Bewerbung
Der Bewerbungsprozess für mein Auslandssemester war überraschend unkompliziert. Nachdem ich College Contact kontaktiert hatte, wurde ich durchgehend professionell, schnell und transparent betreut. Bereits innerhalb einer Woche erhielt ich die Zusage der Universität, ganz ohne zusätzliche Aufnahmeprüfungen oder aufwendige Auswahlverfahren. Gerade im Vergleich zu anderen Auslandsoptionen empfand ich diesen Prozess als extrem stressfrei, was mir die Entscheidung zusätzlich erleichtert hat.
Unterkunft
Die größte Herausforderung stellte, wie in vielen Teilen Kaliforniens, eindeutig die Wohnungssuche dar. San Diego ist preislich anspruchsvoll, insbesondere in der Nähe des Campus. Da dies bereits mein zweites Auslandssemester vor Ort war, konnte ich diesmal von meinen vorherigen Erfahrungen profitieren. Am effektivsten erwies sich die Wohnungssuche über den Facebook Marketplace. Dort findet man nicht nur Zimmer in studentischen WGs, sondern auch viele Angebote, bei denen man ausschließlich mit amerikanischen Studierenden zusammenlebt. Das erleichtert den kulturellen Austausch enorm und hilft, schneller Anschluss zu finden.
Meiner Meinung nach ist es nahezu ein Muss, direkt am Campus zu wohnen. Das gesamte Studentenleben spielt sich dort ab und der Alltag wird deutlich einfacher. Zwar entscheiden sich viele Studierende dafür, in Pacific Beach zu leben, da sich dort zahlreiche Bars und Ausgehmöglichkeiten befinden, doch für mich überwiegen klar die Vorteile des Campuslebens. Besonders in San Diego, wo rund 30.000 Studierende in einer Art eigener Stadt zusammenleben, mit College Houses, Fraternity Houses und zahlreichen studentischen Einrichtungen, sollte man diese Erfahrung nicht verpassen.
San Diego
San Diego selbst ist eine unglaublich lebenswerte und vielseitige Stadt. Das einzige Thema, das man erwähnen sollte, ist die vergleichsweise hohe Zahl an Obdachlosen, insbesondere in bestimmten Stadtteilen. Solange man jedoch Downtown oder das Ende der Green Line eher meidet, bekommt man davon im Alltag kaum etwas mit. In den studentisch geprägten Gegenden rund um den Campus fühlt man sich sicher und kann das Leben in der Stadt unbeschwert genießen.
Was San Diego für mich besonders auszeichnet, sind die Menschen. Ich habe selten einen Ort erlebt, an dem die Menschen so offen, entspannt und freundlich sind. Smalltalk gehört hier zum Alltag, und auch längere Gespräche entstehen ganz natürlich. Wenn man sich bewusst nicht nur mit internationalen Studierenden umgibt, ist es überraschend einfach, Kontakte zu amerikanischen Studierenden zu knüpfen.
Freizeit & Reisen
Ein großer persönlicher Gewinn war für mich der Beitritt zum Beachvolleyball Club. Das sportliche Niveau ist, typisch für die USA, sehr hoch, aber gerade das macht den Reiz aus. Durch den Club findet man automatisch Freunde und hat die Möglichkeit, an spannenden Turnieren teilzunehmen, unter anderem gegen Universitäten wie UCLA oder Stanford. Ich kann jedem nur empfehlen, sich einem Sport- oder Freizeitclub anzuschließen, da dies einer der einfachsten Wege ist, sich schnell zu integrieren.
Der Campus selbst wirkt wie aus einem klassischen College-Film: weitläufig, grün und voller Leben. Auch das Party-Leben entspricht genau den Vorstellungen, die man aus Filmen kennt. Fraternity-Partys finden regelmäßig statt, und vor allem nachts ist rund um den Campus unglaublich viel los, hunderte Studierende sind unterwegs, feiern und genießen das Studentenleben.
Ein weiterer großer Vorteil von San Diego ist die perfekte Lage für Reisen. Die Stadt eignet sich ideal als Ausgangspunkt, um zahlreiche Nationalparks und Städte zu entdecken. Ich habe die Zeit genutzt, um durch große Teile Kaliforniens zu reisen und darüber hinaus einige der beeindruckendsten Nationalparks der USA zu besuchen, darunter Zion, Bryce Canyon, der Grand Canyon und der Antelope Canyon. Auch längere Reisen waren problemlos möglich, unter anderem nach Michigan, Boston und New York. Der Flughafen in San Diego ist hervorragend angebunden und bietet Verbindungen in nahezu alle Teile der USA. Selbst Flüge nach Hawaii sind, je nach Woche, bereits für rund 200 Euro erhältlich, was spontane Reisen während des Semesters besonders attraktiv macht.
Studium
Auch akademisch hat mich das Studium sehr überzeugt. In vielen Kursen ist Anwesenheit entweder verpflichtend oder macht etwa zehn Prozent der Gesamtnote aus. Gleichzeitig sind die Professorinnen und Professoren sehr verständnisvoll und offen für Kommunikation. Falls man einmal eine Veranstaltung verpasst, lässt sich in der Regel problemlos mit den Dozierenden sprechen und gemeinsam eine Lösung finden. Die Professoren sind fachlich äußerst kompetent, sehr renommiert und bringen oft langjährige Berufserfahrung aus der amerikanischen Industrie mit, was den Unterricht besonders praxisnah und interessant macht.
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Die Betreuung vor Ort war ebenfalls hervorragend organisiert. Ansprechpartnerin an der San Diego State University ist Miffy, mit der der Kontakt jederzeit extrem unkompliziert, schnell und sympathisch war sowohl per E-Mail als auch persönlich vor Ort. Fragen oder organisatorische Anliegen konnten immer zeitnah geklärt werden, was den gesamten Aufenthalt deutlich entspannter gemacht hat.
Fazit
Rückblickend bin ich überzeugt, dass es kaum einen besseren Ort gibt – nicht nur in den USA, sondern vielleicht sogar weltweit, um ein Auslandssemester oder auch ein vollständiges Studium zu absolvieren. Die Kombination aus akademischer Qualität, Campusleben, Freizeitmöglichkeiten und der einzigartigen Atmosphäre in San Diego ist aus meiner Sicht kaum zu übertreffen.
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