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International College of Liberal Arts
Erfahrungsbericht

von Paul S.

19
Jan.
2026

Informationen

Hochschule: International College of Liberal Arts
Stadt: Kōfu
Land: Japan
Studienrichtung: Economics
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 08/2025 bis 12/2025

Bewertungen

Hochschule:
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Studieninhalte:
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Studienbedingungen:
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Freizeit:
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Spaß:
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Fotos (10)

Im Rahmen meines Studiums Digital Business Management absolvierte ich ein Auslandssemester am International College of Liberal Arts (iCLA) in Kōfu, Japan. Mein Aufenthalt dauerte vier Monate (ein Semester) und wurde über College Contact organisiert. Rückblickend war dieses Semester sowohl akademisch als auch persönlich äußerst bereichernd und ermöglichte mir, tiefgehende Einblicke in eine andere Kultur, ein neues Hochschulsystem sowie den japanischen Alltag zu gewinnen.

 

Entscheidung für Japan und die iCLA

Meine Wahl fiel bewusst auf Japan, da ich mich schon lange für die japanische und allgemein asiatische Kultur interessiere und nicht nur kurz reisen, sondern für einen längeren Zeitraum im Land leben wollte. Zudem passt Japan sehr gut zu meinem Studiengang, da das Land in vielen Bereichen der Digitalisierung Deutschland voraus ist. Besonders spannend fand ich die teils sehr ausgeprägten kulturellen Unterschiede, weshalb ich mich bewusst gegen ein Auslandssemester in Europa entschied, und ein Land wählte, das sich kulturell stark von Deutschland unterscheidet.

 

Bewerbung und Vorbereitung über College Contact

Der Bewerbungsprozess über College Contact verlief insgesamt relativ unkompliziert und strukturiert. Nach der ersten Kontaktaufnahme erhielt ich verschiedene Formulare und detaillierte Anleitungen, die mich Schritt für Schritt durch den Prozess führten. Besonders positiv empfand ich die Möglichkeit, jederzeit Rückfragen stellen zu können – sowohl per E-Mail als auch telefonisch. Die Antworten erfolgten stets zeitnah und kompetent.

 

Die Dauer des Bewerbungsprozesses würde ich als mittel einstufen. Zeitlich aufwendiger waren vor allem die Bankdokumente, da diese frühzeitig und genau zum richtigen Zeitpunkt angefordert und eingereicht werden müssen. Insgesamt musste ich folgende Unterlagen einreichen: Notenübersichten, einen Sprachtest, ein Anschreiben, ein Referenzschreiben sowie entsprechende Banknachweise. Die Betreuung durch College Contact war während der gesamten Zeit sehr zuverlässig, und auch während des Semesters wurde regelmäßig nachgefragt, ob alles reibungslos verläuft.

Ankunft und Betreuung vor Ort

Nach meiner Ankunft in Kōfu fand eine Orientierungsphase statt, die aus mehreren Informationsveranstaltungen, Workshops und Kennenlern-Events bestand. Diese halfen sehr dabei, sich auf dem Campus zurechtzufinden und erste Kontakte zu knüpfen.

 

Vor Ort gibt es ein Admin Office, das unter der Woche besetzt ist und bei Fragen jeglicher Art unterstützt. Zwar sprechen nicht alle Mitarbeitenden Englisch, jedoch ist in der Regel immer jemand anwesend, mit dem eine Verständigung problemlos möglich ist. Größere organisatorische oder bürokratische Schwierigkeiten hatte ich zu Beginn nicht.

 

Studium und Kurse

Während meines Semesters belegte ich die folgenden Kurse: Introduction to Psychobiology, Introduction to Python Programming, Introduction to Political Science, Microeconomics, Financial Management sowie Konichiwa, einen einführenden Japanischkurs.

 

Der Lehrstil unterscheidet sich deutlich von deutschen Hochschulen. Pro Thema ist oft weniger Zeit eingeplant, wodurch der Eigenarbeitsaufwand steigt. Prüfungsleistungen setzen sich häufig aus Multiple-Choice-Tests, Präsentationen sowie Midterms und Finals zusammen. In einigen Kursen war es sogar erlaubt, ein doppelseitiges Spickzettelblatt mit in die Prüfung zu nehmen. Auffällig war zudem, dass die Vorlesungsfolien sehr umfangreich sind und teilweise mehr Informationen enthalten, als man es aus Deutschland kennt.

 

Der Arbeitsaufwand war insgesamt etwas höher als an meiner Heimathochschule, da Prüfungen kontinuierlich über das Semester verteilt stattfinden und nicht nur in einer zentralen Klausurenphase. Das akademische Niveau würde ich persönlich als leicht geringer als in Deutschland einschätzen, wobei dies stark von den gewählten Kursen abhängt. Zu Beginn werden häufig Grundlagen behandelt, was den Einstieg erleichtert; mit zunehmender Tiefe werden die Inhalte jedoch durchaus komplexer.

 

Campusleben und Internationalität

Der Campus der iCLA ist sehr gut ausgestattet. Es gibt eine Bibliothek, eine Mensa, Computerräume, Gruppen- und Einzelarbeitsplätze sowie Wohnheime, die sich direkt auf oder in unmittelbarer Nähe des Campus befinden.

 

Die Studierendenschaft ist sehr international. Neben vielen europäischen Studierenden waren auch Kommilitonen aus verschiedenen asiatischen Ländern sowie vereinzelt aus Amerika vertreten. Kontakte entstanden vor allem durch gemeinsame Kurse und geteilte Interessen.

 

Unterkunft und Lebenshaltungskosten

Als Austauschstudent ist man verpflichtet, im Studentenwohnheim zu wohnen, was die Unterkunftssuche deutlich vereinfacht. Die Wohnheime sind gut organisiert und bieten eine gute Möglichkeit, schnell andere Studierende kennenzulernen.

 

Ohne die bereits im Voraus gezahlten Kosten für Wohnheim, Studiengebühren und Mensa habe ich monatlich etwa 500 bis 1.000 Euro ausgegeben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ich an den Wochenenden häufig auf Reisen war.

 

Freizeit, Reisen und Kultur

Kōfu ist im Vergleich zu japanischen Metropolen deutlich ruhiger, wird jedoch abends und an Wochenenden lebendiger. Ich habe viele Reisen eigenständig organisiert. Tokio und Matsumoto sind etwa zwei Stunden entfernt, während ich für Kyoto und Osaka einen Nachtbus nutzte. Zusätzlich organisierte der Hiking Club der Hochschule gemeinsame Ausflüge, die eine sehr gute Möglichkeit boten, die Natur Japans kennenzulernen.

 

Besonders prägend war für mich die japanische Respekt- und Höflichkeitskultur. Die direkte Art, die man aus Deutschland kennt, kann in Japan schnell als unhöflich wahrgenommen werden. Auch Regeln im öffentlichen Raum – etwa im Zug oder beim Essen – spielen eine große Rolle und sollten unbedingt beachtet werden.

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Fazit sowie Do’s & Don’ts

Mein persönliches Highlight war die Möglichkeit, zahlreiche verschiedene Städte Japans zu besuchen. Ich habe meine Kurse bewusst so gelegt, dass ich einen freien Tag hatte und dadurch teilweise drei volle Tage pro Woche reisen konnte. Herausfordernd waren anfangs die komplexen Bahnhöfe und Zugsysteme, weshalb ich mehrfach Züge verpasst habe. Hier sollte man ausreichend Zeit einplanen und sich nicht stressen lassen.

 

Zukünftige Studierende sollten sich darauf einstellen, dass viele Japaner im Alltag nur wenig oder gar kein Englisch sprechen. Grundlegende Japanischkenntnisse oder die Bereitschaft, mit Übersetzungsapps und Geduld zu kommunizieren, erleichtern den Alltag erheblich. Zudem ist es ratsam, immer Bargeld dabeizuhaben, da Kartenzahlung nicht überall möglich ist. Die Städte sind oft sehr weitläufig, weshalb es sinnvoll ist, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Diese sind zuverlässig und gut ausgebaut; insbesondere in Großstädten ist ein Auto nicht notwendig. Darüber hinaus ist es wichtig, sich an die gesellschaftlichen Regeln und die zurückhaltende Kommunikationsweise anzupassen und die deutsche Direktheit zu reflektieren.

 

Insgesamt kann ich ein Auslandssemester an der iCLA in Kōfu uneingeschränkt empfehlen. Die Kombination aus Studium, kulturellen Erfahrungen, Reisen und persönlicher Weiterentwicklung machte diesen Aufenthalt zu einer einmaligen Erfahrung, die mich sowohl fachlich als auch menschlich nachhaltig geprägt hat.