28 Sep
Erfahrungsbericht von Ali Osman K.

Ramkhamhaeng University

Stadt: Bangkok
Land: Thailand
Kontinent: Asien
Studienrichtung: Kommunikationswissenschaften
Studientyp: Auslandssemester
Zeitraum: 10/2010 bis 03/2011

Hochschule:
Studieninhalte:
Studienbedingungen:
Freizeit:
Spaß:
Kosten:
Gesamtbewertung:

Der Hauptgrund wieso ich für ein Semester nach Thailand gegangen bin, war von vornherein das Reisen und Erfahrungen sammeln und weniger das Studieren in Thailand. Ich studiere an einer Uni Informatik und mir war von vornherein klar, dass ich nichts anrechnen lassen kann. Von daher hab ichs bildungstechnisch ziemlich locker angehen lassen. Was man auch in Thailand tun sollte, die Thais nehmen selbst das meiste ganz locker und lassen sich von nichts stressen und das sollte man dann als Ausländer dort genauso tun. War echt mal ne willkommene Abwechslung zu unserer Stress -und Leistungsgesellschaft. Nach Thailand bin ich zusammen mit einem Kommilitonen und wenn ich im Bericht „wir“ schreibe, dann mein ich uns beiden, weil wir im Prinzip alles zusammen gemacht haben.

Also unser Flug mit Etihad Airways hat 650 gekostet, mit 3 Tagen Aufenthalt in Dubai. Kann ich nur empfehlen ein wenig extra Geld einzuplanen und die 3 Tage in Dubai verbringen. Wenn man schon die Möglichkeit hat, sollte man sie auch nutzen. 3Tage in Dubai reichen vollkommen und man hat alles gesehen, ohne sich groß zu stressen.
Etihad Airways als Airline kann ich echt nur empfehlen, weil es weder beim Hin noch beim Rückflug irgendwelche Probleme gab und dank dem ausgezeichneten Entertainmentprogramm langweilt man sich kaum auf den Recht langen Flügen.

Wohnen:

In Bangkok angekommen, hatte wir das Glück, dass uns eine Bekannte schon im vornherein die Adresse eines günstigen Hotels gesagt hatte und wir 3 Tage dort gewohnt haben, bis wir ein Apartment gefunden hatten. Hotels gibt’s in Bangkok mehr als genug und das ist auch das einzige was man vllt vor Abflug organisieren sollte, aber ist auch kein muss, hatte nicht das Gefühl dass die Bangkoker Hotels maßlos überfüllt sind.
Ein Apartment in der Nähe der Uni ist echt Pflicht, denn sogar recht kurze Distanzen, dauern relativ lang wegen dem extrem starken Verkehrs. Meistens dauern die Kurse bis 16uhr, aber auch manchmal bis 18uhr und wenn man da nicht in unmittelbarer Nähe wohnt, dann kanns schon mal dauern, dass es ne Stunde dauert bis man daheim ist, denn die Ramkhamhaeng Straße ist zwischen 17-20 Uhr extrem befahren und man kommt nur in Schneckentempo voran.
Unser Apartment war in der Ramkhamhaeng Soi 22, genannt auch das deutsche Haus, die Miete war zusammen mit Strom und Wasser 120euro ungefähr und zu Fuss war man am IIS Gebäude in 15minuten ungefähr.
Wenn man nach Apartments schaut Online, dann such nicht nach Nähe zum Campus allgemein, sondern zum IIS-Gebäude, denn mit den anderen Gebäuden werdet ihr nichts zu tun haben. Beliebte Apartements wie das Interplace oder Inspire sind zwar direkt am Campus, aber man läuft trotzdem 10-15minuten, bis man am IIS Gebäude ist, wo die Vorlesungen stattfinden.

Schon Fernweh bekommen?

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Einschreiben geht total easy, man geht ins Sekretariat im 7. Stock des IIS Buildings, sucht sich paar Kurse aus die man machen will, bezahlt die jeweiligen Studiengebühren und schon ist man eingeschrieben .
Die Kurse dauern je nach Kurs zwischen einer Woche und einem Monat und sind in Blöcken angeordnet, die meistens von 9-16 Uhr dauern, mit einer stunde Mittagspause dazwischen , aber bei mir wars der Fall, dass der Prof immer dann aufhört wenn er mit seinem Stoff durch war und das war dann meistens schon vor 16 Uhr. Je nach Prof und Kurs schreibt man am Anfang vom Kurs nen Test oder ein Essay und am Ende jeden Kurses gibt’s noch mal ein Finalexam. Wenn man das Studium richtig ernst nimmt und man hier in Deutschland einiges anrechnen lassen kann, dann ist der Arbeitsaufwand schon relativ hoch, aber dafür das Niveau des Unterrichts verglichen mit dem in Deutschland relativ gering.


Freizeit + Weggehen:

Bangkok bietet eigentlich alles was das Herz begehrt. Wunderschöne Tempel, riesige Märkte, moderne Einkaufscentren und noch vieles mehr. Also langweilig wird’s einem definitiv nicht in Bangkok. Und das absolute Highlight von Bangkok ist das Nightlife, man kann in Bangkok jeden Abend feiern gehen und man wird trotzdem immer rappelvolle Clubs finden. Bei den Thais ist alles auf Spaß ausgelegt und das merkt man auch. Zu empfehlen sind die Clubs am RCA(einfach Taxifahrer sagen „RCA“ und der weiß schon wo es lang geht) oder Ratchada. Man muss sich aber ziemlich Umstellen, denn in Thailand geht die Party früher los und hört auch meistens früher auf. Man sollte je nach Möglichkeit schon um 10 oder 11 im Club sein, am Wochenende sogar vor 10. Wenn man zu spät kommt, bekommt man keinen Tisch mehr und man steht den ganzen Abend dumm in der Ecke. In den thailändischen Clubs gibt’s normalerweise keinen Dancefloor wie wir ihn kennen, sondern im ganzen Club sind Tische verteilt, an dem man steht und man gewöhnlich eine Flasche Whiskey bestellt, denn ohne Flasche plus Mixer bekommt man keinen Tisch und ohne Tisch steht man dumm rum und das kommt nicht cool rüber. Das Tischsystem ist am Anfang ziemlich ungewohnt, aber man gewöhnt sich dran, vorallem weil man mit den Menschen an den Nachbartischen ziemlich schnell ins „Gespräch“ kommt;)


Reisen:

Bei uns war es der Fall, dass wir manchmal zwischen den Kursen bis zu einem Monat frei hatten, was wohl daran lag, dass wir die Kurse bewusst so gewählt hatten.
Wir haben allgemein jede freie Zeit zum Reisen genutzt. Der Norden mit Chiang Mai, Ayutthaya ist wunderschön, alles sehr grün und die Natur größtenteils unberührt. In Chiang Mai haben wir eine 3Tages Tour durch den Dschungel gemacht, mit Rafting Tour und Elefanten reiten. Wenn man das nötige Kleingeld mitbringt, kann man dort richtig viel erleben. Man wird auf der Straße oft angesprochen und mit Angeboten zugehäuft, aber niemals die Angebote von Leuten annehmen die auf einen zukommen, denn die sind meistens nur überteuert und sonst nichts.
Allgemein ist das Reisen in Thailand relativ unkompliziert, mit dem Zug kommt man in 12-14 Stunden in den Norden nach Chiang Mai oder auch in den Süden nach Phuket, Ko Phangan oder auch Ko Samui. Cool waren immer die Schlafwagons, die ein wenig mehr als die normalen Plätze kosteten, aber man dafür ein halbwegs angenehmes Bett hatte, wo man schlafen konnte.
Außerdem zu empfehlen sind Pattaya, ich weiß extrem schlechter ruf, aber zum Feiern ein richtig guter Ort. Ko Samed und Ko Chang, die alle mehr oder weniger auf der selben Tour liegen. Man ist in 2h mit dem Minivan in Pattaya, von dort dauerts 2 Stunden nach Ko Samed und von dort ebenfalls 2 Stunden nach Ko Chang.
Vor allem Ko Chang ist ein Besuch wert, für mich ist es die Partyinsel Nummer eins in Thailand. Wenn man den schönsten Strand sehen will, dann muss man in den Süden, z.B. nach Ko Phi Phi.


Tipps und Tricks:

  • Niemals kritisch über Thailand und vorallem über den König reden. Thais lernen nicht zu hinterfragen und für sie ist Thailand das mit Abstand beste Land der Welt, wo alles in bester Ordnung ist und der König ist Gott. Einfach nichts gegen den König sagen und man bekommt keinen Ärger. Zum Beispiel Geldmünzen oder Scheine niemals rumwerfen, sondern immer höflich und sachte auf den Tresen legen.
  • Dem Taxifahrer immer sagen, dass er das Taximeter anmachen soll, wenn nicht einfach aussteigen und sich ein anderes holen. Denn Taxis gibt’s dort wie Sand am mehr.
  • Angebote von Leuten die auf euch zukommen niemals annehmen, da steckt meistens Abzocke dahinter, selber auf die Leute zugehen.
  • Bei Möglichkeit immer ne Jacke oder Pulli dabei haben, auch wenns draußen 35 Grad hat, hats im Bus oder in irgendeinem Gebäude 20Grad, dank der auf Hochtouren laufenden Klimas.
  • Niemals Streit mit nem Thai anfangen, denn am Ende bist du immer der derjenige der das Maul voll kriegt, denn Thai gegen Ausländer, da kannst du sicher sein, dass die Thais zum anderne Thai halten und auf dich ein prügeln.
  • Immer Handeln, denn als Ausländer zahlt man immer dazu.

Fazit:

Die 5 Monate in Thailand waren einfach der Hammer. Ich hab keine Sekunde lang bereut, diesen Trip gemacht zu haben. Ich habe Erfahrungen und Erlebnisse gesammelt die ich niemals werde vergessen können und das ist nun mal Unbezahlbar. Mein Kumpel und ich lachen uns immer noch schlapp, wenn wir uns die Geschichten aus Thailand oder den anderen Reisen erzählen. Bisher hab ich noch niemanden getroffen, der von seinem Trip nach Thailand enttäuscht, egal ob Mann oder Frau, Single oder Vergeben.
Ich kann es wirklich jedem Empfehlen in Thailand ein paar Monate zu Leben, ihr werdet es nicht bereuen.