25 Mär
Erfahrungsbericht von Felix A.

International College of Management Sydney

Stadt: Sydney
Land: Australien
Kontinent: Ozeanien
Studienrichtung: BWL
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 09/2010 bis 12/2010

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Studieninhalte

Ich habe am ICMS die Kurse Marketing and Management Law (Strategisches Marketing in Dtl.) , Human Resources – Planning and Performance, Buyer Behaviour und Managerial Accounting belegt, alle gut bestanden und auch in meiner Universität einbringen können, da ich auf Nachfrage auch ein (wie in der Broschüre versprochen) offizielles Transcript der Macquarie University bekommen habe.

Die Inhalte waren in den Marketing Fächern sehr ähnlich und Grundlageninhalte der BWL bzw. Marketing in Deutschland, also nicht wirklich neu für mich. Auch Accounting war eher nur auf deutschem Abiturniveau. Trotzdem ist aufgrund der Notenzusammensetzung und der intensiven Freizeitgestaltung (siehe unten) eine sehr gute Note nicht selbstverständlich.

Die Qualität der Kurse schwankte von ungenügend (Buyer behaviour) bis sehr gut (Human Resources) was primär den Kursleitern zuzuschreiben war. Auch der Aufwand war sehr unterschiedlich. Die Lernatmosphäre ist aber sehr angenehm und man wird gut in den Unterricht eingebunden und kann somit viel Englisch sprechen.

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Studienbedingungen

Im Gegenteil zu meiner deutschen Uni setzen sich die Endnoten zu ca. 50% aus Gruppenarbeiten, Präsentationen, Mitarbeit oder Essays zusammen. Das war am Anfang etwas gewöhungsbedürftig, da man eigentlich immer etwas tun könnte, nimmt aber viel Druck von den finalen Exams und das Präsentieren und Schreiben hilft sehr gut bei der Verbesserung der Englischkenntnisse.

Alles wirkte teilweise etwas unorganisiert, aber trotz der Tatsache, dass ich am Anfang in keinem meiner gewählter Kurse eingeschrieben war, ließ sich alles schnell und unbürokratisch ändern. Im Allgemeinen lässt sich in Australien nach dem Grundsatz „No worries“ alles irgendwie deichseln.

In den Kursen besteht Anwesendheitspflicht, die fast immer auch kontrolliert wird (daher sollte man darauf achten einen möglichst kompakten Stundenplan zu haben, um sich ein längeres Wochenende zu ermöglichen. Lässt sich aber in den ersten Wochen alles noch ändern). Man darf pro Kurs insgesamt vier mal fehlen und bei geschickter Anwendung kann man somit auch mal ne Woche oder länger reisen. Zudem gab es einen Anzug als Schuluniform (Ab nächstem Semester können Studenten Ihren eigenen Anzug mitbringen, was sehr viel besser ist).


Leben

Ich habe mich auch auf Grund der Kürze des Aufenthalts für ein Zimmer auf dem College entschieden und das war genau richtig. Man ist sofort in das Campusleben integriert, muss nicht täglich (im Anzug) den Berg zum College hoch laufen und hat sofort Dinge wie Internet, Waschmöglichkeiten, Essen (Qualität war gut und abwechslungsreich. Man darf sich mehrmals am Buffet nehmen. Es gab immer Salate und Obst etc.). Kommilitonen, die nicht auf dem College wohnten, haben diese Dinge auch bestätigt und öfter erwähnt, dass Ihnen langweilig sei oder sie von der einen oder anderen Freizeitaktivität nichts mitbekommen hätten. Im Ganzen war es eher ein sehr persönliches und nettes Internatfeeling und damit der genaue Gegensatz zu meiner Technischen Heimatuni, was mir sehr zugesagt hat.

Das Leben an sich wirkt eher wie ein Traumurlaub. Z.B. Morgens vor der Uni in Flipflops zum Strand, joggen und danach ins Meer, gemeinsames Frühstück, ein bisschen Uni, nachmittags wieder an den Strand, Abends Party und Barbecue am Strand...

Die Australier sind sehr offen, äußerst hilfsbereit, man lernt überall Leute kennen und kommt sofort ins Gespräch.


Fun

1,0! In Australien unschlagbar. In Manly kann man super Feiern, wir waren daher selten in Sydney City weg, was aber auch sehr gut ist. Die Fährfahrt vom Manly Harbour zum Circular Quay kann man eigentlich gar nicht oft genug machen (Gleich 10er Ticktet kaufen). Der Strand ist 10 min vom College entfernt, einfach traumhaft und gut für Surfanfänger geeignet. Nehmt auf jeden Fall am Mojo Surf Weekend teil (verlassener Sandstrand, Barbbecue und Surfen mit Delphinen). Trotz des kurzen Aufenthalts war ich in Melbourne (Great Ocean Road etc.), in Brisbane und in den Blue Mountains. Die besten Fahrten waren mit sogenannten Relocation Caravans (im Internet danach suchen, bis auf den Sprit fast umsonst) die East Coast hoch bis Brisbane und runter bis Melbourne.

Was ich leider nicht gemacht habe, aber bereue, ist die Kennenlern-Woche vor der offiziellen Orientation Week in Cairns (mit Besuch des Great Barrier Reefs).


Nutzen/Referenz

Australien hat mir genau das geliefert, was ich erwartet bzw. gehofft hatte. Mein Englisch ist durch den Aufenthalt gerade in Alltagssituationen sicher und flüssig geworden. Es war der genaue Gegensatz zu meinen deutschen Unileben: Kleine Uni, Internatsfeeling, Persönliche Betreuung, Präsentationen und Papers, Schuluniform (bzw. ab jetzt eigener Businesssuit). Ich hatte auf jeden Fall ein unkompliziertes und erlebnisreiches Auslandssemester in einer der schönsten Großstädte der Welt.


Kosten

Australien ist sehr teuer (gerade Alkohol: billigster Kasten Bier in Manly: Henninger aus Deutschland für umgerechnet 20 Euro), daher empfiehlt es sich zu arbeiten (habe ich aber nicht gemacht). Die Unterkunft auf dem College und die Studiengebühren sind auch ziemlich hoch, aber normal für Australien, billiger als in Amerika und die College-Unterkunft nimmt sich nicht viel mit den Kosten einer eigenen Wohnung plus Verpflegung, Internet etc.


Fazit

Wer eine kleine, persönliche Uni mit moderatem Anspruch in einer Traumkulisse (wirkt wie Hogwarts von Harry Potter), viel Party und unendlich Freizeitmöglichkeiten sucht, ist hier genau richtig!