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In Schweden existieren mehr als 35 Universitäten und University Colleges. Die Universitäten entsprechen bezüglich ihres Studienangebotes und ihrer Organisation in etwa den deutschen, während sich die University Colleges eher auf einen oder mehrere Fachbereiche spezialisiert haben. Außerdem bieten sie kein postgraduales oder Promotionsstudium an. Darüber hinaus gibt es noch die meistens ebenfalls spezialisierten Fackhögskolor wie zum Beispiel das Karolinska Institutet für den Medizinbereich. An diesen Hochschulen ist es möglich, ein Promotionsstudium zu machen.
Studiensystem und Abschlüsse
Der Bachelor heißt in Schweden Kandidatexamen, und er kann in der Regel innerhalb von drei Jahren erlangt werden. In manchen Studiengängen kann man auch nach zwei Jahren ein Diplom machen. Unter folgender Adresse findet man Studiengänge auf Englisch, die zum Bachelor führen: http://www.sweden.se/templates/cs/CommonPage____4942.aspx
Nach dem Bachelor kann man ein weiters Jahr studieren, einige Prüfungen ablegen und eine schriftliche Arbeit verfassen, um den Magister zu erlangen. Hier gibt es Magisterstudiengänge in englischer Sprache: http://www.sweden.se/templates/cs/CommonPage____4961.aspx
Mit einem Bachelor oder Master kann man in Schweden innerhalb von etwa vier Jahren promovieren. Weitere Informationen bekommt man im Handbook for Postgraduate Students unter http://www.doktorandhandboken.nu/2.44aba2dc11030072f75800056276.html
Studienjahr
In Schweden ist das Studienjahr in ein Herbst- und ein Frühjahrssemester unterteilt. Das Herbstsemester dauert von August bis Januar, das Frühjahrssemester von Januar bis Juni.
Anerkennung von Studienleistungen
Da die schwedischen Universitäten bereits das European Credit Transfer System (ECTS) nutzen, ist eine Anerkennung der dort erbrachten Studienleistungen an der deutschen Hochschule in der Regel kein Problem.
Bewerbung
Mit dem deutschen Abitur kann man an einer Universität in Schweden ein Studium beginnen, wobei es allerdings nur eine begrenzte Anzahl an Studienplätzen gibt. Sie werden mit Hilfe eines Numerus-Clausus-Verfahrens vergeben, und die Hochschulen legen ihre weiteren Zulassungskriterien jeweils selber fest.
Gerade für beliebte Bereiche wie Medizin, Technik und Wirtschaft gelten besonders strenge Voraussetzungen, was auch bei ausländischen Studenten, die ein Vollstudium machen möchten, die Regel ist.
In der Regel bewirbt man sich direkt bei der gewünschten Hochschule, aber für manche Fächer wird die Studienplatzvergabe von einer zentralen Stelle aus geregelt.
Wer nicht an einem Austauschprogramm teilnimmt, muss bei der Bewerbung folgende Unterlagen einreichen:
das Abiturzeugnis,
einen Sprachnachweis in Schwedisch wie den TISUS-Test (http://www.nordiska.su.se/pub/jsp/polopoly.jsp?d=1538) oder
einen Sprachnachweis in Englisch wie den TOEFL, IELTS oder das Cambridge Certificate of Proficiency.
Falls man Englisch als Leistungskurs im Abitur hatte, wird kein Englischnachweis verlangt.
Sprachkenntnisse
Man kann in Schweden zwar viele Studiengänge auf Englisch belegen, aber um im Alltag besser zurechtzukommen und die Kultur besser zu verstehen, bietet es sich an, trotzdem Schwedisch zu lernen. Für ein Studium in schwedischer Sprache werden sowieso ausreichende Kenntnisse vorausgesetzt. Für ein Vollstudium ist ein Nachweis zu erbringen, zum Beispiel die Teilnahme an einem universitären Sprachkurs.
Lebenshaltungskosten
Da die Lebenshaltungskosten wie in allen nordeuropäischen Ländern auch in Schweden sehr hoch sind, sollte man monatlich etwa 600 bis 800 Euro einplanen.
Wohnen
Die meisten schwedischen Studenten wohnen in Studentenwohnheimen, die im Monat etwa 250 bis 350 Euro kosten und somit wesentlich günstiger sind als eine Unterkunft auf dem freien Wohnungsmarkt, denn dort kann ein Zimmer zur Untermiete schon einmal bis zu 400 Euro kosten. Zu den Studentenwohnheimen gibt es auf den Universitätshomepages jede Menge Auskünfte; wer im Rahmen eines Austauschprogrammes nach Schweden kommt, hat seinen Platz in einem Wohnheim sogar bereits sicher.
Man kann zunächst einmal nach Schweden reisen, um dort vor Ort eine Unterkunft zu suchen, und für den Übergang auf einem umgebauten Schiff in Stockholm unterkommen. Es ist Teil einer Jugendherberge und bietet günstige Übernachtungen; außerdem hat man von seiner Kajüte aus einen hervorragenden Blick auf das königliche Schloss. Weitere Informationen gibt es unter
http://www.svenskaturistforeningen.se/templates/hostel.aspx?id=1987&source=search
Visum und Krankenversicherung
Als EU-Bürger benötigt man für die Einreise nach Schweden kein Visum, sondern lediglich einen Personalausweis. Wer länger als drei Monate bleiben möchte, muss allerdings eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Dazu informiert man sich am besten bei der schwedischen Einwanderungsbehörde in Norrköping.
Man muss dafür folgende Unterlagen vorweisen: einen gültigen Reisepass oder Personalausweis, die Zusage einer schwedischen Hochschule, einen Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel sowie einen Krankenversicherungsnachweis.
Die Homepage der schwedischen Botschaft findet man unter http://www.swedenabroad.com/pages/start____15406.asp
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