10 Feb
Erfahrungsbericht von Laura D.

Ramkhamhaeng University

Stadt: Bangkok
Land: Thailand
Kontinent: Asien
Studienrichtung: BWL
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 08/2013 bis 01/2014

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Vorbereitung und Visa

Zunächst einmal muss ich sagen, dass die Betreuung durch College Contact wirklich sehr gut ist. College Contact informiert einen umfassend und schnell. Sabine hat immer ein offenes Ohr und antwortet schnell auf E-Mails. Der Bewerbungsprozess verlief schnell und unkompliziert. Drei Wochen später hatte ich die Zusage der Uni in der Post.
Als Visum habe ich mich für das Multiply Entry Visum für 130€ entschieden. Wer aus Thailand ausreisen möchte, sollte sich auf jeden Fall für dieses Visum entscheiden. Mit dem Multiply Entry Visum muss man nach spätestens 90 Tagen ausreisen oder zum Amt, was sich aber bei vielen als nicht ganz so einfach herausstellte. Ich würde jedem raten, einfach auszureisen und dann verlängert sich das Visum um weitere 90 Tage. Viele Leute hatten Probleme mit dem Amt oder dem „plötzlichen“ Visa-Run.

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Ich muss zugeben, die Uni ist nicht die allerneuste und schon etwas heruntergekommen ist. Die Uni ist sehr chaotisch und hat mich persönlich auch das ein oder andere Mal zur Weißglut getrieben, aber im Endeffekt hat alles gut geklappt. Man muss viel Geduld mitbringen und sollte immer ein Lächeln auf den Lippen haben. Im Großen und Ganzen würde ich die Uni als positiv beurteilen. Die Uni liegt in einer Gegend, wohin sich kein Tourist verirrt, was aber gerade den Reiz ausmacht. So lernt man das richtige Bangkok kennen.
Die Kurse sind vom Niveau her natürlich nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen. Ich habe sowohl Bachelor als auch Masterkurse belegt und alle waren vom Niveau sehr unterschiedlich. Das Niveau der Kurse ist stark von den Professoren abhängig. Ich würde auch nicht behaupten, dass Bachelorkurse einfacher sind als Masterkurse. In einigen Kursen wird nicht mal richtig eine Klausur geschrieben, dafür muss man in anderen Kursen eine Klausur, ein Paper schreiben und einen Vortrag halten. Dennoch sind alle Kurse gut machbar, d.h. ein A oder B am Ende ist eigentlich so gut wie sicher.


Wohnung

Rund um das Unigelände gibt es eine Vielzahl von Appartementkomplexen, die möblierte Zimmer vermieten. Ich habe in der @home Resindence für 8000 Baht/Monat gewohnt. Strom und Wasser kommen extra hinzu. Die Wohnungssuche war sehr einfach. Ich bin gleich am Ankunftstag auf Empfehlung zum @home und habe mir ein Zimmer reserviert. Theoretisch hätte ich noch am selben Tag einziehen können, aber ich hatte mir schon für die erste Nacht ein Zimmer im Interplace Hotel gebucht. Das Interplace und das @home (nur die Straße runter) gehören zusammen, sodass man den Pool vom Interplace mitbenutzen darf. Im Prinzip können alle den Pool benutzen ;) Es kontrolliert niemand.
Unter anderem gibt es noch das JS (gleich neben dem @home und etwas günstiger), das Inspire Place, das Decondo, den FamilyRoom etc.


Geld

Ich kann jedem nur raten sich bei der DKB eine Kreditkarte zu beantragen. Diese ist kostenlos und man kann mit ihr umsonst Geld abheben. In Thailand zahlt man bei jedem Mal Geld abheben eine Gebühr von 150 Baht. Diese Gebühr bekommt man von der DKB wieder. Zudem bucht die DKB zu einem guten Wechselkurs ab. Alternativ gibt es auch die Kreditkarte von der comdirect, die aber zu einem schlechteren Wechselkurs abbuchen.


Freizeit

In Bangkok gibt es natürlich viel zu entdecken. Bangkok ist riesig. Es reicht alleine schon, wenn man durch die Straßen läuft. Da entdeckt man genug. Ansonsten gibt es das übliche, was auch in jedem Reiseführer steht. Tempel, Paläste, Märkte, Malls, Bars, Clubs. Besonders empfehlen kann ich den Wochenendmarkt Chatuchak, das MBK, die Clubs Route 66, Demo und Levels. Im Levels gibt es mittwochs eine Flasche Wodka, wenn man zu fünft ist.
Auch in Uninähe gibt es viel zu tun. Fitnessstudio, Tartanbahn, Kino, Malls etc.


Verkehr

Auch hier braucht man manchmal viel Geduld. Der Verkehr in Bangkok kann einem den letzten Nerv rauben. Meisten war ich mit dem Taxi unterwegs, was auch das bequemste und recht preiswert ist. Für kürzere Strecken habe ich den Motorroller genommen, die sich bei Stau auch als nützlich erweisen, da sie ihn umfahren. Motorroller-Taxis erkennt man an den orangenen Westen, die die Fahrer tragen. Ansonsten gibt es auch die Metro, Airport Rail, Bus, Tuk-Tuk, was aber nicht unbedingt immer billiger ist.


Essen

Die vielen Straßenstände und die teilweise doch auch gewöhnungsbedürftigen Gerüche können einen am Anfang verunsichern und überfordern. Klar sind die Hygienestandards anders als in Deutschland, doch keine Angst, meiner Meinung nach kann man alles ohne Bedenken essen. Ich kann jedem nur raten probierfreudig zu sein, so kann man viel entdecken. Ich rate auch vorher nicht zu viel im Internet zu googeln, was man alles nicht essen sollte. Das macht einen nur unsicher.


Kultur

Die thailändische Kultur ist natürlich eine ganz andere als die deutsche. Thailänder sind sehr ruhige, angenehme, freundliche Menschen. Man sollte den Thailändern auch immer mit einem Lachen gegenübertreten, erst recht, wenn man etwas von ihnen möchte. Mit meckern erreicht man bei den Thailändern gar nichts, denn dann fühlen sie sich beleidigt und machen gar nichts mehr.
Hinzukommt, dass die meisten Thailänder sehr schlechtes bis gar kein englisch sprechen, womit ich am Anfang gar nicht gerechnet habe. Es hilft immer ein paar thailändische Wörter zu lernen. Einige Thailänder freuen sich unglaublich, wenn man ein paar Wörter Thai spricht.
Ein absolutes No-Go ist mit dem Fuß auf irgendetwas zu zeigen. Das ist eine große Beleidigung. Erst recht darf man wegfliegendes Geld nicht mit dem Fuß jagen, denn auf den Geldscheinen ist der König abgebildet und somit tritt man den König mit Füßen. Das ist das schlimmste, was man machen kann. Die Thais verehren und lieben ihren König unglaublich.


Fazit

Im Großen und Ganzen empfehle ich jedem ein Auslandssemester in Bangkok zu machen. Es gibt nichts Besseres. Auch ich hatte anfangs einen Kulturschock, von dem sollte man sich aber nicht verunsichern lassen. Wenn man diesen überwunden hat, wird es die schönste Zeit seines Lebens. Das Leben in Bangkok bzw. in Thailand ist einfach viel entspannter und einfacher. Die Thailänder sind einfach immer freundlich und hilfsbereit. Als Tipp: Man sollte sich der thailändischen Kultur anpassen, um die bestmögliche Zeit zu erleben. Auch sollte man sich nicht zu sehr auf die Tipps in den Erfahrungsberichten versteifen, sondern lieber seine eigenen Erfahrungen sammeln.