26 Sep
Erfahrungsbericht von Louis S.

California State University East Bay


Stadt: Hayward
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studienrichtung: Ingenieurwissenschaften
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 03/2017 bis 06/2017
Heimathochschule: Würzburg-Schweinfurt FH

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Wieso CSUEB

Ich habe mich für die California State University East Bay entschieden, da es hier ein Quarter-System gibt. An vielen Universitäten gibt es ein Semester-System. Diese fielen alle schon im Vorfeld weg, da Semesterstart an fast allen Unis Anfang Februar ist, ich selber in Deutschland aber bis Mitte Februar Klausuren schreibe. Der zweite Ausschlaggebende Grund für die CSUEB ist die Lage. In ca. 35 Minuten mit der „Bart“ steht man mitten in einer der schönsten Städte der Welt, San Francisco im schönen Kalifornien.

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Zum Anfang/Bewerbung

Ich habe ca. ein Jahr vor Studienbeginn in den USA mit den Vorbereitungen begonnen. Nach kurzer Recherche bin ich auf „College Contact“ gestoßen. Nachdem ich mich von den Mitarbeiterinnen habe beraten lassen, schickte ich ca. ein dreiviertel Jahr vor dem Studienbeginn meine Bewerbung an College Contact, die diese dann nach Überprüfung an die Universität in den USA schickten. Ich hatte mich auf das Spring-Quarter in Hayward beworben, wo ich Open University Kurse belegen wollte. Diese werden vom „American Language Programm“ betreut, da diese alle ausländischen Studenten betreuen.


Zur Bewerbung Selber

Die Bewerbung besteht aus mehreren Dokumenten, wobei man nur für den Sprachtest effektiv etwas Vorbereitung braucht. Man hat hierfür die Möglichkeit aus TOEFL, IELTS oder dem DAAD-Sprachzertifikat zu wählen. Das DAAD-Zertifikat ist in vielen Hochschulen möglich zu absolvieren. Ich zum Beispiel habe es an meiner Hochschule absolviert, da es die einfachste Variante ist. Es muss nur ein Speaking-, Reading-, Writing- und Listening- Test absolviert werden, welcher mit einem Mindestlevel von B2 abgeschlossen werden muss. Die restlichen Dokumente wie z.B. ein Geldüberblick, Notenauskunft usw. sind kein großer Aufwand.

Die Zusage erhielt ich dann sofort einige Wochen später mit einer beigelegten Information über Kreditkarten, eine Wegbeschreibung vom Flughafen zur Universität in Hayward, einer Housing Application für das On-Campus wohnen und einer Checkliste von College Contact mit wichtigen Aufgaben, die man vor Beginn des Auslandsaufenthaltes abarbeiten musste. College Contact hat alle wichtigen organisatorischen Meilensteine im Vorfeld in der Checkliste aufgelistet (z.B. Visum, Impfpass, usw.)

An der Universität selber gab es ein „Open University enrollment“, wobei man am ersten Vorlesungstag in die Klasse geht, den Prof. fragt ob Platz in der Vorlesung ist und sich dann die entscheidende Unterschrift vom Prof. abholt.


Zur Unterkunft

Wir haben uns mit mehreren Personen im Vorfeld mithilfe von College Contact zusammengetan, um uns so zusammen ein Apartment zu suchen, da wir nicht auf dem Campus leben wollten. Auf dem Campus wären wir im International Haus gelandet. Die Apartment Suche gestaltete sich schwieriger wie gedacht, so benötigte es viele Anrufe, um mit den Vermietern auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, da man im Vorfeld angeben musste, wie lange man in dem Apartment leben möchte und dementsprechend mehr zahlt. Das nächste Problem war, dass man in Amerika Wohnungen nur kurz vorher mieten kann, weshalb wir lange gezittert haben bis wir endgültig das Apartment sicher hatten. Das nächste Problem war, dass wir uns selber vor Ort noch um Strom- und Wasser-Anbieter kümmern mussten, was sich als schwieriger wie gedacht rausstellte. Wir sind in die City Centre Apartments gezogen, die in Hayward downtown, an der Bart und an einem Supermarkt liegen. Von hier aus fuhren wir 35 Minuten nach San Francisco und ca. 15 Minuten mit einem Shuttlebus zur Universität. Die Anlage besitzt ein kleines Fitnessstudio, einen Pool, einen Whirlpool und ist eingezäunt, was ein Stück Sicherheit ausstrahlt.


Studium/gewählte Kurse

Wie bereits beschrieben, wollte ich Open University Kurse belegen. Hier kam der Schock!!! Zwei Kurse die Online angeboten werden, wurden vor Ort nicht mehr angeboten, was blöd gelaufen ist, da ich in Deutschland an meiner Universität alle Kurse im Vorfeld genehmigen lassen muss. In den dritten Kurs, den ich belegen wollte, konnte ich nicht, da dieser ein Graduate Kurs ist. Und mir laut CSUEB viele Vorkenntnisse fehlten, was aber eigentlich nicht wirklich als Grund zählt, da ich an meiner Heimatuniversität Kurse mit ähnlichem Inhalt bereits belegt hatte. Also unter dem Strich konnte ich keinen Kurs belegen, den ich mir im Vorfeld ausgesucht habe.

Nach reichlicher Überlegung habe ich mich dafür entschieden, die sog. „International Business Diploma“ Kurse zu belegen, welche zwar in die völlig andere Richtung gehen wie mein eigentliches Studium, aber ich wollte die Zeit in Kalifornien genießen und trotzdem etwas sinnvolles machen.

Für die Zukunft kann ich nur jedem empfehlen sich vorher genauestens zu informieren, welche Kurse in dem jeweiligen Semester angeboten werden!!! Bei mir standen viele Kurse Online, unter anderem auch diese, die ich ausgesucht habe. Letzt endlich wurden von den ursprünglich ca. 30 Kursen lediglich 10 Kurse in dem Quarter angeboten.

Die International Business Diploma Kurse waren etwas komplett Neues für mich. Zum einem, wie in Amerika üblich, hatte man überschaubare Klassengrößen (bis zu 20 Leuten), die „andere“ Benotungssysteme, was heißt dass man nur ca. 55% durch Midterm und Finalterm der Gesamtnote erreicht. Die restlichen 45% erhält man mit Anwesenheit, Präsentationen und die Beteiligung an der Vorlesung. Mit diesem System erreicht man, dass alle Studenten, die anwesend sind, immer am Ball sind.


Betreuung

Betreut wurden wir vom ALP – American Language Programm. Diese haben am Anfang die Begrüßung geleitet und uns willkommen geheißen. Wir hatten dort eine dauerhafte Ansprechpartnerin, auf die wir immer zugehen konnten und die uns immer alle Fragen beantwortet hat. Sie haben uns zu Beginn den Campus gezeigt, aber auch einen Test über sexuellen Missbrauch und den Alkoholgenuss beantworten lassen, den wir bestehen mussten, um studieren zu dürfen.

Das ALP organisierte jeden Mittwoch ein Mittagessen, das für uns Auslandsstudenten kostenlos war. Sie organisierten auch mehrere Ausflüge wie z.B. nach Santa Cruz, Point Reyes oder eines der bekanntesten Festivals in San Francisco.


Campus und Umgebung

Der Campus ist ziemlich weitläufig mit vielen Grünflächen, was bei dem schönen Wetter in Kalifornien ein absoluter Traum ist. Die Universität besitzt eine riesige Bibliothek mit fast jedem Fachbuch, das man sich vorstellen kann, vielen Lernmöglichkeiten, Computer sowie auch mehrere Drucker an denen man für wenige Cents Kopien und Ausdrucke erledigen kann. Typisch Amerika gibt es am Campus auch viele Essensmöglichkeiten. So findet sich hier ein eigener Starbucks, Panda Express, Pizza Hut, Subway, Tacco Bell, Go Greens und noch vieles mehr, so kommt kein Hunger zu kurz. Des Weiteren findet man auf dem Campus einen Bookstore, um sich entweder Campus Kleidung aber auch notwendiges Lehrmaterial zu kaufen.


Hayward liegt in mitten der Bay Area, die wahrscheinlich schönste Umgebung in den USA. Wir hatten quasi jedes Wochenende ein schönes Ausflugsziel. Wir waren so zum Beispiel im Süden, d.h. San Jose, Silicon Valley und auch dem weltbekannten Stanford Campus. Im Norden schauten wir uns Tiburon, Sau Salitos, Angel- Island sowie Berkley an. Hierfür ist es das einfachste, sich für ein oder zwei Tage ein Auto zu mieten, da man so am unabhängigsten ist und überall hinfahren kann wo man will.

Man kommt mit der Bart in nur kurze Zeit nach San Francisco, wo wir viel Zeit verbrachten, sei es bei den Hotspots, wie dem Fischerman´s wharf oder der Lombard Street. Genauso gut kann man einfach den Tag in einem der zahlreichen Parks genießen und in einer der zahlreichen Bars ausklingen lassen.

Ein anderes gutes Ziel sind Sportevents, so waren wir zum Beispiel bei der NBA, da die Golden State Warriors nur wenige Minuten mit der Bart von uns weg waren. (Sie haben auch den Titel gewonnen J ), beim Baseball und beim Fußball in San Jose. Schade ist nur, dass im Spring kein Football ist, aber nichts desto trotz war es cool mal die Stimmung live zu sehen.


Im Anschluss habe ich noch einen Roadtrip mit Freunden gemacht, wir waren 4,5 Wochen mit dem Mietwagen unterwegs. Unser erstes Ziel war Eureka an der Grenze zu Oregon, wo wir uns den Redwood National Park angeschaut haben. Anschließend ging es weiter Richtung Lake Shasta und den Burney Falls, wo wir auch ein paar Tage Halt machten, bevor wir Richtung Yosemite National Park fuhren, den meiner Meinung nach schönsten National Park den wir besuchten. Hier kann man viele Trails laufen und die richtig schöne Aussicht genießen. Anschließend fuhren wir nach Big Sur zurück an die Küste und von dort aus über Umwegen nach Santa Monika, da der Highway 1 wegen Schäden gesperrt war. Anschließend verbrachten wir mehrere Tage in Santa Monika, Santa Barbara, Malibu und Los Angeles was echt schön war. Anschließend fuhren wir nach Arizona zum Antelope Canyon, Bryce Canyon und Zion National Park. Von dort aus ging unsere Reise weiter über dem Grand Canyon, welcher wirklich gigantisch ist, wenn man in unmittelbarer Nähe zum Abgrund steht. Danach fuhren wir weiter über den Hoover Dam nach Vegas. Las Vegas ist mit Abstand die verrückteste Stadt, die ich nur jedem empfehlen kann. Von dort aus flog ich nach Miami, wo ich eine Woche verbrachte mit einem Ausflug nach Key West, was wirklich wie im Paradies ist. Darauf folgend war ich noch eine Woche in New York bevor es für mich wieder hieß….back to good old Germany.


Resümee

Mein Auslandssemester war mit Abstand die coolste und beste Erfahrung in meinem Leben. Ich würde, wenn ich die Möglichkeit hätte, alles noch einmal genauso machen. Kalifornien ist zwar ein sehr teures Pflaster, aber die 5 Monate haben sich auf jeden Fall gelohnt. Das Studium Niveau an sich ist zwar nicht das einfachste, aber durch die wöchentlichen Arbeiten fiel der Klausuren Stoff recht einfach aus. Die Lage in mitten der Bay Area ist traumhaft und kann ich nur jedem empfehlen. San Francisco ist ohne zu lügen die schönste Stadt in der je ich war.