8 Jul
Erfahrungsbericht von Bjarne P.

California State University East Bay

Stadt: Hayward
Land: USA
Kontinent: Nordamerika
Studientyp: Academic Gap Year
Zeitraum: 09/2015 bis 03/2016

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Ich bin zusammen mit meinem Freund im September 2015 nach Kalifornien aufgebrochen, um dort an der California State University East Bay ein Orientierungsjahr am College zu starten. Da ich grade erst mein Abitur gemacht hatte, ging es für mich eigentlich kaum um die Fächer oder die Noten, sondern vor allem darum, die englische Sprache besser und viele andere Kulturen kennen zu lernen.

Das größte Problem, schon bei der Bewerbung, war für mich, dass ich erst 18 Jahre alt bin. Ich hatte Probleme mit der Unterkunft, da ich zuerst in die University Village einziehen wollte, jedoch mein Freund keinen Platz mehr bekommen hat. So haben wir erst spät mit der Apartmentsuche angefangen und es wurde dann vor unserem Abflug ziemlich knapp. Jedoch muss ich hier schon sagen, dass es eine sehr gute Entscheidung war, ein eigenes Apartment bei City View zu mieten. Die Angestellten sind super nett und auch die Location sehr gut mit Poolanlage, Grill und der Nähe zur Universität.

Ein wenig anstrengend, vor allem, wenn man kein Auto hat, ist hier jedoch das Besorgen von Lebensmitteln. Man muss den Hügel hinunterlaufen, 5 min mit dem Bus fahren und halt am Ende mit den Einkäufen den Hügel wieder hoch. Oder eben ein Uber bestellen - rettete uns so manches Mal!

Am Anfang der Zeit an der Uni stand das Orientierungsprogramm. Man bekam alles erklärt, zum Beispiel das System mit den Kursen und zudem eine Führung über den Campus. Hierbei lernte ich schon einige meiner deutschen Mitstudenten kennen. Zur Mittagspause durfte man auch einmal frei in den Dining Commons essen, was ich jedoch danach nur noch 2-3 weitere Male gemacht habe. Das Essen verurteile ich jetzt nicht im Allgemeinen, jedoch schmeckte es mir persönlich einfach nicht sehr gut, obwohl man ein „all you can eat“ Buffet vorfand. Ich habe lieber selbst in meinem Apartment gekocht oder bin mal nach Hayward oder Castro Valley gefahren zum Essen.

Der Campus ist nicht besonders groß, jedoch braucht man schon knapp 10 Minuten von einem Ende bis zum anderen.

Die Gebäude waren gemischt, teils alt, teils neu. Eines der beliebtesten Gebäude ist wohl das Recreation Center (RAW). Mit Basketball-Courts, Laufrunde und Fitness-studio. Alles super modern und gepflegt und auch hier super nettes Personal (Studenten) und ein Ort, wo man super schnell Freunde finden kann.

Da ich fast nur Erstsemester Kurse belegt habe, fand ich das Class-Crashing System sehr einfach. Ich habe fast alle Kurse bekommen, die ich wollte, obwohl ich zugegebenermaßen auch bei einem Biologiekurs Probleme hatte mit der Abmeldung. Meine Kurse waren von den Ansprüchen her, wie man das oft hört von amerikanischen Colleges, nicht schwierig. Hier und da mal ein Test und dann 3 Klausuren/Projektarbeiten, welche meistens Multiple-Choice waren. Man hat so noch viel Freizeit, um zum Beispiel nach San Francisco zu fahren.

Ich kann versichern, dass San Francisco zu den schönsten Städten in den USA und vielleicht auch der Welt gehört. Zwar gibt es einige Orte, die auch von Touristen geprägt sind, wie die Golden Gate Bridge oder Alcatraz, jedoch gibt es so viel zu sehen. Lokale in der Castro, Einkaufsläden oder einfach eine Fahrradtour durch die Stadt sind nur einige Tipps, die ich geben kann. Ich habe keinen Deutschen kennengelernt, der die Stadt nicht mochte.

Zudem gibt es natürlich auch im Umkreis noch viele schöne Orte, die man definitiv besichtigen sollte. Mit der Bart zu erreichen ist zum Beispiel Berkeley mit der wunderschönen University of California Berkeley (Cal). Zu empfehlen ist auch eine Fahrt nach Sausalito, was nur ein paar Kilometer nördlich von San Francisco liegt.

Aber nicht nur durch viele Ausflüge, die ich unternommen habe, war die Zeit an der CSU East Bay die beste meines Lebens, sondern mindestens genauso wichtig waren die Freunde, die ich an der Universität kennengelernt habe. Aus allen Teilen der Welt kamen die Leute, mit denen ich meine Freizeit verbracht habe: Australien, Japan, Thailand, Saudi-Arabien, Brasilien, Frankreich, Italien, Österreich, aber natürlich auch Deutschland und den USA. So viele internationale Studenten, die genauso viel oder wenig Englisch sprechen wie du, mit denen man jedoch super kommunizieren und feiern konnte.

Als Zusammenfassung lässt sich nur sagen, dass ich die CSU East Bay nur weiterempfehlen kann, da man keine Schwierigkeiten hat dort die beste Zeit seines Lebens zu haben und viele Kontakte zu Menschen aus allen Regionen dieser Welt zu schließen. Zudem sind die Professoren sehr nett, der Unterricht gut gestaltet und man kann ganz sicher was für jeden Studiengang lernen.