25 Jan
Erfahrungsbericht von Martin S.

University of California Riverside


Stadt: Riverside
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Maschinenbau
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 09/2017 bis 12/2017
Heimathochschule: Duisburg-Essen U

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Hallo Zusammen,

wenn ihr diesen Text lest, spielt ihr vermutlich mit dem Gedanken ein Auslandssemester an der UC Riverside zu verbringen. Das Wichtigste zuerst: Dies ist eine sehr gute Idee, ich kann es nur weiterempfehlen! Im Folgenden möchte ich euch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen und eventuell den ein oder anderen Tipp geben, der euch eurer Entscheidung und/oder Vorbereitung erleichtern soll.

Vor der Abreise

Nachdem ich mich dafür entschieden habe in die USA zu gehen, stand die Auswahl der passenden Universität an. Dies war in meinem Fall der zeitintensivste Part meiner Vorbereitung, was aber daran liegt, dass ich mich in meinem Masterstudium befinde und daher nach recht speziellen Kursen gesucht habe. Dies solltet ihr je nach Studienfortschritt einplanen, auch dass manche amerikanische Universitäten die Aufnahme von Masterstudenten in ihrem Programm ausschließen. Die anschließende Bewerbung, Visabeantragung etc. sind ebenfalls recht zeitaufwändig, ihr bekommt allerdings von College Contact eine Checkliste, welche euch an die Hand nimmt und durch diesen Prozess führt.

Was ihr ebenfalls vor der Abreise klären solltet ist eure Unterkunft sowie der Transfer vom Flughafen nach Riverside. Ich bin alleine gereist und habe mich vom Pick-Up-Service der Universität abholen lassen, was sehr gut geklappt hat, allerdings mit $100 nicht grade günstig ist. Falls ihr alleine reist, ist dies meiner Meinung nach trotzdem die beste Möglichkeit, da der Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln (falls ihr es noch nicht wisst: Diese sind in den USA quasi nicht existent) 4 h dauert und glaubt mir, das ist das letzte was ihr nach so einem langen Flug wollt. Falls ihr mit Mehreren reisen solltet, würde ich definitiv empfehlen ein Auto zu mieten oder ein Uber zu rufen, was normalerweise auch 90-100 Dollar kostet ihr aber diesen Preis dann teilen könnt.

Dazu sei gesagt: Uber und Lyft (das gleiche Konzept nur andere App) sind der Wahnsinn. Da es - wie gesagt - kaum Busse oder Züge gibt, sind wir ständig mit Uber unterwegs gewesen. Diese sind deutlich günstiger als Taxis und meistens sehr schnell da. Reguläre Taxis benutzt in den USA außerhalb großer Städte eigentlich niemand mehr.

Was die Unterkunft angeht, kann ich ohne Wenn und Aber das Sterling Highlander empfehlen. Das Leben hier war das eigentliche Highlight meines Aufenthaltes. Falls ihr nur ein Quater hier seid, bemüht euch früh um ein Zimmer da die Kurzzeitverträge stets relativ schnell weg sind.

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Die ersten Wochen

Ich bin zwei Wochen vor Studienbeginn in Riverside angekommen. Die erste Nacht habe im Motel 6 an der University Ave geschlafen, da mein Apartment erst am nächsten Tag einzugsfertig war. Das Motel kann ich soweit weiterempfehlen falls euer Apartment in Universitätsnähe ist, es gibt genug Fast Food und auch einen 7/11 in der Nähe. Rechnet allerdings auch damit, dass es in der Gegend relativ viele Obdachlose gibt, was grade am Anfang etwas verstörend sein kann.

Ich habe mit vier Amerikanern zusammengewohnt. Für den gesamten Aufenthalt war dies natürlich optimal, da man so direkt mit Einheimischen in Kontakt kommt und die Jungs auch sehr nett waren. Andererseits haben diese dort natürlich schon ein Leben etc., was dazu führte, dass ich in den ersten zwei Tagen die Umgebung auf eigene Faust erkundet habe. Aber, und das ist das tolle am Leben im Sterling: Es ist unglaublich leicht neue Leute kennen zu lernen. Setzt euch einfach an den Pool und quatscht die Leute an, der Rest ergibt sich. Nach einer Woche waren wir eine Gruppe von über 50 Leuten (hauptsächlich Internationale, aber auch viele Amerikaner dabei), sodass jeden Tag etwas los war. In den ersten Uniwochen haben wir dann noch weitere Leute aus anderen Wohnheimen kennen gelernt, die aufgrund unseres Pools auch die meiste Zeit im Sterling verbracht haben.


Das Semester

An der UCR kann man zwischen Extension und Main Campus Kursen wählen. Extension Kurse sind eine Art Abendschule, an welchen neben den Austauschstudenten fast nur im Beruf stehende Amerikaner teilnehmen.

Grob lässt sich sagen: Willst du viel Freizeit nimm Extensionkurse, willst du etwas lernen besuch die Kurse am Main Campus. Meiner Erfahrung nach und der Erfahrung aller, mit denen ich zu tun hatte, sind die Extensionkurse (welche hauptsächlich abends stattfinden) wirklich nicht anspruchsvoll. Natürlich hat Freizeit etwas für sich, ich empfehle jedoch (so habe ich es auch gemacht) mindestens einen Kurs am Main Campus zu belegen. Sind die Extensionkurse eher wie eine deutsche Schulstunde aufgezogen, bekommt man am Main Campus die volle College Erfahrung. Besonders die offenen Diskussionen mit den Professoren habe ich als sehr angenehm empfunden. Durch Midterms, Hausaufgaben etc. ist man unter der Woche zwar gut beschäftigt, aber die Arbeitsbelastung ist durchaus zu bewältigen.

Noch ein Tipp: Besonders wenn ihr an einer Abschlussarbeit/PhD im Anschluss in den USA interessiert seid, lohnt es sich etwas Mehraufwand zu investieren. Da einen die Professoren in den kleineren Kursen persönlich kennen, ist es nichts ungewöhnliches, dass diese einen nach der Vorlesung ansprechen, ob man Interesse an einer entsprechenden Forschungsarbeit hat.

Was das Leben neben der Uni angeht: Da Riverside relativ zentral liegt, sind Tagesausflüge nach LA oder San Diego am Wochenende entspannt möglich. Auch zum Strand ist es nicht sonderlich weit, Huntington Beach liegt ca. 45 Autominuten entfernt. Für Naturfreunde ist der Joshua Tree Nationalpark nebenan zu empfehlen, wer es etwas wilder mag fährt knapp 4 h nach Las Vegas.


Fazit

Auch wenn das Studieren an der UCR für amerikanische Verhältnisse günstig ist: Ein Auslandssemester in den USA ist teuer! Falls ihr euch jedoch für das Land interessiert und den American Way of Life kennen lernen wollt, ist es jeden Penny wert. Ihr werdet eine unvergessliche Zeit erleben und viel für euch persönlich daraus mitnehmen!

Ich kann die UCR durchweg weiterempfehlen: Das System an der Uni ist zwar teilweise kompliziert, euch steht jedoch stets freundliche Hilfe zur Verfügung. Ich rate dringend dazu sich frühzeitig ein Zimmer im Sterling Highlander zu sichern. Falls ihr keines bekommt, würde ich in eines der anderen Wohnheime in Uninähe gehen, Homestay Studenten haben mir erzählt, dass es sehr schwierig für sie war am sozialen Studentenleben teilzunehmen.

Wenn ihr den langen Weg in die USA antretet, solltet ihr die Möglichkeit nutzen und vor oder nach dem Semester einige Tage zu reisen. Besonders an der Westküste gibt es einige unglaublich schöne Nationalparks, welche alle mit dem Auto zu erreichen sind
Meine Empfehlungen:

  • Grand Canyon
  • Lake Powell
  • Bryce Canyon
  • Zion Canyon
  • Yosemite

Auch Las Vegas ist definitiv einen Besuch wert, ein Wochenende (ein Tag Strip, ein Tag Old Strip) reicht dafür jedoch völlig. Falls ihr vorhabt nach San Francisco zu fahren, unbedingt so schnell wie möglich Karten für Alcatraz besorgen! Die Tour zu dieser Gefängnisinsel war mit Abstand mein Highlight in San Francisco.

Ich hoffe, ich konnte euch durch meinen Bericht helfen ein Bild von einem Aufenthalt an der UCR zu bekommen. Viel Spaß bei eurer Planung, und auch wenn diese nervig ist: Es ist es verdammt noch mal wert!

Zum Schluss möchte ich mich bei College Contact für die fantastische und vor allem unheimlich freundliche Unterstützung bedanken, welche ich während der Planung meines Aufenthaltes bekommen habe. Ohne euch wäre diese Erfahrung für mich nie zustande gekommen!