17 Jan
Erfahrungsbericht von Lea d.

Flinders University


Hochschule: Flinders University
Stadt: Adelaide
Land: Australien
Kontinent: Ozeanien
Studienrichtung: Sonderpädagogik, Theologie
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 07/2010 bis 11/2010

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Ein halbes Jahr Australien….

Für mich bedeutete dies, ein Auslandssemester an der Flinders University in Adelaide zu absolvieren. Ich durfte über fünf Monate Kurse in Special Education, Physical Education und Theology belegen. In Deutschland studiere ich Sonderpädagogik, Germanistik und evangelische Theologie an der Carl- von- Ossietzky Universität in Oldenburg.

In dem halben Jahr Australien habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt, ich habe spannende Kurse belegt, bin lieben Menschen und aufgeschlossenen sowie hilfsbereiten Dozenten begegnet und habe eine liebenswerte ‚no worries’- Mentalität kennen gelernt.

Bis zuletzt konnte ich nicht wirklich glauben, nach Australien zu fliegen, da ich mich relativ spontan entschlossen habe, mich an der Flinders University zu bewerben. Ich wusste seit dem Beginn meines Studiums, dass ich gerne ein Auslandssemester absolvieren würde – nur wo? Ich wollte gerne raus aus Europa und fremde Luft schnuppern.

Es ist nicht einfach, Kurse im Bereich Sonderpädagogik an außereuropäischen Universitäten zu finden. Glücklicherweise bin ich durch viel Recherche auf die Flinders University gestoßen und habe mich durch „College Contact“ an dieser Universität beworben. Ich weiß nicht, was ich ohne College Contact gemacht hätte und ich weiß nicht, wie viele E-Mails ich mit meiner Beraterin ausgetauscht habe. Zwischenzeitlich ging vieles schief, ich hatte Probleme, die Studiengebühren zu überweisen, meine ausgewählten Kurse sollten nicht stattfinden und bis kurz vor der Abreise hatte ich keine Unterkunft.

Am Ende bin ich doch in Australien angekommen und ich bin glücklich darüber, dass ich dieses halbe Jahr erfahren durfte.

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Organisatorisches

Vor der Abreise sollte man die Bewerbung abgeschlossen haben und wenn möglich den ‚Letter of Confirmation’ (COF) der australischen Universität erhalten haben, den Flug gebucht und das Visum beantragt haben. Meinen Flug habe ich über ‚Horizont Reisen’ in Oldenburg gebucht, ein Reisebüro, das sich besonders um Reisen für Studenten kümmert. Ich habe einen sehr guten Service bekommen und einen Flug über Hamburg, London, Singapore und Sydney gebucht. Zu empfehlen ist, sich vor der Abreise zu informieren, was man alles mitnehmen darf und was nicht. Die Behörden an den Flughäfen sind sehr streng und nach einem langen Flug mag es unbequem sein, alle Taschen zu öffnen.


Bewerbung

Natürlich kann man kann sich als ausländische/r Student/in an australischen Universitäten selber bewerben. Es gibt aber in Deutschland verschiedene Organisationen wie das Ranke Heinemann Institut ist eine Organisation oder GoAustralia. Ich habe mich für College Contact entschieden, da diese Organisation eine Kooperation mit der Flinders University hat. Die Bewerbung war relativ einfach und ich musste kein TOEFL- oder IELTS-Test absolvieren (dies wird von vielen australischen Universitäten verlangt), da meine Schulenglischnoten ausreichten. Ansonsten musste ich mich um eine Referenz eines/einer Dozent/in bemühen, ein Motivationsschreiben verfassen und meine Noten ins Englische übersetzen und von meiner Universität bestätigen lassen. Alle Dokumente wurden von College Contact überprüft und an die Flinders University geleitet. Nachdem ich mich erfolgreich beworben hatte, musste ich die Studiengebühren und die Kosten für die australische Krankenversicherung überweisen. Es ist sehr teuer, als Ausländer in Australien zu studieren und man sollte sich unbedingt vorher überlegen, ob und wie man das Auslandssemester finanzieren kann, da auch die Lebensunterhaltungskosten relativ hoch für Europäer sind.


Visum

Für deutsche Staatsbürger ist es relativ problemlos, ein australisches Visum zu beantragen. Dies geht komplett online (http://www.immi.gov.au/allforms/). Da ich von 2006 bis 2007 in Russland gelebt und gearbeitet habe, musste ich zusätzlich ein medizinisches Gutachten vorlegen. Dies war einfach zu bekommen, aber teuer (ca. 100 Euro).

Das Studentenvisum ist normalerweise einen Monat über für den Zeitraum gültig, in dem man studiert.


Unterkunft

Ich habe in der ‚Deidre Jordan Village’ gewohnt. Wenn man gerne auf Nummer sicher gehen möchte und vor dem Flug wissen möchte, wo man während des Studiums lebt, ist ‚Flinders Housing’ bestimmt eine gute Adresse (http://www.flinders.edu.au/housing/). Leider ist die Bewerbung um einen Wohnplatz fast aufwendiger als die Bewerbung an der Universität. Man muss ein Motivationsschreiben verfassen und zwei Referenzen vorweisen (eine aus dem Freundeskreis und eine aus dem akademischen Bereich, Vordrucke kann man downloaden). Ich habe viele Studenten kennen gelernt, die vor Ort eine Unterkunft gesucht haben und die erste Zeit in einem Hostel untergekommen sind. Das funktioniert gut, da die ersten Wochen an der Uni sehr locker sind und man von einer orientation session zur anderen läuft, die auch oft wiederholt werden – Wohnungssuchende haben also genügend Zeit, eine Unterkunft zu finden. Zudem sind Zimmer außerhalb des Camusgeländes meist billiger als auf dem Campus.

Die ‚village’ ist ein kleines Studentendörfchen nahe der Uni. Der Fußweg von der village bis zum Hauptcampus beträgt 10 Minuten; wenn man allerdings einkaufen oder in die Stadt möchte, muss man teilweise 30 Minuten Bus fahren. Die Flinders University ist nicht sehr stadtnah gelegen, hat dafür aber wunderschöne Grünanlagen und einen netten See.

Mein Leben hat sich also hauptsächlich auf dem Campus oder in der village abgespielt. Ich habe in einem kleinen Häuschen mit zwei sehr lieben Menschen zusammen gewohnt, meine eine Mitbewohnerin kam aus Malaysia; die andere aus Singapore. Die Village setzt sich eigentlich (fast) nur aus internationalen Studenten zusammen, was sehr schön ist – der Nachteil ist aber einfach, dass man als ‚villager’ keine locals trifft. Ich habe in meiner gesamten Studienzeit nur sehr wenige Australier kennen lernen dürfen, aber dafür einen wunderbar bunten Freundeskreis aufbauen können, der sich aus Franzosen, Skandinaviern, Deutschen, Engländern und Holländern zusammengesetzt hat.

Auf dem Campusgelände kann man außer in den townhouses in den units leben. Während in den townhouses drei gleichgeschlechtliche Menschen wohnen, wird in den units auf das Geschlecht keinen Wert gelegt. Die units sind außerdem ein bisschen besser ausgestattet (z.B. hat man einen Balkon); dafür muss man aber auch mehr zahlen. Auch gibt es die Möglichkeit, in der ‚hall’ zu leben, eine Art Studentenwohnheim, in dem man ein Zimmer mieten kann und versorgt wird mit Frühstück, Mittag- und Abendessen. Dies ist die teuerste Variante in der gesamten village.

In der village ist man nie allein – das kann Vor-, aber auch Nachteile haben. Man trifft immer auf andere Studenten; es gibt ein community center, in dem man Filme schauen, Billard spielen, Spiele spielen, oder einfach nur andere Personen treffen kann. Alle Bewohner zahlen vor dem Einzug ‚community fees’. Von diesen Gebühren werden viele Aktivitäten, aber die die ‚RCs’ (residential coordinators) bezahlt. Jede ‚area’ hat eine RC, der zwischendurch immer mal wieder kommt und schaut, ob alles in Ordnung ist und bei dem man sich melden kann, wenn etwas nicht in Ordnung sein sollte. Durch das ‚duty phone’ ist immer – zu jeder Tages- und Nachtzeit – ein RC zu erreichen, falls man mal den Schlüssel vergessen haben sollte oder auch, wenn die Nachbarn zu laut sind. Vor allem in den letzten Wochen im November wird strengstens darauf geachtet, dass keiner die Regeln missachtet. In dieser Zeit, in der die meisten Studenten Prüfungen schreiben, durften wir absolut keinen Lärm machen. Auch wird jede Woche eine ‚Putzkontrolle’ durchgeführt und wenn man seine Aufgabe (z.B. Küche putzen) nicht gemacht haben sollte, bekommt man eine Verwarnung und falls man dann immer noch nicht geputzt hat, muss man $50 zahlen. Aufgrund dieser ganzen Regeln kam ich mir manchmal wie im Kindergarten vor - trotzdem würde ich jederzeit wieder in mein townhouse einziehen, denn ich habe die Gesellschaft der anderen in der ‚community’ genossen.


Die Universität

Die Flinders University (http://www.flinders.edu.au) bietet einen traumhaften Service für Studenten an. Ich habe mich ganz anders als in meiner deutschen Universität gefühlt, in der von Studenten absolut eigenständiges Verhalten erwartet wird (was natürlich auch Vorteile hat). Der Campus der Universität ist relativ groß und hat zwei Hauptgebäude und kleinere Departments in der Stadt. Im Jahr 2010 haben 18.530 (davon 3200 internationale Studenten) Studenten die Flinders University besucht.


Studium

Folgende Kurse habe ich während meines Auslandssemesters belegt: EDSP 4008: Literacy Development: Issues and Implications (6 units); HLPE 1522: Physiological Foundations of Physical Education (4, 5 units) und THEO 1401: Early Church History (4, 5 units). Insgesamt habe ich 15 units belegt. An der Flinders University darf man nicht mehr als 18 units belegen und nicht weniger als 13,5 units. Jede australische Universität hat unterschiedliche Regeln, was die Anzahl der ‚units’ (vergleichbar mit unseren credit points) betrifft. 1 unit wird mit 2 Stunden Arbeitsaufwand in der Woche berechnet.

Das australische Universitätssystem unterscheidet sich stark vom deutschen. Während ich in Deutschland mehr Zeit in Vorlesungen und Seminaren und weniger Zeit zuhause am Schreibtisch verbringe, wird in Australien eher Wert auf selbständige Arbeit gelegt und weniger an der Teilnahme an Veranstaltungen. Somit hatte ich ‚nur’ 11 Stunden pro Woche Anwesendheitspflicht, dafür aber mehr zuhause zu tun. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die Australier alle Seminararbeiten und Prüfungen in die Semesterzeit legen. In Deutschland habe ich meistens Zeit, meine Hausarbeiten und teilweise auch Prüfungen in der vorlesungsfreien Zeit zu schreiben.

EDSP 4008: Literacy Development: Issues and Implications

Ich war zunächst ein bisschen enttäuscht, ‘nur’ einen Kurs im Bereich Sonderpädagogik studieren zu können. Es hat sich aber herausgestellt, dass dieser Kurs es in sich hatte und ich kann zugeben, dass ich in meiner gesamten Studienzeit nicht so viel mitgenommen habe wie aus diesem Kurs. Die erste Stunde war schrecklich, denn ich kam mir unheimlich klein vor und hatte das Gefühl, nur neben Masterstudenten zu sitzen. Zum Glück hat sich herausgestellt, dass ich nicht die einzige undergraduate Studentin bin und Anne, meine Dozentin, ist einfach eine Königin auf ihrem Fachgebiet.

In diesem Kurs wurde diskutiert, wie wir als herangehende Lehrer Kinder und jungen Erwachsene an Lese- und Schreibfähigkeiten heranbringen können. Im Laufe des Kurses wurden viele Gastsprecher eingeladen und Anne hat den Kurs durch viele sinnvolle Einheiten, Praxisbezug und eindrucksvollen Büchern bereichert. Wir hatten zwar viele Texte zu lesen und wurden aufgefordert, über diese online zu diskutieren – aber gerade durch diese Reflexion habe ich viel gelernt. Der Kurs wurde auch durch seine Internationalität bereichert, denn ich war nicht die einzige internationale Studentin. Ich kann nur jedem empfehlen, bei Anne einen Kurs zu belegen, denn sie weiß, wie man Studenten komplexe Sachverhalte nahe bringen kann.

HLPE 1522: Physiological Foundations of Physical Education

Dieser Kurs war Neuland für mich, denn ich studiere normalerweise nicht Sport. Ich konnte diesen Kurs dennoch belegen und war sehr glücklich darüber, denn ich durfte viel mitnehmen. Dieser Kurs wurde aufgesplittert zu einer Vorlesung, einem practical course und einem workshop.

Die Vorlesung hat sich mit dem menschlichen Organismus im Zusammenhang mit Sport beschäftigt. Der Sportunterricht und Aktivität von Kindern und jungen Erwachsenen stand dabei immer im Mittelpunkt. Auch im practical course haben wir uns mit Kindern und Jugendlichen beschäftigt. Hier wurden wir aufgefordert, Spiele zu spielen, die bekannt unter Schulkindern sind und durch Pulsmessgeräte and Schrittzählern zu prüfen, wie aktiv wir (und dementsprechend die Spiele) waren. Im workshop haben wir uns im ersten Teil des Semesters mit ‚Tanz’ beschäftigt: In Partnerarbeit sollten wir verschiedene Tänze, inklusive Warm Up und Cool Down, ausarbeiten und den anderen Teilnehmern beibringen. Im zweiten Teil des Semesters haben wir uns mit ‚lifestyle activities’ beschäftigt.

An diesem Kurs hat mir besonders der Bezug zur Praxis gefallen, das abwechslungsreiche Programm und die Tatsache, dass ich von vier verschiedenen Dozenten unterrichtet wurde.

THEO 1401: Early Church History (4, 5 units)

Dieser Kurs war eine große Herausforderung, aber auch ein großer Spaß. Ich glaube, in keinem anderen Kurs habe ich soviel gelacht und in keinem anderen Kurs wurde meiner Person soviel Interesse entgegen gebracht. In Deutschland studiere ich Theologie als Nebenfach; meine Hauptfächer sind Sonderpädagogik und Germanistik. Theologie ist aber eine meiner Leidenschaften und ich würde gerne später Religion unterrichten.

Theologie konnte ich nicht auf dem Hauptcampus studieren, sondern musste für den Kurs immer ca. 45 Minuten Bus fahren, da das ‚Adelaide College of Divinity’ relativ weit außerhalb liegt. Mein Kurs bestand zu ca. 90% aus Teilnehmern, die über 50 Jahre alt waren. Die Teilnehmer haben fast alle den Kurs besucht, da sie großes Interesse an Kirchengeschichte hatten. Ich fand es manchmal sehr schwierig, dem Inhalt zu folgen, da wir uns mit der Kirchengeschichte bis zum Jahr 500 A.D. beschäftigt haben und dementsprechend alte Texte gelesen haben. Dennoch möchte ich auch diesen Kurs nicht missen, denn ich habe es als sehr spannend empfunden, mit älteren Menschen zu diskutieren. Besonders die Rollenspiele, die uns auferlegt wurden, habe ich genossen: Ich habe Fabiola, eine asketische Frau, die im 4. Jahrhundert gelebt hat, gespielt und alle haben mir großartiges Feedback gegeben. Mir hat diese Offenheit gefallen, denn jede Meinung und jeder Gedanke wurde gewürdigt und angenommen.


Adelaide

Ich muss ehrlich gestehen, ich konnte mir nicht viel unter Adelaide vorstellen, bevor ich nach Australien gekommen bin. Mir war die Stadtwahl aber auch eher unwichtig, da ich des Studiums wegen nach Australien gegangen bin.
Als ich ein paar Freunden erzählt habe, dass ich nach Adelaide gehen würde, bin ich auf nicht sonderlich positives Echo gestoßen. Adelaide wurde sogar als eine ‚tote Stadt’ bezeichnet. Anscheinend sollte dort nichts los sein. So war ich überrascht, als ich dann doch auf ‚Leben’ gestoßen bin. Adelaide ist vielleicht nicht so ‚busy’ wie Melbourne oder Sydney, aber genau diese Ruhe hat mir gefallen. Adelaide ist schön, nicht umsonst wird Adelaide auch ‚city of churches’ genannt und Kultur wird groß geschrieben. Die Umgebung ist traumhaft: Man kann ohne Probleme nach Kangoroo Island reisen, sich das traumhaft schöne Weinbaugebiet Barossa Valley anschauen oder die Great Ocean Road in Richtung Melbourne antreten. In Adelaide selber kann ich den Central Market empfehlen, ein großer Markt, auf dem jeden Tag billig frisches Obst und Gemüse angeboten wird. Das einzige ‚Problem’ ist das öffentliche Transportsystem, da unter der Woche Busse nur bis 24 Uhr verkehren.


Sonstiges

Australier sind für ihre Offenheit und Herzlichkeit in der ganzen Welt bekannt. Und es stimmt – wo man sich auch aufhält, man trifft immer auf sehr liebe und aufgeschlossene Menschen. Obwohl mir Freunde erzählt haben, dass man immer mit einem ‚How are you?’ begrüßt wird, musste ich mich doch daran gewöhnen. Ich denke es stimmt, dass man die eigene Kultur und Mentalität erst in einem anderen Land kennen lernt, denn mit meinem deutschen, manchmal doch distanzierten Hintergrund, habe ich es manchmal befremdlich gefunden, fremden Menschen zu erzählen, wie es mir gerade so geht. Vor allem, wenn ich an Personen einfach nur vorbeigelaufen bin – wie kann man in 2 Sekunden erzählen, wie es einem geht? Meistens ist der Australier aber auch mit einem ‚good, and how are you?’ zufrieden.

Was ich besonders schätzen gelernt habe, war das Verhältnis zwischen den Dozenten und Studenten. Alle werden mit ihrem Vornamen angesprochen (nicht nur in der Universität) und alle sind ‚more than happy’, wenn man Fragen hat. Anne hat mehrmals betont, dass sie für uns arbeitet und deswegen wäre es völlig in Ordnung, einfach mal so vorbeizukommen, ihr massenhaft E-Mails zu schreiben oder sich auch mal mit ihr zu einem Kaffee zu treffen, falls man nicht in die Vorlesung kommen konnte. Ein Traum! In Deutschland muss ich manchmal drei Tage warten, bis eine E-Mail beantwortet wird und ich kann Glück haben, wenn meine Dozenten sich 10 Minuten Zeit innerhalb ihrer Sprechstunde für mein Anliegen nehmen. Hier habe ich oft innerhalb von 2 Minuten eine Antwort auf meine E-Mail bekommen. Ich hätte auch immer zum International Students Office gehen können und hatte andere Ansprechpartner. Die universitätsinternen Strukturen haben mit weitaus besser als die deutschen gefallen und ich würde mich freuen, mit diesen Erfahrungen meinen deutschen Dozenten ein paar Verbesserungsvorschläge bereiten zu können.

Australien ist ein Reiseland und so habe ich die Semesterferien genutzt, um mit ein paar Freunden in das Outback zu fahren und Alice Springs sowie Uluru anschauen zu fahren. Toll war, dass wir über Nacht mit dem Zug von Adelaide nach Alice Springs gefahren sind und deswegen schon auf der Fahrt viel von der Umgebung mitnehmen konnten.

Nachdem ich mein Semester abgeschlossen habe, hatte ich noch ca. einen Monat Zeit, bis mein Flug nach Deutschland zurück ging. Ich kann nur jedem empfehlen, in Australien herum zu reisen! Ich bin nach Tasmanien, Melbourne und Cairns gefahren und anschließend mit einem Bus die Ostküste bis nach Sydney herunter gefahren. Man kann noch soo viel mehr in Australien machen und ich wäre auch gerne nach Neuseeland geflogen, aber leider ist (nicht nur) das Reisen in Australien teuer.

No worries…