11 Jan
Erfahrungsbericht von N. N.

Dublin Business School

Stadt: Dublin
Land: Irland
Kontinent: Europa
Studienrichtung: Internationale BWL
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 09/2015 bis 12/2016

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Meine Entscheidung, das Auslandssemester in Irland zu machen, habe ich rückblickend gesehen nicht bereut. Insgesamt waren es tolle 3 Monate, in denen ich viele nette Leute getroffen habe und, trotz Uni, noch viel von der grünen Insel sehen konnte.

Die Bewerbung für die DBS gestaltete sich einfacher als gedacht. An College Contact habe ich alle notwendigen Unterlagen geschickt, wie z.B. Notenübersicht, Englischnachweis etc., die dann an die DBS weitergeleitet wurden. Einige Wochen später kam dann auch schon die Zusage von der DBS. Ich hab mich für das „Certificate in International Business“ entschieden, welches die Fächer International Marketing, Business Accounting, Business Communications, Multinational Business Practice, Multinational Business Project sowie ein Wahlfach (in meinem Fall Chinesisch) beinhaltete. Die Qualität der Kurse variierte durch die Professoren und den eigenen Wissensstand. International Marketing z.B. behandelte die absoluten Grundlagen des Marketings, was einige schon an der Heimatuni hatten, für die anderen jedoch komplett neu war. Insgesamt waren die Kurse jedoch interessant und die Notengebung fair.

Bezüglich der „Internationalität“ meiner Kurse war es schade, dass sich die Kurse fast ausschließlich aus Franzosen und Deutschen zusammensetzten. Dies hatte aber wohl mit dem „Certificate“ zu tun und war wohl nur in meiner Zeit so „extrem“. Bei einer freien Kurswahl sitzt man dann auch mit irischen, amerikanischen usw. Studenten in den Vorlesungen. Ich merkte jedoch schnell, dass das Englischlevel sehr unterschiedlich war und damit hat sich dann auch die Kommunikation mit anderen Studenten manchmal sehr schwierig gestaltet.

Durch die große Anzahl an angebotenen Societies (Football, Rugby, Basketball, Film usw.) lernt man jedoch auch viele andere Studenten kennen. Ich hatte mich z.B. für die Football Society angemeldet. Wir hatten teilw. 2x pro Woche Training, spielten in einer Uni-Liga und es gab auch Pokalspiele. Die Trainer studierten selbst an der DBS und waren sehr offen. Durch zahlreiche angebotene Fahrten zu den umliegenden Sehenswürdigkeiten sowie regelmäßige von der Uni organisierte Partys (z.B. Halloween) konnte man sich von dem Unistress ein bisschen ablenken. Freizeitmöglichkeiten waren also genug vorhanden. Die Organisation der Societies sowie der DBS generell ist gut. Auch wenn kleinere Probleme vorlagen, waren die Ansprechpartner immer sehr nett und haben sich umgehend darum gekümmert.

Die Gebäude der DBS liegen mitten in der Stadt. In sehr vielen Cafés, Restaurants und Pubs im direkten Umfeld findet man Mittagsdeals für Studenten, die im Vergleich zum hohen Preisniveau in der Stadt bezahlbar sind. Auch die Mensa bietet gutes Essen zu bezahlbaren Preisen an. Zum Ausgehen findet man mit der Zeit dann auch ein paar Studentenpubs bzw. Clubs, in denen die Preise sehr fair sind (z.B. Dicey’s Garden).

Generell sollte man jedoch etwas mehr Geld einkalkulieren, da besonders die Mieten in Dublin sehr hoch sind. Ich empfehle auch, sich schon vorher nach einer Wohnung umzuschauen. Wer kein Problem damit hat, 20-30 Min. in die Stadt zu fahren, dem empfehle ich eine Gastfamilie, da alle meiner Kommilitonen positive Erfahrungen damit gemacht haben und diese auch ein Stück weit günstiger sind. Ansonsten muss man im Innenstadtbereich mit ca. 500 Euro/Monat rechnen, wobei es hier natürlich auch Ausnahmen gibt. Man sollte sich jedoch auf einen insgesamt niedrigeren Wohnstandard einstellen. Viele hatten z.B. mit Schimmel zu kämpfen.

Obwohl ich viele Gruppenprojekte hatte und kleinere Hausarbeiten schreiben musste, kam die Zeit fürs Reisen nicht zu kurz. In der sog. Reading Week (Mitte des Semesters) hat man keine Vorlesungen und so konnte ich die Zeit für einen Roundtrip nutzen, um auch die anderen schönen Städte wie Cork oder Galway zu sehen. Das Wetter war erstaunlich lange sonnig und mild, sodass ich regelmäßig Ausflüge zum Meer unternehmen konnte. Die nur eine Std. entfernten Wicklow Mountains eigneten sich perfekt zum Wandern an sonnigen Tagen. Auch das kleine Örtchen Howth ist definitv ein Besuch wert. Durch ein bisschen geschickte Zeiteinteilung war das Reisen also kein Problem. Aber auch in Dublin lässt es sich sehr gut leben und bei schönem Wetter empfiehlt sich der Stephens Green Park als perfekte Möglichkeit zum Entspannen. Alle Sehenswürdigkeiten in der Stadt können bequem zu Fuß erreicht werden und öffentliche Nahverkehrsmittel müssen nur für weitere Strecken in adere Stadtteile genutzt werden.

Fazit

Ich kann jedem nur empfehlen ein Semester in Dublin zu verbringen. Obwohl ich manche Dinge aus Deutschland vermisst habe, war es für mich eine Stadt in der man es definitiv länger aushalten kann als „nur“ 3 Monate. Vor allem in Verbindung mit den richtigen Leuten von der Uni war es eine unvergessliche Zeit.