23 Okt
Erfahrungsbericht von Aymisey S.

University of California Los Angeles

Stadt: Los Angeles
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Anglistik / Amerikanistik, Organisation und Führung
Studientyp: Summer Sessions
Zeitraum: 08/2009 bis 09/2009

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Unterkunft

Ich bin nach Los Angeles einige Tage früher gekommen, damit ich die Stadt noch ein bisschen kennen lernen kann. Ich und meine Freundin, wir haben von Deutschland aus ein nettes Hotel auf Beverly Boulevard gebucht. Das Hotel heißt Beverly Inn. Sehr freundliches Personal, hilfsbereit. War kein Frühstück dabei, nur Kaffee. Das Hotel war sehr günstig gelegen, nur 5 Minuten zum Farmers Market (ein großes Einkaufszentrum mit allen möglichen Geschäften auf kleinen gemütlichen Straßen im italienischen Stil). Im Hotel ist W-LAN, Preise für Zimmer ganz OK, alle Zimmer mit Bad und Toilette.
Unser University Apartment in Gayley Towers auf Gayley Avenue in Westwood war “off-Campus”, was aber gar nicht hieß, dass es weit weg von der Uni war. Man braucht 10 Minuten zu Fuß, um die Mitte von Campus zu erreichen. Sehr schnell! Dieses Apartment war sehr geräumig und sauber. Ein Zimmer, was gleichzeitig Schlafzimmer mit Loft (Hochbett) und Wohnzimmer mit einer gemütlichen Couch und einem Sessel war. In der Ecke am Eingang war eine große Küchennische mit einem Herd, Kühlschrenk und sogar Spülmaschine. Allerdings waren dabei kleine Küchenutensilien oder Geschirr. Das mussten wir teilweise aus Deutschland mitbringen und teilweise in LA kaufen. Wenn man günstige Teller oder Tassen braucht kann man die in World Market auf Westwood Boulevard kaufen. Das ist ein Einrichtungshaus. Oft gibt es da gute Angebote. Zum Beispiel, 5 Teller für 6 Dollar.
Die Waschmaschinen befinden sich in der oberen Garage (2. Etage). Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass sie für nichts fähig sind. Alle Flecken sind auf Sachen immer geblieben. Vielleicht lag das an Waschpulver, aber das glaube ich nicht. Für Waschmaschinen und Trockener braucht man 25 Cent Münzen, die anderen gehen nicht.
In solche Studenten Wohnung kann jeder rein. Da wird nicht geprüft, wer da wohnt und nicht kontrolliert. Allerdings die Aufsichtsperson Pam Chan, die auch in diesem Haus wohnt, hat uns am Freitagabend um 23 Uhr wegen unseres lauten Lachen zurechtgewiesen und meinte, dass Sie uns verzeiht, wenn wir unser Spiel für immer beenden. Interessant zu wissen ist, dass Donnerstag, Freitag und ganzes Wochenende überall um das Haus herum lauter Partys stattfinden und es schwierig ist, mit geöffneten Fenstern zu schlafen.
Man darf beim Empfang am ersten Tag die Bettwäsche nicht vergessen! Die ist im Preis für Apartment inbegriffen und hat gegen 40 Dollar gekostet! Sie gehört auch uns dann, theoretisch können wir sie nach Deutschland mitnehmen. Man braucht sie nicht zurückzubringen und kann beim Auschecken im Zimmer auf dem Bett lassen. Das Zimmer muss am letzten Tag geputzt werden, es gibt keine Putzfrau. Pam hat den provisorischen Staubsauger, der nichts saugt.
Unser zweites Hotel haben wir nicht weit von Santa Monica gebucht. Ocean Park Hotel ist neu und angenehm. Wird von deutscher Frau und ihrem Mann geführt. Es gab ein kleines Frühstück mit Süßgebäck, Obst und Saft. Es gibt Internet durch Kabel und das Kabel wird an der Rezeption freundlich ausgeliehen. Die Duschen und Toiletten sind auf der Etage, aber alles sehr gepflegt, sauber und verschlossen. Jedes Zimmer hat seinen eigenen Schlüssel. Damen und Herren getrennt. Für 3 Nächte für 2 Personen haben wir 180 Dollar inklusive Steuer gezahlt. Das Hotel ist wirklich zu empfehlen. Im Zimmer gibt es einen Kühlschrank und ein Fernseher. Alles modern eingerichtet. 10 Busminuten vom Santa Monica Third Street Promenade (große Einkaufsstraße) entfernt. Von dort bis zum Strand sind wenige Minuten zu Fuß.

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Wir haben kein Auto gemietet und waren sehr überrascht, dass es mit dem öffentlichen Verkehr gar nicht so schlecht aussieht. Die Busse fahren sehr oft, sind sehr günstig im Vergleich zu Deutschland (75 Cent und 1,25 Dollar), fahren sehr lange Strecken für den gleichen Preis und können einen überall bringen. Nach Beverly Hills waren es nur 10 Minuten, nach Hollywood 30 Minuten, nach Santa Monica Beach 35 mit einem einfachen Blue Bus (15 Minuten mit Rapid Bus), nach Venice Beach 40. Down Town LA war ziemlich weit entfernt (ca. eine Stunde), aber auch mit dem Bus erreichbar.
Die Züge nach Santa Barbara oder San Diego fahren von Union Station in Down Town. Wir sind nach San Diego mit dem Zug gefahren. Es gibt genug Plätze und man sollte nur 20 Minuten vor der Abfahrt kommen und Tickets kaufen. Die Fahrpläne kann man ohne Probleme im Internet abrufen.
Vom Flughafen und zum Flughafen zirkuliert regelmäßig ein Fly Away Bus. Sehr bequem und günstig (5 Dollar pro Strecke), hält in Westwood, off-Campus.
Nach San Francisco sind wir geflogen, weil mit dem Auto man die ganzen 8 Stunden braucht. Mit dem Flieger dauert es nur eine Stunde. Wenn man frühzeitig bucht (2 Wochen im Voraus), kann man schon für 80 Dollar Ticket finden (Hin- und Zurück). Wir sind mit United Airlines geflogen, sehr zufrieden. Einige bekannte haben den Bus genommen, was gar nicht zu empfehlen ist. Ist schon bisschen günstiger, dauert aber auch 8 Stunden, kann auf dem Weg kaputt gehen und solche Busse werden oft von gefährlichen „Elementen“ benutzt.
Taxi ist sehr teuer, weil lange Strecken.


Universität

Die UCLA ist sehr schön und riesig! Um ein Gebäude zu finden, braucht man auf jeden Fall einen Uni-Plan. Es gibt viele Restaurants und Cafés auf dem Gelände. Die meisten Sachen sind viel teuer als im Supermarkt in Westwood. Zum Beispiel, die gleichen Sushi oder Sandwich kann man bei Ralphs (Supermarkt) fast 2 Dollar günstiger kaufen.
Wirklich zu empfehlen ist Salat und Suppen Bar in Ackermann Union.
Ich habe 2 Kurse gemacht: Management 180 und English for Academic Studies 33C.
Management bei Prof. Ullman war einfach, musste man allerdings viel sprechen und mit verschiedenen Menschen vom Kurs Interviews führen. War sehr interessant und kreativ. Am letzten Tag zum Abschied gab es viel Essen und Trinken und keiner hatte Lust den Unterricht zu machen.
English 33C, das von Trevor Kann (27 Jahre alt) geleitet wird, war schwer genug. Der Kurs ist sehr mit Psychologie verknüpft und wir mussten immer Essays auf solche Themen schreiben und wissenschaftliche Texte lesen. Der Kurs hat mir geholfen, meine Gedanken besser zu äußern, schneller zu lesen und zu schreiben. Durch Texte habe ich meinen Wortschatz wesentlich vergrößert und psychologische Themen gefallen mir sowieso. Am letzten Tag hat Trevor ein Picknick für alle organisiert und nach dem Unterricht haben wir Baseball gespielt. Für diesen Kurs gibt es immer viele Hausaufgaben, beachtet das!
Andere Studenten, die solche Kurse wie Accounting besucht haben, waren ganz überfordert und konnten an manchen Tagen gar nicht rausgehen! Also, muss man für sich entscheiden, wie oft man Spaß haben will.
Alle Lehrer waren sehr freundlich und lieb. Wir haben sie jetzt alle im Facebook und können sie immer ansprechen!


Reisen

Um Las Vegas zu erreichen braucht man ungefähr 5 Stunden mit dem Auto. Das Auto für 7 haben wir zusammen mit anderen Studenten gemietet. Auf Westwood Boulevard gibt es ein Autovermieter Avis mit fairen Preisen für Studierende. 3 Tage für Las Vegas sind genug, aber nicht weniger! Das Klima dort ist ganz anders, nicht so angenehm wie in LA. Sogar am Abend ist die Luft sehr trocken und heiß, wie in einer Sauna. Trotz Allem ist Vegas ein Wunder mitten in der Wüste!
Für San Francisco braucht man warme Sachen. Die Stadt ist eine Halbinsel und sehr windig. Während in LA es +30 Grad sind, bleibt das in SF nur +18 am Tag. Am Ozean ist es noch kälter. Für San Francisco haben uns 2 Tage gereicht. Cable Cars und Pier 39 mit seinen zahlreichen Restaurants und Geschäften sind jedem zu empfehlen. Als Souvenirs kann man kalifornischen Wein und typische Schokolade oder Toffees aus Salzwasser aus San Francisco mitbringen. SF ist mehr europäisch, wie Paris oder London, während LA Südspanien ähnelt.
San Diego ist 2,5 Stunden von LA entfernt und ist am besten, wenn man kein Auto hat, mit dem Zug zu erreichen. San Diego Zoo und Coronado Island sind ein Muss. Zur Coronado Island kann man eine Fähre vom Hafen, der neben Bahnhof ist, nehmen, ist ganz günstig und langsam genug, um schöne Fotos zu machen.
Innerhalb von LA hat mir Getty Center ganz gut gefallen. Ist auf Hollywood Hills ganz malerisch gelegen, hat große Gemäldesammlungen, schöne Gärten und ist kostenlos.
Walk of Fame, Chinese Theater, Kodak Theater, Beverly Hills, Rodeo Drive und Down Town sind einen Besuch wert. Es gibt viele Busse in Westwood, die dorthin fahren.


Shops

Wenn man preiswerte, aber gute Klamotten kaufen möchte, gibt es einige Outlets in LA Umgebung und Las Vegas City. Nicht weit von Down Town (mit dem Bus von Pershing Square am Biltmore Hotel erreichbar) befindet sich ein Citadel Outlet. Dort gibt es eine Menge Geschäfte wie Puma, Tommy Hilfiger, Nike, Calvin Klein und sonstige. Sie sind echt zu empfehlen! In Vegas kann man unter anderem La Coste, Ralph Lauren und Ed Hardy finden. Auch sehr günstig!
Typische UCLA Sachen am besten nicht an der Uni kaufen, dort sind sie übergewertet! Es gibt ein nettes Geschäft an der Ecke Le Conte und Westwood Boulevard, wo man sie viel günstiger kaufen kann.
Nahrungsmittel haben wir bei Ralphs gekauft. Dort gibt es auch warmes Essen, sogar sehr leckere Suppen. Kann man direkt dort im Café nach dem Kauf verzehren! Es gibt auch Whole Food Market in Westwood. Die Sachen sind dort teuer, aber besser, alles Bio.


Sonstiges

Geld:
Ziemlich teuer sind Obst und Gemüse, typisch italienische Sachen und Fisch, obwohl vieles davon in Kalifornien kultiviert wird. Man gibt dort deutlich mehr Geld aus, als man geplant hat. Für Flugbuchungen und Hotelbuchungen benötigt man eine Kreditkarte, allerdings können die Hotels auch bar bezahlt werden.
Für diejenigen, die eine Deutsche Bank EC-Karte haben, gibt es eine super Möglichkeit das Geld in Bankautomaten von Bank of America abzuheben. Das ist umsonst! Gebührenfrei.

Discos:
Play House in Hollywood: 20 Dollar Eintritt, günstige Getränke, gute Musik, Dress Code, kann man Prominente treffen. Am besten gegen 22 Uhr schon da sein. Palms in Las Vegas: Viele verschiedene Discos auf mehreren Etagen. Sehr beeindruckend, schöner Blick auf Las Vegas. Eintritt für Frauen frei, aber Getränke sehr teuer. Viper Room in Beverly Hills: Jonny Depp Ex-Besitzer, zu klein, aber nette Rock Konzerte am Abend, Getränke teuer.

Premieren:
Die Premieren finden fast jeden Tag statt. Wir waren bei Inglorious Bastards in Hollywood. War ein Erlebnis! In Westwood gibt es ein Fox Kino, wo die meisten Premieren stattfinden. Muss man im Internet nachschauen. Kann man ohne Probleme viele Fotos mit Schauspielern machen und die Tickets sind echt günstig. In Hollywood sind die Premiere-Tickets ziemlich teuer.
Allgemein sind die Kinos in den USA teurer als in Deutschaland. Der Preis kann von 12 bis 15 Dollar variieren.

Krankenhaus:
Musste ich ein Mal leider hin. In Westwood gibt es Ronald Reagan Hospital, dort wurde Michael Jackson nach seinem Tod gebracht. Dahin bin ich gegangen. Ich hatte Fieber und Kopfschmerzen. Ich musste fast eine Stunde im Empfang warten, das war schon 21 Uhr. Danach haben sie mich in den hinteren Teil gebracht. Dort haben sie mich vielmals untersucht und hundert Fragen gestellt. Auf den Arzt habe ich dann noch eine Stunde gewartet. Letztendes habe ich Medizin gekriegt und wurde entlassen. Insgesamt war ich mit dem Service sehr zufrieden, obwohl ich dort drei Stunden verbracht habe. War alles umsonst. Gut, dass ich eine Versicherung hatte.

Alles in allem bin ich sehr glücklich, dass ich mich für Kalifornien entschieden habe und College Contact hat mir super geholfen. So ist alles mit dem Visum und Vorbereitung ziemlich schnell gelaufen.
Die 7 Wochen in Los Angeles waren die besten Tage meines Lebens. Ich habe viele interessante Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt und gute Freunde gefunden. Wenn ich eine Chance hätte, dieses Programm wieder zu machen, würde ich immer „Ja“ sagen.