Hallo, mein Name ist Tina, ich bin 20 Jahre alt und studiere International Marketing-Management an der accadis Hochschule in Bad Homburg.
Warum Australien?
Australien war für mich schon immer ein absolutes Traumziel. Mich hat nicht nur die Sonne und Meer gereizt, sondern vor allem die Neugier auf die australische Lebensart und die schöne Natur. Ich wollte unbedingt diesen völlig anderen Kontinent entdecken und mich dabei allen Herausforderungen stellen, die auf einen zukommen, wenn man in einem anderen Land lebt.
Außerdem hatte ich eine ganz klare Bucket-List im Kopf: Einmal das Great Barrier Reef mit eigenen Augen sehen, zum Uluru reisen und nach Sydney an Silvester – zwei von diesen drei Dingen habe ich auch tatsächlich geschafft. 😉
Warum die Bond University?
Die Entscheidung für die Bond University an der Gold Coast fiel mir leicht, und das aus mehreren Gründen:
Akademisch: Im Vergleich zu meiner Heimhochschule bietet die Bond einen sehr kreativen Ansatz in den Marketing-Fächern. Das war für mich die perfekte Ergänzung zu meinem bisherigen Studium.
Sprachkenntnisse: Ich wollte mein Englisch nicht nur im Alltag, sondern gezielt auf einem professionellen Level im Marketing-Bereich festigen.
Internationals: Die Bond ist bekannt für ihre Internationalität. Ich habe mich darauf gefreut neue Leute kennenzulernen und Freunde aus aller Welt zu finden.
Campus Life: Mal ehrlich – wer möchte nicht an einer Uni studieren, die einen großen Campus hat, der einem alles bietet und zudem auch noch ein riesiges Sportangebot hat? Ich hatte mir fest vorgenommen, dort wieder mit Volleyball anzufangen und mich endlich mal im Surfen zu probieren.
Vorbereitung
Ich habe mich bereits im Dezember auf das DAAD-Stipendium beworben, das ich leider nicht bekommen habe. Anschließend kümmerte ich mich zu Beginn des Jahres um meine Bewerbung an der Uni. Dabei wurde mir glücklicherweise viel Arbeit von College Contact abgenommen und ich musste lediglich die erforderlichen Unterlagen einreichen und meine Fächer wählen. Parallel dazu hatte ich mich für eine Unterkunft auf dem Campus beworben, musste jedoch feststellen, dass diese meistens an australische und amerikanische Studierende vergeben wurden. Daher machten eine Freundin und ich uns auf die Suche nach einer Alternative und fanden schließlich ein schönes Airbnb für vier Monate nah an der Bond. Die Wohnanlage Varsity Shores hatte zwei Pools, einen Fitnessraum und war nur ca. 10 Minuten zu Fuß von der Uni entfernt.
Während das Visum bei den meisten meiner Kommilitonen, wie ich später erfuhr, innerhalb weniger Minuten genehmigt wurde, dauerte es bei mir ganze vier Wochen. Umso größer war die Erleichterung, als schließlich auch ich grünes Licht bekam.
Vor meiner Abreise war ich voller Vorfreude auf eine Zeit die, an das ich mich wohl mein ganzes Leben lang erinnern werde. Wirkliche Sorgen hatte ich kaum, abgesehen davon, dass ich kurz vor der Abreise leicht angeschlagen war. Zum Glück sind durch die Krankenversicherung von Bupa, über die alle internationalen Studierenden der Bond University abgesichert sind, auch Arztbesuche total unkompliziert.
Ankunft und erste Eindrücke
Meine ersten Tage waren geprägt von ganz vielen neuen Eindrücken. Zuerst mein neues Zuhause, das ich mit meiner Uni-Freundin aus Deutschland teilte. Dann die Uni an sich mit dem großen Campus und den vielen neuen Leuten und auch die Natur, die Umgebung und das Wetter waren anders. Während in Deutschland noch Hochsommer herrschte, war in Australien noch Winter und tatsächlich waren die Nächte anfangs noch ganz schön kalt. Also nicht nur Sommersachen einpacken!
Doch das war längst nicht die einzige Umstellung. Schon bei meiner Ankunft fiel mir auf, dass es im Alltag einige Unterschiede gibt. Beispielsweise im Straßenverkehr, denn Autofahrer sind hier definitiv weniger rücksichtsvoll gegenüber Fußgängern, als ich es aus Deutschland gewohnt war. Dafür ist der öffentliche Nahverkehr in Robina sehr unkompliziert und anstatt ein Ticket zu kaufen, hält man beim Einsteigen einfach kurz seine Karte an das Lesegerät. Auch das Wohnen ist anders: Viele Viertel bestehen aus Gated Communities, die mit ihrem Look eher an Ferienresorts als an typische Nachbarschaften erinnern.
Generell ist das Stadtbild in Australien eher amerikanisch geprägt; es gibt riesige Malls, anstatt klassische Fußgängerzonen. An den Lebensrhythmus musste ich mich ebenfalls erst gewöhnen. Während Cafés schon bei Sonnenaufgang öffnen und der Strand bereits um 5 Uhr morgens voller Menschen ist, die Sport treiben, werden die Straßen ab 19 Uhr fast schon gespenstisch leer.
Auch die Tierwelt hielt einige Überraschungen bereit. Neben den oft gefürchteten australischen Tieren gibt es viele andere, ebenso interessante Bewohner. Während der Orientierungswoche lernte ich die ersten „unvergesslichen Locals“ kennen: Von riesigen Fledermäusen über Busch-Truthähnen bis hin zu den berüchtigten „Bin Chickens“, die immer einen Weg finden, einem das Essen zu stibitzen.
Studium im Ausland
Der Campus war definitiv mein Highlight denn er bot so viel mehr als meine überschaubare Hochschule in Deutschland. Neben einer großen Bibliothek gibt es ein modernes Sportzentrum und zahlreiche Cafés.
Meine Kurse waren überwiegend kreativ und hatten einen klaren Marketing-Fokus. Dabei musste ich ganz unterschiedliche Leistungen erbringen: Im Modul Content Creation habe ich alles von professioneller Fotografie über Videoschnitt bis hin zur Podcast-Produktion gelernt. In Sports PR entwickelte ich eine PR-Strategie, die ich am Ende einem „Kunden“ präsentierte und in Media Strategies haben wir im Team eine komplette Kampagne entworfen. Die Anforderungen sind anspruchsvoll, aber fair und gerade der starke Praxisbezug sorgt dafür, dass das Lernen wirklich Spaß macht. Die Dozenten waren jederzeit hilfsbereit und offen für Fragen, sodass man sich gut unterstützt gefühlt hat.
Nach den Vorlesungen bin ich oft in das Learning Center gegangen. Dort haben wir uns zusammengesetzt, um gemeinsam an unseren Projekten und Abgaben zu tüfteln. Das Beste daran war aber, dass es nach einer intensiven Lernsession für mich meistens direkt weiter zum Volleyball oder zu einer der vielen anderen Veranstaltungen auf dem Campus ging.
Alltag und Leben vor Ort
Ich hatte an vier Tagen pro Woche Vorlesungen, meist am Vormittag. Die Nachmittage habe ich oft am Strand verbracht oder gemeinsam mit anderen internationalen Studierenden Ausflüge unternommen und die Umgebung erkundet. Zuhause habe ich auch gerne am Pool entspannt, die Sonne genossen und dabei ein gutes Buch gelesen. Montags und dienstags bin ich außerdem regelmäßig zum Beachvolleyball gegangen, wo ich auch viele meiner Freunde kennengelernt habe.
Ansonsten war einer unserer absoluten Lieblingsorte Burleigh Heads. Viele Abende endeten damit, dass wir uns ein Frozen Yogurt bei Yo-Chi holten und uns damit auf den berühmten Hügel setzten, um den Sonnenuntergang über der Skyline zu beobachten. Auch abseits der Küste waren wir viel unterwegs, sind in dem Hinterland wandern gegangen oder haben ganz entspannt gemeinsam gegrillt.
Das Beste am gesamten Auslandssemester waren aber ohne Zweifel die Menschen. Da an der Bond University rund 40 % der Studierenden Internationals sind, ist die Atmosphäre unglaublich offen, und man schließt extrem schnell neue Freundschaften. Schon in der Orientation Week gab es jeden Tag Events, um sich zu vernetzen, und auch während des Semesters haben Uni-Partys und verschiedene Aktivitäten dafür gesorgt, dass man ständig neue Gesichter kennengelernt hat. Diese Freundschaften sind das, was die Zeit in Australien letztlich so unvergesslich macht.
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Reisen und besondere Erlebnisse
An den Wochenenden haben wir einige Ausflüge und kurze Trips unternommen. Von den entspannten Surfer-Vibes in Byron Bay bis hin zur wunderschönen Natur in Noosa war alles dabei. Vieles lässt sich super unkompliziert und günstig mit dem Greyhound Bus erreichen, was ich jedem nur empfehlen kann. Außerdem haben wir einen Städtetrip nach Melbourne unternommen, das mit seinem europäischen Flair, den vielen kleinen Cafés und den abwechslungsreichen Vierteln überzeugt.
Auch Brisbane ist definitiv einen Besuch wert und hat mir mit seiner Mischung aus modernem Stadtleben und entspannten Parks richtig gut gefallen.
Meine absoluten Highlights waren jedoch das Segeln in den Whitsundays, bei dem wir auch im Great Barrier Reef geschnorchelt sind und Silvester in Sydney direkt an der Oper zu feiern.
Diese Reisen haben mein Auslandssemester erst richtig abgerundet und mir gezeigt, wie vielfältig dieser Kontinent eigentlich ist.
Fazit
Insgesamt war das Semester in Australien eine der schönsten Zeiten meines Lebens, und ich kann es jedem wirklich weiterempfehlen. Die Gold Coast als Standort mit dem Mix aus Strand, Uni-Life und Abenteuer war für mich einfach unschlagbar. Doch ich glaube, im Endeffekt hat jedes Auslandssemester seine ganz eigenen Vorteile: Es wird dich immer weiterbringen, dich fordern und deinen Horizont erweitern.
Mein wichtigster Tipp an alle zukünftigen Bondies: Lasst euch voll und ganz auf das Abenteuer ein und seid offen für Neues. Und wenn ihr schon mal da seid: Vergesst nicht, die südliche Gold Coast zu entdecken – dort findet man einige der schönsten Ecken!
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