23 Dez 2017
Hochschule des Monats

Studentin Nina Frühwirth live von der Griffith University Gold Coast

Blauer Himmel, Strand und Meer - Nina Frühwirth genießt ihr Auslandssemester an der Griffith University.

Morgens vor der Uni Delfine am Strand beobachten, mal eben einen Abstecher in die Metropolen Sydney oder Brisbane machen und im Alltag allerlei exotischen Tieren begegnen: Wer träumt nicht davon, besonders bei dem grauseligen Wetter momentan hier in Deutschland? Mit einem Auslandssemester am Gold Coast Campus der Griffith University, unserer Hochschule des Monats, erfüllt sich BWL-Studentin Nina Frühwirth diesen Wunsch. Wie es ihr dort bisher gefällt, berichtet sie uns live im Interview.

College Contact:
Du lebst ja jetzt quasi im Paradies. Laufen dir denn auf dem Campus auch mal ein paar exotische Tiere über den Weg?

Nina:
Ja, überall laufen hier diese Echsen rum, wie Bartagamen nur größer. Dann sitzen überall Kakadus und Papageien. Ab fünf Uhr fliegen Flughunde durch die Gegend und auf den Bäumen sitzt ab und zu ein süßes, flauschiges Possum. Viele Bush Turkeys habe ich gesehen, Truthähne, aber auch Delfine, gerade wenn ich ganz früh an den Strand gehe. Und Kängurus hüpfen zum Beispiel auf dem Golfplatz überall herum und leben dort.


College Contact:
Wow, das ist bestimmt ganz schön faszinierend! Fühlst du dich denn auch sonst an der Griffith University wohl? War der Einstieg in das Semester leicht?

Nina:
Ja, das war alles richtig gut. Ich bin erstmal zur Uni und habe da meinen Studentenausweis abgeholt, das war ganz unproblematisch. In der Orientation Week wurde uns total viel angeboten. Es gab eine International Networking Night, bei der ich die ganzen anderen Internationalen Studenten kennenlernen konnte. Dann gab es eine allgemeine Einführungsveranstaltung, wo uns alles erklärt und auch die einzelnen Institutionen der Uni vorgestellt wurden. Auf dem Campus gibt es zum Beispiel einen Security Service, der einen nach Hause begleitet, wenn man sich unsicher fühlt. Und dann konnte ich auch noch viele Veranstaltungen freiwillig besuchen, zum Beispiel darüber, wie man sein Geld managt oder wie man einen Nebenjob findet.

Für uns Internationals gibt es an der Griffith auch eine englische Sprachhilfe, zu denen wir mit unseren Assignments hingehen können und die uns helfen, Fehler zu finden und sie zu korrigieren. Was ich noch ganz cool finde, ist das Buddy Programm, bei dem man einen australischen Buddy bekommt, sich einmal die Woche trifft mit ihm und an der Uni kostenlos was zu trinken bekommt. Hier gibt es also immer jemanden, den ich bei Fragen oder Sorgen ansprechen kann.


Die faszinierende Tierwelt von Australien hat es Nina besonders angetan - wer hätte gedacht, dass dieses possierliche Kerlchen so zutraulich ist?

College Contact:
Welche Unterschiede hast du denn bisher zwischen deinem Studium in Deutschland und dem an der Griffith University festgestellt?

Nina:
Es ist hier auf jeden Fall verschulter. Wir haben Lectures, also Vorlesungen, und Workshops, die sind mit unseren Tutorien vergleichbar. In manchen Fächern gibt es auch Paar-Sessions, die werden von Studenten abgehalten, die in dem Kurs sehr gut abgeschnitten haben. Sie gehen mit einem noch mal Übungsblätter durch und üben mit ihnen auch für Quizze.

Außerdem sind die Prüfungsleistungen in Australien komplett anders. In Deutschland steht am Ende des Semesters in der Regel die Hauptklausur an. Doch hier bestehen die Prüfungen aus Quizzes, Reviews, Written Assignments und nur manchmal aus Final Exams. Ich musste aber auch in einem Fach zwei Hausarbeiten schreiben und dazu noch Onlinequizzes und Homework abgeben. Das muss ich dann jede Woche hochladen, es wird korrigiert und benotet. Also, es ist in Australien viel vielfältiger als in Deutschland, aber dadurch muss man hier immer mitarbeiten.


College Contact:
Und was liegt dir mehr, das deutsche oder das australische System?

Nina:
Das ist schwierig zu sagen, aber ich glaube, das australische ist sinnvoller. Man muss hier mehr dranbleiben. Dafür kommt mir das deutsche System aber mehr wie richtiges Studieren vor, so wie ich es mir immer vorgestellt habe. In Deutschland habe ich selbstständiger gearbeitet, in Australien wird man halt so ein bisschen durchs Studium geführt. Dafür ist es schon sehr schwierig, das zu versemmeln. Ich bekomme hier echt jede Woche Mails, wann ich was abzugeben habe, wann ich was hochladen muss und was wichtig ist. Und das ist in Deutschland fast gar nicht so, da ist man ganz auf sich alleine gestellt.


Auch landschaftlich ist die australische Ostküste atemberaubend. Spektakuläre Natur und Großstadtflair sind hier kein Widerspruch.

College Contact:
Von dem was ich so gelesen habe, legt die Griffith ja einen großen Wert auf Praxis und Employability. Als Student bekommt man die Möglichkeit, direkt an der Uni zu arbeiten. Hast du da irgendwas in Anspruch genommen?

Nina:
Ich selbst arbeite zwar nicht nebenbei, aber das geht auf jeden Fall und die Griffith unterstützt einen auch. Es gibt sogar eine eigene Abteilung in der Uni, ein Career Center, das zum Beispiel deinen ganzen Lebenslauf überprüft. Denen kannst du deine kompletten Bewerbungsunterlagen schicken und die schauen da drüber.

Außerdem können Studenten an der Uni für einen Lehrstuhl arbeiten, wie in Deutschland auch. Es gibt ein internes Unisystem, um Jobs in der Stadt zu finden und es gibt auch ein Internship Program, an dem nehme ich aber nicht teil. Stattdessen konnte ich sehr praxisorientierte Lehrveranstaltungen belegen, zum Beispiel Entrepreneurship, wo wir erst einen Elevator Pitch haben und daraus ein ganz neues Unternehmen, quasi also ein Startup gründen.


College Contact:
Wohnst du denn auf dem Campus oder in der Stadt?

Nina:
Also, die Uni hat zwar ein Uni Village, ein Studentenwohnheim, das wird aber nicht von der Uni direkt betrieben, sondern ist privatisiert. Ich selbst wohne so wie die meisten hier außerhalb, weil diese Zimmer viel günstiger sind als die Uniunterkünfte. Ich wohne in der Mitte zwischen Surfer’s Paradise und Southport, wo die Uni ist. Hier gibt es die G-Link, eine Straßenbahn, welche alle vier Minuten in der Rushhour und sonst alle sieben Minuten zwischen Surfers Paradise, Broadbeach und der Uni fährt. Mit der Bahn erreiche ich alles voll easy und unkompliziert und als Student zahle ich auch nur die Hälfte der normalen Preise. Daher kostet jede normale Fahrt einen Dollar im Durchschnitt.


College Contact:
Und wie war es eine Wohnung zu finden? War das entspannt oder doch kompliziert am Anfang?

Nina:
Nee, das war super entspannt! Ich war die ersten Tage hier im Hostel direkt in Surfers Paradise und hab mir auf Flatmates.com.au ein Profil erstellt. Dort konnte ich eingegeben, was ich suche, ob Houseshare, Flatshare oder Roomshare, und konnte die Orte angeben, wo ich hinmöchte. Dann haben mich ganz viele angeschrieben und ich konnte mir die Wohnungen oder Häuser ansehen. Nach drei Wohnungsbesichtigungen konnte ich fünf Tage später einziehen. Eine Wohnung zu finden, ist also sehr unkompliziert hier.


Wer neugierig ist, liegt mit einem Auslandssemester an der Griffith University goldrichtig - gibt es dort doch so unendlich viel zu entdecken!

College Contact:
Wie verbringst du deine Freizeit an der Gold Coast?

Nina:
Meistens am Strand, der ist ja nur 10 Minuten von meinem Zuhause entfernt. Aber auch sonst bietet die Gold Coast richtig viel. Wir haben ganz viele Inseln in der Nähe besucht, zum Beispiel Stradbroke und Moreton Island. Inlandsflüge sind auch sehr günstig, daher sind wir auch schon nach Sydney geflogen. Über unsere Ferien fahren wir nach Melbourne und dann drei Wochen lang Richtung Ostküste. In der Großstadt Brisbane ist man auch in einer Stunde und ansonsten einfach einen Mietwagen nehmen, dann ist man in einer Stunde auch in Byron Bay.


College-Contact:
Wie schön! Nächstes Jahr sind ja die Commonwealth Games in Gold Coast. Kriegst du da schon was mit, ist da schon groß Betrieb?

Nina:
Ich merke schon, dass hier alles auf Vordermann gebracht wird - es gibt gerade sehr viele Baustellen. Die Straßenbahn wird nochmal erweitert, die fährt dann weiter hoch Richtung Norden. Auch direkt an der Uni entsteht ein riesiges Dorf, ich weiß nicht, ob das dann für die Sportler ist oder für die Mitarbeiter. Da entstehen riesige Komplexe. Ich bekomme schon viel mit, es wird viel gebaut, umgebaut und erneuert.

College Contact:
Toll! Na, dann wünsche ich dir noch eine schöne Zeit an der Griffith University. Vielen Dank für das spannende Interview!


Habt ihr jetzt auch Lust auf ein Auslandssemester an der Griffith University im abenteuerlichen Australien bekommen? Dann meldet euch einfach bei unserer Studienberaterin Alice Bruns! Sie berät euch gerne kostenlos und unverbindlich zu den diversen Studienangeboten unserer Hochschule des Monats: Vom Auslandssemester über ein Academic Gap Year bis hin zu ganzen Bachelor- oder Masterstudiengängen ist alles dabei!