Hi, ich bin Johannes! Seit einem Monat bin ich jetzt in Vancouver (Kanada) und studiere an der Kwantlen Polytechnic University (KPU). Ich muss sagen: Die Zeit hier drüben vergeht echt wie im Flug.
In den ersten Septemberwochen hat die KPU einiges zum Semesterstart organisiert, zum Beispiel Campustouren und Welcome-Events. Für uns internationale Studenten gab es auch extra Seminare, in denen wir mehr über das Studentenleben in Kanada und an der KPU erfahren haben.

© Johannes N.
Außerdem gab es ein Welcome-Event des Buddy-Programms. Bei dem Programm meldet man sich an und bekommt einen Studenten von hier als Buddy, an den man sich bei Fragen wenden kann, wenn man Unterstützung braucht oder sie sind ganz einfach bei den Aktivitäten mit dabei.
Bei diesem Treffen waren tatsächlich fast alle internationalen visiting und exchange Studenten dieses Semesters dabei. Es war also eine gute Gelegenheit, Leute aus ganz unterschiedlichen Ländern kennenzulernen, falls man vorher noch keine Gelegenheit hatte jemanden von ihnen kennenzulernen.
Daraus sind dann schnell Gruppen entstanden, die seitdem viel zusammen unternehmen. Mal geht es abends nach Downtown, mal für mehrere Stunden zum Wandern in die Berge rund um Vancouver. Einige waren sogar schon gemeinsam in Nationalparks, die mehrere Stunden entfernt liegen.
Über die KPU gab es außerdem vergünstigte Tickets für die Vancouver Whitecaps, die Fußballmannschaft der Stadt. Dort spielt aktuell der ehemalige deutsche Nationalspieler Thomas Müller, was natürlich gerade für deutsche Fußballfans interessant ist.

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Auch bei meiner Gastfamilie fühle ich mich richtig wohl. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen und habe zwei Gastbrüder, die ungefähr in meinem Alter sind. Dadurch habe ich auch zu Hause Leute, mit denen ich etwas unternehmen kann. Mit einem meiner Gastbrüder war ich zum Beispiel schon angeln. Das war besonders spannend, weil hier in Kanda gerade die Lachse wandern.
Was die Uni angeht, läuft hier einiges anders, als ich es aus Deutschland kenne. Es gibt wöchentliche Abgaben, Quizze zum Stoff aus der letzten Stunde und Bücher, die wir zusätzlich für die Kurse lesen müssen. Dadurch habe ich während des Semesters schon mehr zu tun, als ich es bisher gewohnt bin. Aus Deutschland kenne ich es eher so, dass die Note von einer Klausur am Ende des Semesters oder ein paar einzelnen Präsentationen abhängt.
Dafür bleibt man hier die ganze Zeit am Stoff dran. Ich kann mir gut vorstellen, dass so mehr hängen bleibt, als wenn man erst kurz vor der Klausur alles auf einmal lernt. Die Uni bietet auch Hilfe an, zum Beispiel wenn es um Zeitmanagement oder Recherche geht. Außerdem kann man sich Unterstützung von Tutoren holen.

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Vancouver selbst finde ich echt beeindruckend. Schon die Größe von Greater Vancouver ist erstaunlich. Man kann hier lange unterwegs sein und hat trotzdem nicht das Gefühl, wirklich aus der Stadt rauszukommen. Besonders schön finde ich die Aussicht vom Strand: Je nachdem, in welche Richtung man schaut, sieht man das Meer, die Berge oder die Wolkenkratzer von Downtown. Diese Mischung ist schon etwas Besonderes.
Langsam verstehe ich auch besser, was mit dem „Mosaik der Kulturen“ gemeint ist, das ich in meinem Vorstellungspost erwähnt hatte. Je nach Stadtteil sieht man zum Beispiel ganz unterschiedliche Sprachen auf den Schildern der Geschäfte oder am Straßenrand. Auch an der KPU fällt mir auf, dass immer wieder auf die traditionellen Gebiete der First Nations hingewiesen wird, auf denen die Standorte der Uni liegen. Ich finde, daran merkt man, dass es der Uni wichtig ist, diese Kulturen und Traditionen lebendig zu halten.
Jetzt freue ich mich erst mal auf das kommende Wochenende: Hier in Kanada wird Thanksgiving gefeiert, und meine Gastfamilie feiert in ziemlich großer Runde. Ich bin schon gespannt!