15 Jan
Erfahrungsbericht von Tobias Marc H.

California State University Fullerton


Stadt: Fullerton
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Psychologie
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 08/2017 bis 12/2017
Heimathochschule: Münster U

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Am 03.08.2017 ging es für mich von Düsseldorf über London nach Los Angeles um in mein Auslandssemester an der California State University Fullerton (CSUF) zu starten. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich im dritten Mastersemester meines Psychologiestudiums mit dem Schwerpunkt Personal- und Wirtschaftspsychologie. An der CSUF belegte ich die Kurse Cognitive Processes, Theories of Personality und Research Design. Der Prüfungszeitraum ging bis zum 17.12.2017, sodass ich kurz vor Weihnachten nach einem Zwischenstopp in New York wieder in Deutschland ankam.

Fullerton

Fullerton ist eine Stadt mit ca. 140,000 Einwohnern und liegt südöstlich von Los Angeles. Zum Zentrum von LA sind es 50 km. Da das Gebiet um Fullerton bis L.A. jedoch durchgehend besiedelt ist, hat man eher das Gefühl in einer riesigen, ausgedehnten Stadt zu leben. Allerdings entsprechen die 50 km Entfernung durchaus einer Autofahrt von bis zu zwei Stunden, da das Verkehrssystem in LA absolut katastrophal ist. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln braucht man sogar bis zu fünf Stunden. In Deutschland wäre die Strecke in einer guten halben Stunde machbar. Die auf dem ersten Blick lustige und auf dem zweiten Blick traurige Erklärung für dieses katastrophale Verkehrssystem ist, dass, als man angefangen hat in LA ein U-Bahnsystem aufzubauen, ein großer Autoindustriekonzern die gesamte U-Bahnindustrie in der Umgebung aufgekauft und anschließend eingestampft hat, um mehr Autos verkaufen zu können. Ansonsten ist Fullerton eine recht typische amerikanische Stadt in Kalifornien mit Palmen, durchgehend gutem Wetter und privaten Pools so weit wie das Auge reicht.

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California State University Fullerton

Die CSUF ist ein klassisches amerikanisches College, wie man es sich aus Film und Fernsehen vorstellt. Die Universität wurde 1957 gegründet und ist das zu Hause von 37,700 Titans, wie alle Studierenden dort genannt werden. Der Campus ist für europäische Verhältnisse gigantisch und mit großen Baseball-, Soccer- und Footballstadien ausgestattet. Es gibt zahlreiche Clubs, die für internationale Studierende offen sind und an denen man sich beteiligen kann. Selbst eine Bowlingbahn, Billardtische, Spielekonsolen und ein Fitnessstudio mit Pool stehen für Freistunden zwischen den Vorlesungen zur Verfügung. Die Studiengebühren sind mit ca. 5,000€ vergleichsweise gering.


Planung meines Auslandsvorhabens

Unterstützt wurde ich bei der Planung meines Auslandssemesters von der Organisation College Contact, die Auslandssemester für deutsche Studierende an zahlreichen Partneruniversitäten weltweit vermittelt. Auf der Internetseite findet man nicht nur alle Partneruniversitäten, sondern es lässt sich auch gezielt nach Ländern von Interesse suchen. Bei 180 Hochschulen in 30 Ländern ist die Wahrscheinlichkeit hoch, eine Universität zu finden, die zu den eigenen Vorstellungen passt. Die Beratung ist kostenlos und erfolgt, wenn man nicht gerade in Frankfurt wohnt, wo sich der neue Hauptsitz von College Contact befindet, größtenteils via E-Mail und Telefon. Die Ansprechpartner von College Contact haben viel Erfahrung mit der Organisation von Auslandssemestern und konnten nahezu alle meiner Fragen kompetent und innerhalb kürzester Zeit beantworten.

Was mir etwas gefehlt hat, war das Aussprechen von Empfehlungen, beispielsweise, was die Wahl einer Universität angeht. Aufgrund der zahlreichen betreuten Studierenden und deren Erfahrungsberichte sollte College Contact meiner Meinung nach schon in der Lage sein, eine Empfehlung, beispielsweise zwischen zwei Universitäten, auszusprechen. Ein weiterer Minuspunkt ist, dass die Angaben auf der Internetseite von College Contact nicht immer vollständig korrekt sind. Ich habe mich auf den Seiten von College Contact umfassend über die einzelnen Universitäten informiert und teilweise schon Bewerbungsunterlagen zusammengestellt, bevor ich dann feststellen musste, dass mein Studiengang für internationale Studierende an der jeweiligen Universität doch nicht angeboten wird und die Angaben auf der Homepage fehlerhaft waren. Daher sollte man mit einem Ansprechpartner von College Contact kurz klären, ob man sich mit seinem Studiengang tatsächlich bewerben kann, bevor man anfängt, Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen. Allerdings muss man auch bedenken, dass die selbständig und ohne jegliche Hilfe einer Organisation durchgeführte Recherche und Bewerbung an ausländischen Universitäten viel Zeit und auch die ein oder andere Enttäuschung mit sich bringen wird, sodass College Contact trotz kleinerer Schwächen für mich empfehlenswert ist.

College Contact vergibt übrigens auch Semesterstipendien über 1000€ für jeweils einen Bewerber aus einem Fachbereichsspektrum. Ich bin dort mit meiner Bewerbung leider nur auf dem zweiten Platz gelandet, allerdings halte ich die Chancen aufgrund der relativ geringen Anzahl an Bewerbungen für hoch mit einer Bewerbung Erfolg zu haben.


Planungschritte und Tipps

Langsam angefangen mit der Planung meines Auslandsvorhabens habe ich im Dezember 2016, also ca. acht Monate vor der letztendlichen Abreise nach LA. Nach einer Informationsveranstaltung von College Contact habe ich direkt Kontakt mit einer Beraterin aufgenommen.

Im Januar 2017 habe ich den DAAD-Sprachtest absolviert. Es ist wichtig, sich vorher zu informieren, welcher Sprachtest und welches Sprachlevel an der angestrebten Universität akzeptiert werden. In meinem Fall wurde ein DAAD-Sprachzertifikat auf C1-Level als Mindestanforderung von der CSUF vorgegeben. Der DAAD-Sprachtest ist empfehlenswert, da er an den meisten Universitäten kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr (in meinem Fall knapp 30€) abgelegt werden kann. Der TOEFL-Test ist zwar von mehr Universitäten anerkannt, allerdings meines Wissens auch fast um ein zehnfaches teurer. Sofern die Wunschuniversität im Ausland den DAAD-Test akzeptiert, würde ich diesen daher empfehlen.

Nachdem ich die positiven Ergebnisse meines Sprachtests übermittelt bekam, fing ich an, alle notwendigen Unterlagen für die Bewerbung an der CSUF zusammenzustellen. Da bei den meisten amerikanischen Universitäten Bewerbungsgebühren, die ab 300€ losgehen, erhoben werden, entschied ich mich, mich ausschließlich an der CSUF zu bewerben. Es wäre natürlich schön gewesen, ein zweites Eisen im Feuer gehabt zu haben, allerdings gehen laut College Contact die allermeisten Bewerbungen, sofern sie vollständig sind und den formalen Anforderungen genügen, auch durch.

Besondere Schwierigkeiten hat es mir gemacht, einen finanziellen Nachweis über 15,000$ aufzubringen, der belegen sollte, dass ich genügend finanzielle Rücklagen habe, um für ein Semester in den USA zu studieren. Dieser wurde von der CSUF gefordert, ist jedoch auch für die Visumsbewerbung hilfreich. Da ich selbst nicht genügend Rücklagen hatte, ging ich mit meinem Vater zu seiner Bank. Zunächst war man dort der Überzeugung, es sei nicht möglich, eine derartige Bescheinigung auszustellen. Erst recht nicht auf Englisch, wir seien hier ja schließlich in Deutschland. Das ist bei einer Bank, die in Deutschland die Worte Consumer Bank im Namen hat und mit dem Slogan BestCredit wirbt, schon recht verwunderlich. Nach ca. drei Wochen und insgesamt 120€ Bearbeitungsgebühren, habe ich die Bescheinigung dann doch noch erhalten können. Jedoch leider nicht wie angefordert in zweifacher Ausführung, sodass ich anschließend noch einen Notar mit einer Beglaubigung beauftragen musste. Später als gedacht aber noch in meiner persönlich gesetzten Deadline (Ende März), gab ich meine vollständigen Bewerbungsunterlagen am 31.03.2017 bei College Contact ab. Am 11.04.2017 erhielt ich dann auch schon die Zusage der CSUF. Mir wurde netterweise mitgeteilt, dass ich der allerletzte Bewerber war und der erste mit einer Zusage. Dennoch zeigt das Beispiel mit der Bank meines Vaters, dass bei der Organisation eines Auslandssemesters genügend Pufferzeit eingeplant werden sollte (und dass er seine Bank wechseln sollte). Acht Monate Vorlaufzeit sollten eine recht stressfreie Vorbereitung für ein Auslandssemester ermöglichen. Falls man schon spät dran sein sollte, halte ich es mit vier bis fünf Monaten Vorlaufzeit noch für machbar. Alles darunter dürfte sehr eng werden.

Anschließend habe ich mein Visum online beantragt und bin zu einem persönlichen Gespräch zur amerikanischen Botschaft in Frankfurt eingeladen worden. Dieses bestand jedoch im Wesentlichen aus den Fragen, ob ich ein oder zwei Semester bleibe und an welche Uni ich gehen werde.

Nachdem nun auch das Visum in trockenen Tüchern war, buchte ich ca. sechs Wochen im Voraus die Flüge in dem Reisebüro STA Travel. Die Beratung ist kompetent und die Preise auf Studierende ausgelegt. Da ich wenig Erfahrungen mit Langzeitflügen und auch ein Stopover in New York geplant hatte, legte ich Wert auf eine persönliche Beratung. Ich kann auf jeden Fall empfehlen einen Zwischenstopp zumindest auf einem der beiden Flüge einzulegen, sofern ausreichend Zeit dafür zur Verfügung steht. Die Preise für Flüge mit Zwischenaufenthalt sind kaum teurer und teilweise spart man sogar Geld.


Unterkunftssuche

Die Wohnungssuche bin ich von Deutschland aus angegangen. Sie stellte sich jedoch als recht schwierig heraus. Zunächst habe ich mich gegen das On-Campus-Housing und das University House entschieden. Beide Wohngelegenheiten sind Studentenwohnheime, die direkt von der CSUF angeboten werden und bieten die Möglichkeit auf dem Campus oder in unmittelbarer Nähe zu wohnen. Theoretisch wären diese Wohngelegenheiten perfekt geeignet gewesen, schlugen aber mit um die 1100-1200$ pro Monat für Zimmer zu buchen, dass man sich zusätzlich mit einem anderen Studierenden hätte teilen müssen. Letztlich hatte ich Glück in einer Facebookgruppe für Wohnungen in Fullerton und einen sehr netten Amerikaner namens James kennengelernt, der während meiner Zeit in Kalifornien zu meinem Gym-Buddy und guten Freund wurde. Er bot mir sein Apartment in dem Apartmentkomplex Homestead Apartments, welcher auch von der Uni empfohlen wurde, an. Letztlich hat das doch alles nicht so hingehauen, da James am selben Tag gefeuert und von seiner Freundin verlassen wurde, sodass er seine Wohnung selbst benötigte. Er hat mir dann aber trotzdem weiterhin geholfen und ich konnte im selben Komplex ein Apartment von Deutschland aus reservieren. Die Bezahlung war zunächst noch ein Problem, da internationale Kreditkarten nicht akzeptiert wurden aber letztlich hat alles noch geklappt. Ich teilte mir dieses Apartment mit meiner Freundin. Dennoch zahlten wir pro Person immer noch um die 900$ pro Monat für die Miete inklusive Internet, Wasser und Strom. Die Lebensmittelpreise sind im Übrigen ebenfalls sehr viel teurer in Kalifornien. Mit doppelten Preisen im Vergleich zu Deutschland sollte man da mindestens rechnen. Wenn man nach Kalifornien möchte, muss man sich also darauf einstellen, dass die Lebenshaltungskosten sehr teuer werden wird und dass die Förderung der Studienstiftung wahrscheinlich nicht alle Kosten abdecken kann.

Generell würde ich für die Wohnungssuche empfehlen, mindestens zwei Wochen vor Beginn der Orientierung anzureisen. Dies hat eine Reihe von Vorteilen. Zum ersten wird die Gefahr über den Tisch gezogen zu werden durch die Forderung vieler Vermieter, die erste Miete und Kaution schon von Deutschland aus zu überweisen, minimiert. Zum zweiten kann man sich von der Wohnung und Lage vor Ort persönlich überzeugen. Und drittens findet man so mehr und auch deutlich günstigere Angebote. Mit einiger Suche und einem Zimmer in einer WG halte ich es für realistisch, eine Bleibe für 550-650$ pro Monat zu finden.


Fachlicher Gewinn

In meinem ersten Masterjahr in meiner Heimatuniversität habe ich möglichst viele Kurse vorgezogen um Ärger mit Anerkennungsfragen zu vermeiden. Daher lasse ich mir nur einen meiner drei Kurse aus dem Ausland in Deutschland anrechnen. Die Anrechnung verlief allerdings recht problemlos, sodass es nicht zwingend notwendig ist, Kurse in Deutschland vorzuziehen, sofern man im Ausland äquivalente Kurse findet. Zumindest die Universität Münster scheint bei diesen Anrechnungsfragen auch sehr kulant zu sein. Wie bereits erwähnt, belegte ich die drei Kurse Cognitive Processes, Theories of Personality, und Research Design an der CSUF. Das Belegen von mindestens drei Kursen ist Vorrausetzung, um im Master als Vollzeitstudierender zu gelten und wichtig, um sein Visum zu behalten. Die von mir besuchten Kurse waren allesamt interessant und sowohl inhaltlich als auch vom Aufbau her recht verschieden von meinen Psychologiekursen in Deutschland.

Vom Kurstitel her betrachtet, habe ich alle drei Kurse so oder so ähnlich schon in Deutschland belegt. Daher war ich sehr überrascht welch verschiedene Inhalte gelehrt und wie verschieden die Fokusse in den beiden Ländern gesetzt werden. In Theories of Personality haben wir ausschließlich über Persönlichkeitstheorien aus dem 20. Jahrhundert gesprochen, die in Deutschland allenfalls als „historisch bedeutsam“ und am Rande erwähnt werden. In Cogntive Processes wurde die Lehre zu geschätzten 30-40% über Videovorträge aus dem Internet, die gemeinsam in dem Kurs geschaut wurden, durchgeführt. Research Design war mein didaktisch bester Kurs. Dort haben wir unter anderem mit der City of Fullerton zusammengearbeitet und Jugendliche in Betreuungsprogrammen nach der Schule über ihre Meinung zu diesen Angeboten befragt, um die Gründe für ein gesunkenes Interesse an diesen Programmen zu analysieren.

Der Einblick in ein amerikanisches College war sehr aufregend. Insbesondere bin ich glücklich, eine andere Perspektive auf die Psychologie kennengelernt zu haben. Dennoch ist die Lehre an der CSUF meiner Meinung nach insgesamt eher enttäuschend. Es gab jede Woche zahlreiche Leseaufgaben, Quizze und Aufsätze. Zudem wurden in jedem Seminarzwei bis drei Hausarbeiten und zusätzlich zwei bis drei Klausuren geschrieben. Während ich quantitativ fast schon überfordert war, war ich qualitativ eher unterfordert. Ein schönes Beispiel, welches die Lehrmethoden an der CSUF illustriert, ist, dass man in Theories of Personality Extrapunkte für die Endnote bekommen hat, wenn man bei einem kleinen Food Fest in der Klasse Essen mitgebracht hat. Bei selbstgemachtem Essen gab es noch mehr Punkte. Das wäre zumindest an meiner Heimatuniversität in Deutschland schwer denkbar. In einem anderen Kurs erhielt ich als Endbeurteilung ein A+ mit 103,5%, da ich in einer Klausur Extrapunkte bekam und sonst fast immer alle Punkte erhalten hatte.

Insgesamt war der Arbeitsaufwand hoch, jedoch war es deutlich einfacher als in Deutschland eine sehr gute Note auf eine Abgabe zu erhalten. Fachlich habe ich weniger von den konkret gelehrten Inhalten, sondern mehr von dem Metawissen, wie Psychologie in einem anderen Land gelehrt wird, profitiert. Auch die Verbesserung meiner Englischkenntnisse stufe ich als wichtigen fachlichen Gewinn ein. Nach einem Semester im Ausland bin ich kein Englischprofi, allerdings fällt es mir nun deutlich leichter, mich spontan und recht flüssig auf Englisch über diverse Themen zu unterhalten. Insbesondere das Lesen und Schreiben englischer Texte ist für mich nun merkbar einfacher und kostet kaum mehr mentalen Aufwand als bei deutschen Texten.


Besonderer Gewinn

Die Gewinne eines Auslandssemesters sind vielfältig und ich kann jedem nur empfehlen, die Chance mit einer Förderung von der Studienstiftung ins Ausland zu gehen, zu ergreifen. Der größte Gewinn, der am Ende steht, ist meiner Meinung nach die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit. Ich bin deutlich selbstbewusster geworden. Durch die gesamte Organisation, zahlreichen Anrufe und Nachfragen und die Notwendigkeit, sich in einer fremden Umgebung schnell zurecht zu finden, geriet ich in viele ungewohnte und teilweise auch unangenehme Situationen. Jedoch hat deren erfolgreiche Bewältigung zu einem Anstieg meines Selbstbewusstseins geführt. Beispielsweise scheinen nach den zahlreichen Präsentationen auf Englisch Präsentationen auf Deutsch nun kinderleicht. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die weltweiten Freundschaften, die man sich aufbaut, wie meine zu James. Es ist schön zu wissen, von nun an eine Anlaufstelle und einen Schlafplatz zu haben, sollte es mich eines Tages erneut nach Kalifornien verschlagen. Letztlich war es ein wesentlicher Grund für meine Entscheidung, dieses Auslandssemester zu machen, dass fast alle meiner Freunde, die im Ausland waren, von dieser Zeit sagten, es sei die beste ihres Lebens gewesen. Ich konnte schwer glauben, dass das tatsächlich bei so gut wie jedem der Fall gewesen sein sollte. Ich dachte mir, es könne doch auch genauso gut nach hinten losgehen. Jetzt, da ich hier zu Hause im kalten verregneten Deutschland bei meinen Eltern am Kamin sitze, reihe ich mich jedoch ein: Danke College Contact, danke Kalifornien, danke LA, danke Hollywood Hills, danke James – das war die geilste Zeit meines Lebens.