21 Jan
Erfahrungsbericht von Christine H.

Dublin Business School

Stadt: Dublin
Land: Irland
Kontinent: Europa
Studienrichtung: BWL
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 09/2013 bis 12/2013

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Bewerbung:

Einer der Gründe warum ich mich für College Contact und die Dublin Business School entschieden habe war das unkomplizierte Bewerbungsverfahren. Zum Beispiel konnte ich den Nachweis für die erforderlichen Englischkenntnisse an meiner Universität zuhause ablegen. Dies ersparte mir hohe Kosten für z.B. den TOEFL-Test. Die Zusage von der DBS erhielt ich kurz nach dem ich meine Bewerbungsunterlagen eingereicht hatte. Für viele Auslandsaufenthalte über Austauschprogramme über meine Universität zuhause hätte ich mich teilweiße schon über ein Jahr vorher bewerben müssen, hier ging das Bewerbungsverfahren sehr schnell und auch kurzfristiger. Somit eignet sich das Austauschprogramm über College Contact an der DBS auch für Leute, die kurzfristig ein Auslandssemester planen.

Schon Fernweh bekommen?

Ansonsten haben wir noch viele weitere Erfahrungsberichte zu unseren Partnerhochschulen. Alternativ beraten wir dich auch gern und helfen dir, eine passende Hochschule für dich zu finden!

Weitere Erfahrungsberichte Kostenlose Beratung


Nachdem ich die Zusage von der DBS erhalten hatte, machte ich mich an die Wohnungssuche. Ich entschied mich mir bereits im Vorfeld eine Unterkunft zu suchen, da ich nicht in Dublin ankommen wollte ohne zu wissen, wo ich die nächste Zeit verbringen würde. Die Wohnungssituation in Dublin ist momentan sehr angespannt. Viele, die sich erst Vorort eine Unterkunft gesucht haben, hatten Schwierigkeiten und mussten oft lange im Hostel wohnen. Darum kann ich die Buchung eines Zimmers vor Antritt des Auslandsaufenthaltes nur empfehlen, auch wenn dies oft mit höheren Kosten verbunden ist. Die DBS stellt einem auch eine Übersicht mit privaten Wohnheimen zu Verfügung. Darüber habe ich dann auch meine Unterkunft gefunden. Da ich sehr zentral wohnen wollte, entschied ich mich für die Unterkünfte von Chubb Properties. Diese bieten ein Wohnheim an, aber auch einzelne Häuser. Ich hab das Bewerbungsformular online ausgefüllt und erhielt kurz darauf die Zusage für ein Einzelzimmer in einem der einzelnen Häuser. Die Kommunikation mit Chubb Properties war anfangs etwas verwirrend, da aus den Emails nicht klar hervorging, ob die Buchung des Einzelzimmers auch wirklich geklappt hatte. Letztendlich hat aber alles funktioniert und ich konnte nach meiner Ankunft in Dublin mein Zimmer in Rathmines beziehen. In dem Haus wohnte ich gemeinsam mit acht weiteren Mädels, die alle an der DBS studierten. Inklusive mir waren davon sechs aus Deutschland, was für die Verbesserung der Englischkenntnisse natürlich leider nicht unbedingt von Vorteil war, aber wir haben uns sehr gut verstanden. Von den drei restlichen Mitbewohnerinnen kamen zwei aus Schweden und eine aus Frankreich. Das Haus war schon etwas älter aber soweit in Ordnung. Ich hätte mir nur für die hohe Summe, die wir dafür bezahlt haben, etwas mehr gewünscht. So musste ich mir z.B. einen Spiegel für mein Zimmer und Einhänger für den Schrank kaufen. Im Laufe der Zeit stellte sich auch heraus, dass es laut Auskunft der Vermieter zu teuer ist, wenn die Heizung durchgängig an ist zu hohe Kosten verursacht (die Heizungs- und Stromkosten werden zusätzlich zur Miete berechnet und von der Kaution abgezogen). So hatten wir danach dann bestimmte Heizungszeiten, dadurch war es dann recht kalt in dem Haus und wir mussten uns vor allem beim Duschen absprechen, da auch das heiße Wasser nur zu diesen Zeiten zur Verfügung stand. Viele andere Kleinigkeiten, wie Mäuse in der Küche, Küchenschränke, die auseinander fielen usw. beschäftigten uns in unserem Alltag in Dublin und so waren wir in ständigen Kontakt mit unseren Vermietern, die meiner Meinung vor allem anfangs oft nicht schnell genug reagierten um die Probleme zu lösen. Aufgrund dessen kann ich Chubb Properties nicht unbedingt empfehlen, da hier für viel zu hohe Mieten wenig geboten wird. Wobei man noch erwähnen muss, dass die Lage des Hauses wirklich gut war (Die Lage in Rathmines in der Nähe des Kanals kann ich sehr empfehlen) und wir eine gute Atmosphäre im Haus hatten. Von Kommilitonen an der DBS habe ich auch andere Geschichten über ihre Unterkunft erfahren und muss letztendlich sagen, dass es auch noch schlimmer geht. Also wenn man sich darauf einstellt, dass es eben nicht wie zuhause ist, dann kommt man ganz gut klar. Am besten man informiert sich im Voraus gründlich über die Unterkünfte. Ich möchte euch damit nicht abschrecken sondern euch nur darauf aufmerksam machen, dass man seine Erwartungen eventuell anpassen muss um eine Enttäuschung zu vermeiden. Ich habe meine Zeit in Dublin sehr genossen und war letztendlich froh in dem Haus gewohnt zu haben.


Alltag an der DBS:

Bevor die Vorlesungen an der DBS losgingen hat die DBS noch einen Sprachkurs angeboten. Dieser war wahlweiße zwei oder drei Wochen lang. Die Information darüber kam leider etwas spät. Zu dieser Zeit hatte ich für meine ersten zwei Wochen in Irland schon eine Rundreise mit meiner Familie geplant, sodass ich den Sprachkurs nicht besuchen konnte und darüber auch leider nicht viel sagen kann. Für mich begann dann alles erst mit einer Einführungsveranstaltung, bei der wir über die Bibliothek, die verschiedenen Gebäude der DBS usw. informiert wurden. Anschließend daran gab es noch eine Stadtrundfahrt. Den Rest der Woche hatten wir dann noch frei. Kurz bevor die Vorlesungen losgingen waren dann auch die Stundenpläne online. Ich habe das Semesterprogramm gewählt, bei dem man aus allen Kursen auswählen konnte. Man hatte vorher schon eine Wunschkursliste abgeben müssen, wobei diese eigentlich keine Rolle spielt. Sobald die Stundenpläne online sind, sucht man sich die Veranstaltungen, die man besuchen will raus und geht einfach hin. Es kann natürlich auch zu Überschneidungen kommen, wenn man Kurse aus verschiedenen Programmen wählt. Nach den ersten Wochen muss man sich dann festlegen, welche Kurse man weiterhin besuchen will. Man kann sich also erst mal alles so anschauen und sich dann entscheiden. Die Vorlesungen erinnerten mich eher an die Schulzeiten mit Hausaufgaben usw. aber waren alle sehr interessant und die Dozenten hatten auch eine gute und deutliche Aussprache, sodass man der Vorlesung gut folgen konnte. Die Studenten in den Kursen waren sehr international, da auch viele Studenten ohne irische Wurzeln, ein komplettes Bachelor- oder Masterprogramm an der DBS absolvieren. Dadurch war es schwieriger in Kontakt mit den irischen Studenten zu kommen. Aber der Kontakt zu den Iren kann ja auch anderweitig hergestellte werden, z.B. im Pub :-)
Als Prüfungsleistung mussten wir keine Prüfung schreiben, sondern nur ein Assignment einreichen. Zum Teil mussten auch noch kurze Präsentationen gehalten werden, aber das hing vom Dozenten ab. Ich musste in all meinen Kursen nur Assignments abgeben. Die Themen hierfür erhielten wir teilweiße erst recht spät, sodass ich damit erst Anfang November anfangen konnte. Meist musste man so 2.000 – 2.500 Wörter schreiben und häufig auch in Gruppenarbeiten, sodass sich viel Zeit blieb um Ausflüge zu machen. Viele der Ausflüge wurden auch von der DBS organisiert, wobei diese eher am Anfang stattfanden. Wir waren z.B. in Glendalough und in den Powerscourt Gardens. Es gab auch einen Wochenendausflug an dem ich aber nicht teilegenommen habe.


Leben in Dublin:

Dublin ist eine sehr lebhafte Stadt und es ist immer was los. Es gibt viele tolle Pubs zu entdecken mit einer Atmosphäre, die man in Deutschland so in keiner Bar/Kneipe findet. Die Iren sind ein sehr offenes Volk und so kommt man schnell ins Gespräch. Wer gerne Livemusik hört kommt hier voll auf seine Kosten. Also es macht wirklich Spaß auszugehen.
Die Preise sind deutlich teurer wie in Deutschland, aber man lernt schnell in welchen Pubs es am günstigsten ist, aber für ein Pint muss man in der Regel zwischen 5 – 6 € bezahlen.
Wenn man bei Aldi und Lidl einkauft, dann sind die Lebensmittelkosten mit Deutschland vergleichbar. Der Alkohol ist jedoch deutlich teurer. Also sollte man sich auf etwas höhere Lebenshaltungskosten einstellen, wenn man ein Auslandssemester plant.


Fazit:

Die Zeit in Dublin war sehr toll und eine gute Erfahrung. Es gibt natürlich immer Punkte, wie z.B. die Unterkunft, die nicht immer dem entspricht was man gewöhnt ist, aber man kann in dieser Stadt eine tolle Zeit erleben und viel unternehmen. Außerdem würde ich euch raten auch noch Zeit für eine Rundreise einzuplanen, denn dieses Land hat landschaftlich viel zu bieten. Ich würde wieder nach Dublin gehen.