetseiten stattfindet. Am Ende des Onlineantrags bekommt man ein DS-160 Formular per Email zugeschickt. Dann musste ich Antrags- und SEVIS Gebühren bezahlen (245,75 €) und eine Fahrt nach Berlin organisieren.

Ich hatte Glück, denn drei meiner Kommilitoninnen wollten auch in die USA für das Auslandssemester, somit konnten wir alle zusammen nach Berlin fahren. Somit vereinbarten wir online alle unsere Termine in der Botschaft am selben Tag. Man sollte früh genug einen Termin abmachen, denn diese Termine sind sehr begehrt. Ich bereitete mich sehr gut auf den Besuch in der Botschaft vor und besorgte alle Formulare, die ich laut Internetseite der Botschaft brauchte: ein Sprachzertifikat, eine Immatrikulationsbescheinigung und mein Transkript von der Hochschule Bremerhaven, das I-20 Formular von der CSULB, der Zahlungsbeleg der SEVIS- und Antragsgebühren, mein Reisepass und mein Passfoto das den Ansprüchen der amerikanischen Botschaft genügt, das Antragsformular DS-160, ein frankierter DIN-A5 Umschlag mit meiner Adresse, damit sie mir den Reisepass zurückschicken können und (als Beweis, dass ich nach dem Auslandssemester wieder nach Deutschland zurückkomme) mein Mietvertrag für meine Wohnung in Bremerhaven und mein Rückflugticket.

Der Aufwand, diese ganzen Dokumente zusammenzusuchen hat sich allerdings nicht gelohnt. In der Botschaft wollte die nette Frau hinter dem Schalter nur meinen Reisepass und das I-20 und DS-160 Formular, das Passbild und meinen Reisepass. Dann fragte sie mich auf Englisch, was ich in den USA machen möchte und dann konnte ich gehen. Ein paar Wochen später hatte ich meinen Reisepass mit eingeklebtem Visum zurück.
Naben der Beantragung des Visums habe ich auch Auslandsbafög und ein DAAD Stipendium beantragt. Beide Anträge wurden bewilligt und ich war sehr froh über diese Unterstützung.

Damit ich nicht die teure Krankenversicherung der CSULB in den USA abschließen musste, habe ich noch in Deutschland eine Auslandskrankenversicherung bei der Hanse Merkur (155,00 €) abgeschlossen. Das ging online und sehr einfach. Ich kann dies nur jedem empfehlen. (Anmerkung von College Contact: Die Krankenversicherung der CSULB ist inzwischen für alle internationalen Studenten verpflichtend und kann nicht durch einen eigenen Krankenschutz aus Deutschland ersetzt werden.)

Dann habe ich noch ein Konto bei der deutschen Bank eröffnet und eine Kreditkarte bei der Advanzia Bank beantragt. Mit der deutschen Bank EDC-Karte konnte ich in Amerika an allen Bankautomaten der Bank of America kostenlos Bargeld abheben und mit der Mastercard der Advanzia Bank konnte ich meine Kreditkarte ohne Gebühren für den Auslandseinsatz in allen Geschäften benutzen um bargeldlos zu bezahlen. Am Ende jedes Monats habe ich dann per Email meine Kreditkartenabrechnung bekommen und musste diese innerhalb von sieben Wochen begleichen. Das war sehr praktisch denn in den USA werden fast alle Geschäfte bargeldlos abgeschlossen.

Am aufwändigsten war allerdings das Suchen und Beschaffen eines Zimmers von Deutschland aus. Ich meldete mich auf verschiedenen Internetseiten an, stellte Gesuche in verschiedene facebook-Gruppen der CSULB und forschte viel online auf Seiten wie craigslist.com. Ich wollte mir auf keinen Fall ein Zimmer teilen, was viele Studenten in Long Beach machen. Ein weiteres Kriterium für mich war die Nähe zur Universität. Maximal 20 Minuten Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln wollte ich von der Universität entfernt sein. Zwei Wochen vor Abflug hatte ich tatsächlich Glück, und bekam für eine Monatsmiete von 680 $ (inklusive Strom- und Wasserkosten) ein Zimmer in einem Haus zusammen mit 10 anderen internationalen Studenten. Das Haus, welches „Elizabeth Manor“ hieß, machte im Internet und auch vor Ort auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck, allerdings bemerkte ich schnell, dass der Schein trügt. Alles war staubig und dreckig und mir wurde klar, dass das Thema Sauberkeit von vielen Kulturen unterschiedlich aufgefasst wird. Somit waren es schließlich nur meine deutsche Mitbewohnerin und ich, die unseren Bereich des Hauses und unsere Küche und das Bad sauber hielten. Die anderen Mitbewohner (meist Asiaten und Araber) bemühten sich zwar, allerdings schienen sie den Unterschied zwischen sauber und aufgeräumt nicht zu kennen. Im Großen und Ganzen kam ich aber mit allen Bewohnern des Hauses gut zurecht und freute mich, dass ich auch die Asiatische und Arabische Kultur etwas kennenlernen durfte. Die Tatsache, dass ich quasi mit der anderen Deutschen das Haus alleine sauber gehalten habe, hat mich schnell nicht mehr gestört.


Lehrveranstaltungen

Ich habe in meinem Learning Agreement mit Herrn Vogel beschlossen, dass ich vier Kurse in Amerika belegen muss, damit ich die benötigten Credits in Deutschland angerechnet bekommen kann. Die vier Kurse, die ich mir vorher überlegt hatte, konnte ich allerdings nicht belegen, da in diesen kein Platz mehr frei war. Da die Hochschule Bremerhaven leider keine Partneruniversität der CSULB ist, hatte ich die großen Nachteile, dass ich die gesamten Studiengebühren von über $4700 zahlen musste und keine Kurse im Voraus wählen und belegen konnte. Somit machte ich mich in der ersten Woche des Semesters daran so viele Lehrveranstaltungen wie möglich zu besuche und wenn mir eine gefiel habe ich immer sofort nachgefragt, ob ich an dem Kurs teilnehmen könnte (dies wurde dort „course crashing“ genannt). Am Ende der ersten Woche hatte ich mir vier Kurse ausgesucht und bin im Nachhinein sehr zufrieden mit meiner Wahl.

  • Introduction to Leisure Services bei Professorin Joanie Conley:
    Die Qualität des Kurses „Introduction to Leisure Services” fand ich gut. Ich habe einiges gelernt über Nationalparks in Amerika, private, öffentliche und kommerzielle Freizeiteinrichtunegn und die Unterschiede und Wichtigkeit von „Recreation, Leisure and Play“. Die vielen verschiedenen Möglichkeiten die es hier gibt wurden mir erst durch den Kurs wirklich bewusst. Gastsprecher aus unterschiedlichen Bereichen erzählten uns ganz genau, wie sie zu ihrem Beruf gekommen waren und was ihre Arbeit ausmachte. Wir hatten unter anderem einen Football-Trainer zu Besuch, und den Hotel Manager des Queen Mary Hotels, was besonders interessant für einen Kreuzfahrt-Fan wie mich war.
    Der Kurs bestand neben den Vorlesungen aus zwei Klausuren, zwei Aufsätzen und einer Präsentation. Zwischendurch mussten auch einige Hausaufgaben eingereicht werden. Diese Anforderungen machten diesen Kurs zu einem sehr lern- und schreibintensiven Kurs. Es gab viele Nachmittage, die ich wegen Recherche für diesen Kurs in der Bibliothek oder am Schreibtisch verbracht habe. Auch eine Exkursion zum japanischen Garten auf dem Campus gehörte zum Lehrplan.
    Der Arbeitsaufwand für diesen Kurs war sehr groß und die Organisation von Gruppentreffen mit den amerikanischen Studenten erwies sich als sehr schwierig. Ich habe festgestellt, dass diese lieber alleine als in einem Team arbeiten. Meist hatte beim ersten Teamtreffen einer schon die meiste Arbeit getan und delegierte nur noch, wer was vertiefen und vortragen sollte. Davon war ich sehr enttäuscht, denn ich hatte mich sehr auf die Teamarbeit mit Amerikanern gefreut.
     
  • Hotel and Lodging Management bei Professor Ronnie Yeh:
    Der Kurs „Hotel and Lodging Management hat mir leider nicht viel Neues aufgezeigt. Viele Themen wie Yield Management, Marketing und Travel and Tourism waren mir schon aus meinen Vorlesungen in Bremerhaven bekannt. Dennoch war es interessant die amerikanische Sichtweise zu sehen und besonders die amerikanischen Arbeitsbedingungen und rechtliche Themen fand ich sehr spannend.
    Der Arbeitsaufwand für diesen Kurs war am geringsten. Es wurden nur zwei reine multiple-choice Klausuren geschrieben, welche ich nicht schwer fand und dem entsprechend gut bestanden habe. Außerdem gab es vier spontane, „in class assignments“, in denen wir Fragen zu Themen aus der Vorlesung beantworten mussten. Zudem gab es noch ein Gruppenprojekt, in dem wir die aktuellen Probleme eines internationalen Hotels analysieren und Lösungsansätze erarbeiten sollten. Ich formte mit zwei Deutschen und zwei Amerikanischen Studenten eine Gruppe und wir trafen uns mehrmals zur Erarbeitung einer Präsentation und zum Schreiben der Ausarbeitung. Die Arbeit in diesem Team hat sehr gut geklappt, was daran liegen könnte, dass wir mehr Deutsche als Amerikaner waren. Dieses Projekt fand ich sehr interessant und führte außerdem zu einem Deutsch-Amerikanischen Austausch.
    In der letzten Woche des Semesters organisierte Professor Yeh einen Ausflug zum Mariott Courtyard Hotel in Long Beach. Dort wurden wir durch das Hotel geführt. Den Einblick in das Tagesgeschehen eines Hotels einer sehr bekannten Hotelkette in Amerika zu bekommen fand ich sehr spannend, auch wenn wir nicht allzu sehr hinter die Kulissen blicken konnten.
    Im Großen und Ganzen fand ich diese Lehrveranstaltung sehr interessant, besonders, weil sie zu vielen Gesprächen zwischen und Deutsche und den amerikanischen Studenten führte.
     
  • Meeting Planning in Hotels and Restaurants bei der Lehrbeauftragten Frau Aris:
    In diesem Kurs ging es um die Organisation und Planung von Veranstaltungen, wie zum Beispiel Hochzeiten, Messen oder Konferenzen in einem Hotel. Die Lehrbeauftragte war professionelle Meeting Plannerin im Hilton Hotel in Anaheim und konnte uns sehr gut einen Einblick in Ihren Tätigkeitsbereich geben. Sie organisierte für uns auch eine Fahrt nach Anaheim in das Hilton Hotel, in dem sie uns durch das beeindruckend große Hotel führte und uns zum Beispiel den Unterschied zwischen einer Restaurant- und einer Bankettküche vor Ort erklären konnte.
    Wir haben in diesem Kurs 3 Klausuren geschrieben (multiple choice) und auch nach jeder Vorlesung wurde ein multiple choice Quiz zur aktuellen Vorlesung geschrieben. Das bedeutete, dass man in jeder Vorlesung gut aufpassen und alles direkt abspeichern musste, denn sonst wäre man schnell schlecht dran gewesen. Dadurch war der Lernaufwand für die drei großen Klausuren allerdings umso geringer, da man ja immer während des laufenden Semesters alles in den Vorlesungen gelernt hat. So sollte es ja auch sein. Am Ende des Semesters stand allerdings auch noch ein Gruppenprojekt an. Jede Gruppe hat eine Veranstaltung zugeteilt bekommen und musste diese bis ins kleinste Detail hypothetisch planen. Der Event meiner Gruppe war eine Hochzeit eines indischen Paares, das in Kalifornien heiraten will. Dieses Projekt war sehr interessant und alles zuvor Gelernte konnten wir direkt anwenden.
    Der Lernaufwand für diesen Kurs war nur für das Gruppenprojekt am Ende sehr groß, ansonsten war es eher wenig aufwändig. Die Qualität dieses Kurses bewerte ich als sehr gut, da ich sehr viel gelernt habe und das Lernen aufgrund der Guten Lehrerin, die viele lebendige Beispiele aus dem Alltag ihres Berufes erzählen konnte, sehr viel Spaß gemacht hat.
     
  • Introduction to International Studies bei Professorin Angela Hawk:
    Dieser Kurs hat mir am besten gefallen und mir auch am meisten gebracht. Es war der qualitativ hochwertigste Kurs, den ich belegt habe und auch der einzige Kurs, den ich belegte, der gar nichts mit meinen bisherigen Kursen aus den Bereichen der Wirtschaft, Hotel- und Kreuzfahrtindustrie zu tun hatte. Ich habe den Kurs gewählt, weil ich den Titel so interessant fand und ich dachte, es wäre ganz passend, wenn ich als internationale Studentin diesen Kurs belegen würde.
    Die Professorin war sehr jung und absolut begeistert von ihrem Fach und diese Begeisterung hat sie sehr schnell auf alle Studenten übertragen. Mit Abstand war dieser Kurs das mit dem größten Arbeitsaufwand, allerdings auch das mit dem größten Lernerfolg.
    Wir behandelten Themen wie die Unabhängigkeitskrieg in Haiti, die Hungersnot in Somalia, die unfairen Arbeitsbedingungen in China und Fair Trade. Ich musste drei Bücher lesen, die in den Vorlesungen ausführlich besprochen wurden und zusätzlich noch jede Woche ein oder zwei andere Texte zu demselben Thema, die meist über 30 Seiten umfassten. Ich musste mich sehr am Riemen reißen um am Ball zu bleiben und mit dem ganzen Lesestoff zu bewältigen. Doch ich habe es geschafft, denn die Themen waren stets aktuell und interessant und die Professorin hat uns entlang eines Roten Fadens durch alle Texte und Themen durch das Semester geführt. Am Ende wurden meine Bemühungen mit einer guten Note und viel neuem Wissen belohnt.

Organisatorischer Verlauf des Auslandssemesters

Die Betreuung vor Ort durch die Mitarbeiter des American Language Institute (ALI) der CSULB verlief sehr gut. Ich wurde immer sehr gut informiert. Schon mit der Zusage hatten sie mir sehr viele Information bezüglich der Universität, der Impfungen, der Krankenversicherung und der Wohnungssuche zugeschickt. Sie halfen mir bei der Wahl meiner Kurse, beim Anmelden für die Kurse und auch beim bezahlen der Studiengebühren wurde ich von den Mitarbeitern des ALI informiert. Außerdem haben sie mir ohne Probleme das Formular für das Auslandsbafög ausgefüllt und unterschrieben. Am ersten Tag haben alle internationalen Studenten eine Führung über den Campus und eine Informationsveranstaltung bekommen. In dem rahmen wurden auch Fotos von uns gemacht und uns unsere Studentenausweise, mit denen wir kostenlos die Busse in Long Beach und auf dem Campus nutzen konnten, ausgehändigt. Von Problemen bei der organisatorischen Ausführung des Auslandssemesters kann ich Gott-sei-dank nichts berichten.

Schon vor meinem Flug nach Amerika bekam ich per Email eine Information, wie ich mich im Onlineportal „beach board“ der CSULB anmelden kann. Einmal dort angemeldet, konnte ich auf dieser Seite meine Noten einsehen, mit den Professoren und Kommilitonen aus den belegten Kursen per „beachmail“ kommunizieren und mein Zeugnis anfordern. Das angeforderte Zeugnis wurde mir direkt nach dem Semester an meine Adresse in Deutschland geschickt. Somit verlief auch dies Reibungslos.

Fachliche, kulturelle und soziale Lernerfolge, Erkenntnisse und unerwartete Einsichten
Der größte Lernerfolg für mich ist die Verbesserung meiner englischen Sprachkenntnisse. Da ich vor meinem Auslandssemester noch nie länger als zwei Wochen im Ausland war, bot mir das Auslandssemester die erste Möglichkeit mein Schul- und Studienenglisch im wahren Leben und damit im Alltag zu üben und zu trainieren. Eine Engländerin, die im selben Haus gewohnt hat wie ich, hat mir sehr viel beigebracht und im Gegenzug konnte ich ihr ein wenig Englisch beibringen. Dieses Tandem-Lernprinzip hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe sehr viel gelernt.

Das Studium an einer amerikanischen Universität lässt sich nur schwer mit einem Studium an einer deutschen Hochschule vergleichen. Ein Studium in den USA ist eher wie die Oberstufe an einem deutschen Gymnasium. Der Professor bzw. die Professorin gibt sehr genaue Angaben, was der US-Student wissen muss und zu lernen hat, vergleichbar mit einem Gymnsaiallehrer. Das Studieren wirkt eher aufgezwungen und nicht so freiwillig wie bei deutschen Studenten. In Deutschland studiert man, weil man es wirklich will (schon allein der finanzielle Aufwand lässt etwas anderes kaum zu). In Amerika hatte ich oft den Eindruck, dass viele studieren, weil sie sonst nichts mit ihrem Leben anzufangen wissen. Es gibt wie in der Schule strikte Verhaltensregeln (vergleichbar mit einer Schulordnung), man hat immer Anwesenheitspflicht in den Vorlesungen und es werden jeder Zeit schriftliche Hausaufgaben verlangt. Die Teilnahme an der Vorlesung, wobei der Begriff „Unterricht“ besser passt, wird ebenso bewertet (vergleichbar mit Noten für mündliche Beteiligung) und fließt mit in die Gesamtnote. Ein so starkes verschultes Universitätssystem hatte ich nicht erwartet und ich hatte eher das Gefühl, dass US Studenten teilweise von ihren Eltern zum Studieren gezwungen werden.

Einige Studenten, die ich kennengelernt habe, haben mehrere Semester ohne Haupt- bzw. Nebenfach studiert. Auch die Leistungsstärke der US-Studenten ist meiner Meinung nach schwächer als die von Studenten in Deutschland. Besonders auffällig war dies, wie ich bereits erwähnte, wenn es um Gruppenarbeiten und Präsentationen ging. Teamwork: Fehl am Platz! In Gruppenarbeiten hat meistens die Kommunikation nicht funktioniert und Gruppentreffen kamen kaum zu Stande. Keiner fühlte sich verpflichtet irgendetwas beizusteuern und oft wurde erst kurz vor knapp etwas aus dem Hut gezaubert. Meistens hatte bis dahin einer die ganze Arbeit getan und delegierte nur noch, wer was vortragen soll.

Auf Grund dieser schlechten Gruppenarbeiten verliefen die Gruppenpräsentationen oft sehr schlecht, was von den Professoren allerdings keineswegs getadelt wurde! Im Gegenteil: Meist bekamen die Präsentationen, die in Deutschland auf jeden Fall durchgefallen wären, sogar sehr gute Noten! Das habe ich einfach nicht verstanden. Keiner wusste während der Präsentation, wovon er bzw. sie sprach und dann wurden meistens die Inhalte der Powerpoint Präsentation Wort für Wort abgelesen. Im schlimmsten Fall, was allerdings tatsächlich oft vorkam, stand der bzw. die Vortragende mit dem Rücken zum Publikum und es wurde von der Powerpoint Präsentation alles wörtlich abgelesen. Diese insgesamt mangelnden Kommunikationsfähigkeiten, Kooperationsbereitschaft und „Presenatation skills“ hätte ich nie erwartet und es hat mich sehr schockiert.

Daher lässt sich insgesamt durchaus sagen, dass fachliche Lernerfolge eher den kleinsten Part in meinem Auslandssemester übernehmen, denn auch die Qualität und das Niveau der Lernveranstaltungen war weitaus niedriger als an deutschen Hochschulen. Bemerkenswert ist jedoch, dass fast alle Studenten nur A- und B-Noten bekommen und sich Studenten regelrecht schlecht fühlen, wenn sie kein A bekommen haben. Da lobe ich mir doch das deutsche System, in dem man für seine Noten kämpft und auch nur das bekommt, was man verdient!

Im Gegensatz zu den schulischen Lernerfolgen waren die kulturellen Lernerfolge dafür umso größer: Dadurch dass ich mit vielen internationalen Studenten und Studentinnen zusammen gewohnt habe, habe ich sehr viele verschiedene Kulturen, Religionen und Traditionen kennen gelernt. Besonders das Leben mit Arabern war sehr interessant. Ihre Ansichten über die Stellung der Frau und ihr starke islamische Glauben waren eine komplett andere Welt für mich. Ich muss zwar zugeben, dass es auch Konflikte gab, zum Beispiel, wenn die Araber es einfach nicht fassen konnten, dass ich als Frau Auto gefahren bin. Es hat mich schockiert, wie diese Kulturen immer noch mit Frauen umgehen und ich konnte in vielen langen Gesprächen mit meinen Mitbewohnern eine Menge über ihre Kultur lernen.

Auch das Leben mit zwei Chinesinnen war nicht immer leicht. Die Kommunikation war sehr schwierig und auch die unterschiedlichen Ansichten über die Führung eines Haushalts haben mich oft verärgert. Die eine Chinesin konnte fast kein Wort Englisch. Wir haben immer sehr viel mit ihr geübt, was sehr interessant war, denn chinesisch kann ich schließlich auch nicht sprechen. Aber irgendwie hat es dann doch geklappt mit der Kommunikation auch wenn oft Hände und Füße herhalten mussten um etwas zu erklären. Außerdem haben meine chinesischen Mitbewohnerinnen eigentlich fast nie geputzt. Wir haben alle zusammen einen Putzplan erarbeitet, aber trotzdem hat es nicht geklappt. Ich hatte sogar teilweise den Eindruck, dass die Chinesinnen den Plan, der wie eine Matrix aufgebaut war, nicht verstehen konnten. Des Weiteren haben sie fast jede Nacht laut telefoniert, so dass meine Nacht immer kürzer wurde. Dennoch möchte ich im Nachhinein das Zusammenleben mit ihnen nicht missen.

Auch zu den Amerikanern gibt es viele kulturelle Unterschiede. Besonders die in Kalifornien lebenden US-Amerikaner haben eine sehr positive und frohe Lebenseinstellung. Sie genießen viel mehr das Leben als ich es aus Deutschland kenne und wollen ganz viel erleben. Sie sind ständig unterwegs und engagieren sich sehr viel. Engagement wird besonders großgeschrieben. Das beste Beispiel dafür war meine Vermieterin Yarina. Diese engagierte sich freiwillig für die Schulen ihrer Kinder, für Charity Veranstaltungen und besonders für ihre Kirchengemeinde.

Es gibt aber auch Unterschiede, die mir nicht so gut gefielen. Eigentlich denkt man ja an ein fortschrittliches Land, wenn man an die USA denkt. Doch irgendwie hatte ich oft das Gefühl, dass uns die Amerikaner um Jahre in der Entwicklung zurückliegen. Der neueste Trend der Amerikaner ist „Go Green“. Sie versuchen jetzt sehr umweltfreundlich zu denken und zu handeln. Doch dieses Handeln gehört für uns in Deutschland längst Alltag und ist nichts Besonderes mehr. Das beste Beispiel war eine Vorlesung in dem Kurs Meeting Planning. Unsere Dozentin, Veranstaltungsplanerin Managerin im Hilton, erzählte von den neuesten Innovationen in der Hotellerie: Edas Zwei-Tasten-Spül-System der Toiletten (eine Taste für wenig Wasser und eine andere Taste für mehr Spülwasser). Diese „neue Erfindung“ gibt es in Deutschland schon seit circa 15 Jahren.

Eine weitere Veränderung in Kalifornien war die Abschaffung von kostenlosen Plastiktüten in Supermärkten. Die Kalifornier waren so stolz auf dieses neue Gesetz und fühlten sich äußerst umweltfreundlich, eine eigene Tasche zum Einkaufen mitzunehmen, um nicht eine Einkaufstasche kaufen zu müssen. Als ich amerikanischen Freunden erzählte, dass es in Deutschland das Normalste von der Welt sei, seine eigene Tasche bzw. einen Einkaufskorb mit zum Einkaufen zu nehmen, waren sie sehr traurig und enttäuscht von ihrem Land und sahen ein, dass das, was sie als Fortschritt bezeichneten, längst normal ist in anderen Teilen der Welt.

Ein weiteres Beispiel war ein Referat in dem Kurs International Studies. Dort referierten zwei Studenten über Mülltrennung und Recycling. Kaum einer der Zuhörer hatte auch nur eine Ahnung, wie Mülltrennung eigentlich funktioniert. Als ich dann erzählte, dass mir diese Themen schon im Kindergarten beigebracht wurden, waren alle sehr erstaunt und begeistert. Diese Erlebnisse sind nur wenige von vielen Beispielen, die zeigen, dass die USA nicht immer Vorreiter sind, wie man vielleicht vorab denkt.

Außerdem habe ich, wie bereits erwähnt, die Bedeutung des Wortes „melting pots“ kennen gelernt. Bevor ich nach Kalifornien gegangen bin, wusste ich zwar, dass besonders im Großraum L.A. viele verschiedene Nationalitäten leben, doch mit einer solchen Vielfalt in Hinblick auf Nationalität, Kultur, Religion und Sprache hatte ich nicht gerechnet.

Oft hatte ich das Gefühl, dass ich nicht in den USA bin. Ich wusste gar nicht, dass über 50% der in L.A. lebenden Menschen nicht Englisch als Muttersprache haben. Über die Hälfte – das muss man sich erst einmal vorstellen! Und wir in Deutschland führen Debatten, wenn in einem Stadtteil Berlins viele Menschen Türkisch sprechen. Das kommt mir jetzt absolut lächerlich vor. Die meisten Menschen in L.A. in den Bussen und U-Bahnen und viele Verkäufer/-innen sprechen kaum Englisch. Spanisch ist eine Art inoffizielle Landessprache in Kalifornien. Manche Supermärkte sind speziell für Mexikaner ausgerichtet und man findet kaum eine englische Beschreibung auf Produkten und Schildern. Auch die Werbung in Bussen und die Haltestellenansage in der Metro sind auf Spanisch. Neben spanisch sprechenden Menschen gibt es im Großraum L.A. auch viele Asiaten.

Das Leben in einer Multikulti-Stadt wie L.A. ist sehr spannend. Man sieht und trifft viele verschiedene Menschen mit den unterschiedlichsten Weltanschauungen. L.A. ist die zweitgrößte mexikanische und auch die zweitgrößte koreanische Stadt außerhalb Mexikos und Korea. Das habe ich bei einer Stadtführung erfahren. Ob es nun stimmt oder nicht – es mach auf jeden Fall das Ausmaß der vielen Nationalitäten deutlich, die in diesem Gebiet leben. Das leben und erleben dieses „melting pots“ hat meine Weltanschauung verändert und das ist mein größter Lernerfolg.


Empfehlungen für künftige Interessenten der CSULB

Ich kann jedem Empfehlen, sich eine Universität über College Contact zu suchen. Diese Organisation hat mir die Planung des Auslandssemesters sehr erleichtert.

Jedem, der sich für die CSULB entscheidet, kann ich empfehlen sich für ein Zimmer im Elizabeth Manor zu bewerben. In diesem schönen großen Haus lernt man Studenten aus aller Welt kennen und die freundliche Vermieterin zeigt einem außerdem zu Beginn die Stadt und unternimmt Ausflüge mit allen zusammen. Wir waren zum Beispiel zusammen mit allen aus dem Haus und noch einigen Freunden im Universal Studios Freizeitpark. Sie hat außerdem eine Strandparty mit allem, was dazu gehört vorbereitet und auch eine sehr große Weihnachtsfeier zu der jeder einladen konnte, wen er wollte. Somit konnte ich viele Kontakte knüpfen und habe mich sehr schnell in der Ferne wie zuhause gefühlt.

Außerdem kann ich nur empfehlen sich mit mehreren internationalen Studenten zusammenzuschließen und zusammen ein Auto zu mieten um diesen US-Staat mit all seinen wunderschönen Facetten kennenlernen zu können. Ich habe so viele schöne Orte gesehen und das ist in Kalifornien eben nur mit dem Auto möglich. Man sollte daher auch noch ein paar Wochen länger da leiben als das Semester dauert, denn der Staat ist groß und lässt sich nicht in einem Wochenende bereisen.