19 Sep
Erfahrungsbericht von Caroline K.

University of California Los Angeles

Stadt: Los Angeles
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Sprach- und Kulturwissenschaften
Studientyp: Summer Sessions
Zeitraum: 08/2008 bis 09/2008

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Ich habe im Sommer 2008 an einer Summer Session (C) der UCLA teilgenommen und kann wirklich sagen, dass sich diese Erfahrung gelohnt hat.

Aber von Anfang an:
In Deutschland selbst musste ich mich eigentlich um so gut wie nichts kümmern, dadurch dass College-Contact das alles übernommen hat (Bewerbungsunterlagen sind ausführlich beschrieben und man kann jederzeit nachfragen, falls man beim ausfüllen Probleme hat). Lediglich ein Visum musste ich beantragen. In diesem Fall rate ich jedem, sich rechtzeitig auf der Homepage der US-Botschaft über die nötigen Unterlagen zu informieren und, das ist wohl das wichtigste, rechtzeitig einen Termin dort zu vereinbaren. Die Wartezeit kann bis zu einem Monat betragen. Hat man die bürokratischen Hürden genommen, steht einem nichts mehr im Wege.

Am Flughafen in LA gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Uni zukommen- Taxi, Super Shuttle oder neuerdings auch ein sogenannter FlyAway Bus (der hält im Westwood Village und kostet nur $4 pro Fahrt).

Das Areal des Campus ist unheimlich groß. Man sollte sich auf viel laufen gefasst machen (Berg auf, Berg ab!). Es gibt zwar ein Campus Shuttle, aber um zu den einzelnen Gebäuden zu gelangen, nützt es nichts. Die Einrichtungen der Uni sind wirklich einmalig- vor allem in sportlicher Hinsicht. Es gibt Tennisplätze, Basketballplätze, Swimmingpool, Fitnesscenter…(alles kostenlos mit der BruinCard nutzbar). Auf dem Campus finden sich außerdem Einkaufsmöglichkeiten und zahlreiche Cafés/Bistros. In der Mensa (Rieber Hall) kann man auch rund um die Uhr essen gehen. Wer on-campus lebt, hat die Mahlzeiten im Preis inbegriffen. Off-campus verwendet man einfach die BruinCard, die man immer wieder mit Geld aufladen kann. Das Essen war besser als ich dachte (hatte mich auf Fast-Food pur eingestellt)- großes Salatbüffet, Reis (in allen Variationen ;-), meist noch eine 1-2 Fleischspeisen, Pizza, Burger, Pommes und Obst/Kuchen als Nachspeise.

Bezüglich des Wohnens kann ich nur zu den Apartmentanlagen off-campus etwas sagen. Ich habe in Westwood Palm gewohnt, direkt neben dem Unigelände sozusagen. Einige Apartmentanlagen liegen näher am Ortskern von Westwood Village, dafür weiter weg vom Campus. Aber alles in laufnähe!

Das Apartment selbst war sehr groß- 2 Schlafzimmer, 2 Bäder, 1 Wohnzimmer mit Küchenzeile. Der Zustand als ich ankam, war ok. So sauber wie zu Hause wars natürlich nicht, aber für 6 Wochen durchaus erträglich. Allerdings hatte nicht jeder soviel Glück mit seiner Unterkunft. Einige hatten leider Probleme mit Ameisen in ihrem Apartment (Da rate ich nur: möglichst schnell beschweren, evtl ist ein Umzug innerhalb der Apartmentanlage möglich!).

Mit meiner Kurswahl war ich im Grossen und Ganzen zufrieden. Der Literaturkurs in Englisch (English Literature to 1660) war sehr anspruchsvoll und ich war die einzige Ausländerin - nur Amerikaner ansonsten! Der Communicationkurs, Publik Speaking, brachte mir zwar sprachlich nicht soviel, war aber dank der netten Kursleiterin trotzdem schön.

Die Lebensmittel sind im Vergleich zu Deutschland meist um einiges teuer. Selbstverpflegung ist in diesem Fall nicht unbedingt die günstigste Lösung. Die Preise in den Lokalen (wenn man nicht unbedingt in die IN-Restaurants geht) sind im Allgemeinen erschwinglich, bzw. zum Teil auch billiger als in Deutschland (vor allem in den Fast-Food Restaurants).

Das Taxi ist wohl das teuerste Fortbewegungsmittel dort. Wer sich kein Auto mietet (es lohnt sich dies zu tun), sollte das gut strukturierte Bussystem nutzen. Man gelangt sowohl nach Venice, Santa Monica also auch nach Hollywood oder Downtown und, es ist spotbillig (Bus zum Strand, einfache Fahrt für Studenten 50ct). Die Fahrt kann allerdings bis zu einer Stunde dauern, weil der Bus wirklich alle 5 Meter hält!!

Wochenendausflüge bieten sich durch die günstige Lage LAs an- San Francisco, Las Vegas, San Diego. Ich selbst war in Las Vegas- absolut empfehlenswert! Santa Barbara und Newport Beach sind ebenfalls zwei schöne Küstenorte.

Was das weggehen anbelangt, so hat Westwood Village leider nicht viel zu bieten. Es gibt eine Art Studentenbar (O’Haras), das wars eigentlich auch schon. Wenn man vor hat abends wegzugehen, sollte man auf jeden Fall wissen wo man hinmöchte. Es gibt leider keine Garantie dafür, dass man dort auch reinkommt. Je eher man zeitlich dort ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit und Frauen haben es sowieso einfacher als Männer.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich die Zeit in Amerika nicht missen möchte. Natürlich ist eine Summer Session nicht gerade billig und wer wirklich seine Sprachkenntnisse verbessern möchte, sollte wohl doch eher ein Semester ins Ausland gehen (An der Summer Session nahmen insgesamt leider sehr wenig amerikanische Studenten teil. Der Großteil waren Asiaten und Deutsche).

Danke noch mal an College-Contact für die gute Betreuung vor und während der Summer Session!!!