
© Simon C.
Takeover-Stipendiat Simon studiert im 8. Semester Jura an der FAU Erlangen-Nürnberg. Seinen Schwerpunkt hat er auf Internationales und Europäisches Recht gelegt – beste Voraussetzungen also für ein Auslandssemester. Seine Wahl fiel schließlich auf die renommierte University of California, Berkeley, mitten in der San Francisco Bay Area.
Wenn Simon nicht gerade in der Library büffelt, findet man ihn meistens beim Badminton oder auf dem Fahrrad. Vor allem für Radtouren bietet das kalifornische Wetter natürlich ideale Bedingungen – ein toller Ausgleich zum intensiven Unialltag.
Du möchtest Simon bei seinem Auslandssemester begleiten? Dann schau unbedingt auf unserem Instagram-Kanal vorbei. Dort teilen wir das ganze Semester über Updates und Eindrücke unserer Takeover-Stipendiat*innen. Vom 18. bis zum 22. März übernimmt Simon außerdem unseren Kanal und nimmt dich mit in seinen Studienalltag in Kalifornien.
Mehr über Simon erfährst du schon jetzt in seinem Steckbrief:
Steckbrief: Simon an der University of California, Berkeley
Wie bist du auf die Idee gekommen, ein Auslandssemester zu machen? Hast du bereits Auslandserfahrungen gemacht?
Während meines Studiums hatte ich mir ursprünglich fest vorgenommen, auf ein Auslandssemester zu verzichten – vor allem, da sich die Anrechnung von Leistungen in der Rechtswissenschaft oft schwierig gestaltet. Diesen internationalen Fokus habe ich zunächst über andere Projekte gesucht, wie die Teilnahme am Model United Nations, einem internationalen Moot Court und ein Praktikum in Brüssel. Doch je mehr Auslandserfahrung ich sammelte, desto stärker wuchs der Wunsch, auch den Studienalltag selbst in einem anderen Land zu erleben.
Den entscheidenden Impuls gab schließlich ein befreundeter wissenschaftlicher Mitarbeiter, der mich auf die UC Berkeley aufmerksam machte. Die Chance, an einer der weltweit renommiertesten Universitäten zu studieren, kombiniert mit der besonderen Atmosphäre der San Francisco Bay Area, gab letztlich den Ausschlag für meine Bewerbung.
Warum ist deine Wahl auf die UC Berkeley gefallen?
Die UC Berkeley ist nicht nur eine der renommiertesten Bildungseinrichtungen weltweit, sondern gilt zudem als die führende öffentliche Universität. Die Exzellenz ist auf dem gesamten Campus spürbar: Die historische Architektur, wie der berühmte Glockenturm „Campanile“, eingebettet in weitläufige Parkanlagen und Bäche, schafft eine inspirierende Lernumgebung. Besonders beeindruckt hat mich die Qualität der Lehre; die Professorinnen und Professoren zählen nicht nur zur Weltspitze ihres Fachs, sondern vermitteln die Inhalte auch mit spürbarer Leidenschaft. Dank der kleinen Kursgrößen von meist 10 bis 30 Personen entsteht ein intensiver Austausch.
Auch das soziale Umfeld ist einzigartig: Die Zusammenarbeit mit hochqualifizierten Kommilitonen ermöglicht ein unvergleichliches Netzwerk. Als eine der innovativsten Universitäten weltweit – belegt durch zahlreiche Nobelpreise und eine enorme Start-up-Dichte – bietet Berkeley eine Dynamik, die ansteckt. Abgerundet wird das Erlebnis durch exzellente Services wie das kostenlose Nahverkehrsticket für die Bay Area, erstklassige Sportanlagen und Sicherheitsdienste wie den Begleitservice am Abend. Für mich ist die Bay Area schlichtweg der ideale Ort für ein Auslandsstudium.
Was hast du bereits in den USA erlebt? Was hat dich überrascht?
Seit meiner Ankunft vor vier Wochen ist bereits unglaublich viel passiert. Besonders die „Welcome Week“ war ideal, um Kontakte zu knüpfen; daraus sind schon jetzt echte Freundschaften und viele gemeinsame Ausflüge entstanden. Wir haben bereits die Natur in den umliegenden Nationalparks erkundet, sind den berühmten Highway 1 entlanggefahren und haben Ausflüge nach Stanford, ins Silicon Valley sowie nach Palo Alto unternommen. Ein absolutes Highlight war zudem die Golden Gate Bridge bei Sonnenuntergang.
Was mich in Berkeley am meisten überrascht hat: Als Deutscher bin ich hier fast immer viel zu früh. Es gibt nämlich das inoffizielle Konzept der „Berkeley Time“. Das bedeutet, dass fast alle Veranstaltungen – egal ob Vorlesungen oder Freizeit-Events – grundsätzlich zehn Minuten nach der eigentlich geplanten Zeit beginnen. Wer also mit deutscher Pünktlichkeit schon zehn Minuten vor dem Termin erscheint, steht oft vor einem leeren Raum und zweifelt am Datum. Das ist mir in den ersten Tagen definitiv mehr als einmal passiert! 🙂
Was steht auf deiner Bucket List?
Hier ein Auszug meiner (mittlerweile viel zu langen) Bucket-List:
- Visit a Cal Bears Game
- Visit a UC Berkeley orchestra concert
- Climb up the campanile
- Spend Chinese New Year in San Francisco
- Ride a waymo (autonomous vehicle) in San Francisco
- Do skydiving
- Visit DJ Party at Golden Gate Bridge (current trend in SF)
- Visit Yosemite National Park
- Try the best tacos in the world in SFs’ “Taqeria”
Ein Auslandssemester bringt natürlich auch Herausforderungen mit sich. Welche Ziele hast du dir gesetzt, und welche Herausforderungen erwartest du?
Mein primäres Ziel für dieses Auslandssemester ist es, voll und ganz in den besonderen „Uni-Vibe“ vor Ort einzutauchen. Das Zugehörigkeitsgefühl zur eigenen Universität ist hier deutlich ausgeprägter als in Deutschland; sowohl Studierende als auch Professoren tragen stolz UC-Berkeley-Merchandise, und Vorlesungen enden oft mit dem motivierenden Motto des Football-Teams: „Go Bears!“.
Eine besondere Herausforderung stellte die Club-Kultur dar. Ich habe mich bei mehreren Student Clubs beworben und wurde glücklicherweise in zwei aufgenommen. Der Prozess ist jedoch extrem kompetitiv: Für die Aufnahme musste ich vier- bzw. fünfstufige Auswahlverfahren durchlaufen, was anfangs durchaus einschüchternd wirkte. Nun, da ich Teil dieser Gruppen bin, verstehe ich jedoch die hohe Nachfrage – die Dynamik und der Austausch innerhalb der Clubs sind hervorragend.
Eine weitere Umstellung ist das akademische System. In Berkeley herrscht nicht nur eine strikte Anwesenheitspflicht, die aktive Beteiligung macht oft bis zu 40 % der Gesamtnote aus. Zudem beginnt die Prüfungsphase hier nicht erst am Semesterende; die ersten Leistungsnachweise stehen bereits im März an. Wie es in der Einführungswoche so treffend hieß: „Doing everything at the end of the semester is just not how Berkeley works.“
Worauf können unsere Follower sich bei deinem Takeover freuen?
Ich freue mich schon sehr darauf, euch während des Takeovers in mein Auslandssemester mitzunehmen. Ihr könnt euch auf direkte Eindrücke vom Campus freuen – inklusive Blicken in die Hörsäle und die imposanten Bibliothekssäle. Außerdem zeige ich euch meine Lieblingsorte in San Francisco und der Bay Area und teile wertvolle Tipps für eure eigene Bewerbung sowie euren Aufenthalt an der UC Berkeley mit euch.
Du möchtest mehr über Simons Zeit an der UC Berkeley erfahren? Hier geht’s zu unserem Instagram-Profil.