9 Jan
Erfahrungsbericht von Maximilian K.

California State University San Bernardino

Stadt: San Bernardino
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: BWL
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 09/2012 bis 12/2012

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Im Fall Quarter 2012 verbrachte ich ein Auslandssemester (-trimester) an der CSU San Bernardino. Es war wirklich eine klasse Zeit und ich hoffe ich kann dem ein oder anderen mit meinem Erfahrungsbericht helfen.

Bewerbungsprozess:

Dank College Contact lief der Bewerbungsprozess ohne Probleme ab. CC konnte mir einfach bei jedem Problem helfen und haben auf Emails prompt geantwortet. Vielen Dank nochmals! Als dann die Bewerbung an die Uni geschickt wurde, kam nach kurzer Zeit auch die Zusage und die Planung ging in die heiße Phase über.

Schon Fernweh bekommen?

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In Deutschland studiere ich Business Administration (BWL) und habe mir schon im Voraus sechs potentielle Kurse ausgesucht, da die Anrechnung mit dem Profs bzw. dem Prüfungsamt abgeklärt werden sollte und durch das Class Crashing in der US-Uni manchmal Wunschkurse schon voll sind. Ich habe 3 Kurse belegt und davon kam ich in 2 Wunschkurse und in einen meiner Alternativkurse. Generell bestand keine Anwesenheitspflicht, aber es gibt Extra-Credits für regelmäßige Anwesenheit (eigentlich gibt es Extra-Credits für fast alles, wenn man fleißig ist, dann ist 1,0 bis 1,7 machbar).

Die belegten Kurse waren:

  • Principles of Supply Chain Management (SCM 304 mit Farabod)
    • Vorlesungs-Stil
    • teils langweilig, teils wirklich interessant
    • Multiple Choice Tests (Midterm & Final)
    • mehrere Assignements
  • Marketing Plan & Strategy (MKTG 496 mit Hutchins)
    • Learning by doing
    • Gruppenarbeiten
    • Hausarbeiten und Präsentationen
    • keine Klausuren
  • Managing Across Borders (MGMT 405 mit Gupta)
    • super interessant!
    • interaktiver Unterricht in dem viel diskutiert wird
    • guter Professor mit interessanter Berufserfahrung
    • Projekt mit MBA Studenten einer renommierten indischen Business School
    • keine Klausuren, dafür 2 Präsentationen, eine Hausarbeit und mehrere Assignments

Insgesamt war ich mit meiner Kurswahl sehr zufrieden. Durch das amerikanische System in dem sich die Note aus vielen Teilnoten zusammensetzt bekommen die deutschen Studenten gewöhnlich bessere Noten als ihre Kommilitonen, da wir aus Deutschland gewohnt sind uns möglichst viel in kurzer Zeit (in der Klausurenphase) zu behalten. Der intellektuelle Anspruch war sehr unterschiedlich in den Kursen. SCM 304 ist ein Lower Division Kurs und ist demnach nicht allzu herausfordernd, wohin gegen
MKTG 496 schon etwas anspruchsvoller ist, da man sich den kompletten Stoff selbst erarbeiten muss und in kurzer Zeit zwei Hausarbeiten schreibt. MGMT 405 fand ich am besten, da der Professor ein anderes Lernsystem verwendet: Für jede Vorlesung soll ein Kapitel des Buches (Autor ist der Prof persönlich) erarbeitet werden und es werden dann online kleine Paragraphen (je 70 Wörter) dazu geschrieben, z.B. was findest du verwirrend, überraschend, erschreckend. Man sieht die Ausführungen der anderen und muss auch denen in einem Paragraphen (70 Wörter) das was sie als verwirrend empfangen erklären. Diese werden dann benotet, teilweise sehr streng. Zusätzlich musste man noch einen Artikel suchen, der mit dem Thema zu tun hat und die Verbindungen erklären. Durch das intensive Auseinandersetzen lernt man spielerisch und langfristig, jedoch ist es ziemlich nervig 2x die Woche mehrere Stunden daran zu sitzen, wenn man viel lieber auf eine College-Party oder an Strand gehen würde.
Falls zu den Kursen noch Fragen sein sollten, stehe ich gerne zur Verfügung (Mail an College-contact).


Wohnheim:

Ich hab das Quarter in den Dorms gewohnt (Arrowhead Village). Das ist ziemlich bequem, da man direkt am Campus wohnt, dafür ist der Preis relativ hoch. In den Dorms werden nur Schrank, Schreibtisch, Bett, Kommode gestellt. Rest ist zu besorgen wie Besteck, Geschirr, Schreibtischlampe, Kleiderbügel, Mikrowelle, Toaster, etc. (was aber alles für kleines Geld im Walmart zu erstehen ist). Ein Laundry-Room befindet sich direkt am Wohnheim, wo man günstig waschen kann. Auch mehrere Pools (3 Stück) sind in 5 Minuten zu Fuß zu erreichen, ein Pool hat ein 3 Meter und 1 Meter Brett und man kann gut Bahnen schwimmen, die anderen sind eher zum Abkühlen gedacht.
Man sollte sich auf jeden Fall überlegen ein Auto zu kaufen mit anderen Kommilitonen, falls kein Mitbewohner ein Auto hat, da das Einkaufen mit dem Bus ziemlich anstrengend ist, aber machbar!
Man sollte sich auch bewusst sein, dass im Wohnheim schätzungsweise 80% Asiaten sind (davon 70% Chinesen), ein paar Franzosen, Amerikaner, Kanadier, Deutsche und Süd- und Mittelamerikaner. Was für mich aber kein Problem war, da ich den Austausch auch gerade wegen dem kulturellen Austausch gemacht habe. In den Studentenwohnheimen herrscht absolutes Alkoholverbot, welches auch immer überprüft wird. Das bedeutet, wenn man abends mal ein Bierchen in seinem Zimmer trinkt ist das kein Problem. Wenn man aber eine Party feiert mit 10 Personen freitagnachts und laute Musik ist, wird es schnell an der Tür klopfen und dann gibt es Ärger. Es kommt nicht zum Rausschmiss, aber spätestens nach dem 2./3. Vorfall wird es ernst, sagte man mir. Ich hab es nicht so weit kommen lassen. Es gibt eine Bar, die mit dem Taxi ($10 eine Fahrt) oder dem Auto erreichbar ist.


Reisen:

Das Beste an California ist, dass es ziemlich viel zu sehen gibt und es auch in der Nähe von anderen interessanten Staaten liegt. Deswegen sollten so einige Sachen auf der Liste stehen. Ich bin eher weniger an Museen und Sehenswürdigkeiten interessiert, sondern wollte schöne Orte/Strände sehen. Es gibt auch zahlreise Outlet-Malls in der näheren Umgebung und Mietwagen sind erschwinglich (ca. $60 am Tag) und das Benzin ist sowieso billig.

  • Strände
    • Santa Monica, Venice, Huntington Beach, San Diego
  • Städte
    • Santa Monica, Venice, San Diego, San Francisco, Las Vegas!, Santa Barbara
  • Sonstiges
    • Six Flags Magic Mountain
    • Grand Canyon West
    • Outlet Malls (Ontario Mills, Desert Hills)

Das ist nur ein kleiner Auszug, es gibt noch so viel mehr zu sehen. Los Angeles an sich ist ziemlich hässlich und die meistens Touristenattraktionen sind nach 10 Minuten langweilig, wie z.B. Beverly Hills, Hollywood, Bel Air, Downtown, … aber wenn ihr genug Zeit habt und mobil seid, solltet ihr auf jeden Fall mal einen Blick riskieren.


Uni:

Zur Uni selbst gibt es zu sagen, dass es ein relativ großer Campus ist. In der Mitte gibt es eine Foodcorner, wo es diverse Essensmöglichkeiten gibt (Subs, Pizzahut, Dennys, Mexikanisch, …) und natürlich auch ein Starbucks, der immer voll ist. Die Uni hat auch ein neues und gut ausgestattetes Fitnessstudio, die immer super Angebote am Wochenende haben, wie Surfen, Klettern, Übernachten in Death Valley, Kanu fahren in Santa Barbara, … . Wie oben schon genannt gibt es auch mehrere Pools auf dem Uni Gelände. Die Uni hat ihre eigene Polizei und es gibt auch eine Art Security, die auf dem Campus patroullieren.


Party:

Da auf dem Campus Alkoholverbot besteht finden nur selten Partys dort statt. Meist nur spontane, ruhigere Partys. Jedoch beginnen nach der 2. Uni Woche die ganzen Freternity und Sorority Partys (Brüder- und Schwesterschaften), die zahlreich vertreten sind. Diese Partys sind meist in der näheren Umgebung (5km) und beginnen um 22 Uhr und werden in der Regel um 1 von der Polizei aufgelöst, falls dies nicht passiert gehen sie bis keiner mehr kann. Das Rustic Inn ist eine Bar in San Bernardino, welche zu Fuß (30 Minuten) oder mit dem Taxi ($10 eine Fahrt) oder per Auto gut zu erreichen ist. Dort gibt es dienstags Specials wie jedes Bier $2. An dem Tag findet man auch die meisten Studenten dort.
Der beste Ort für Party ist natürlich Las Vegas, wo man mindestens einmal für ein Wochenende hinfahren sollte. Es ist sehr teuer, aber es lohnt sich. Zu empfehlen ist auch San Diego oder Los Angeles. In LA hab ich gehört, dass Hollywood eine gute Adresse sein soll zum Feiern, war jedoch selbst nicht dort.