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Neben einem guten Bildungssystem gibt es in Italien gastfreundliche Menschen, schöne Landschaften und Städte sowie fast immer gutes Wetter, um nur einige Annehmlichkeiten zu nennen.
Studenten können hier zwischen 70 verschiedenen Hochschulen wählen, von denen sich einige sogar ausschließlich um Gaststudenten kümmern. Alles in allem kann das Land 1,9 Millionen Studenten vorweisen, unter denen rund 26.000 aus dem Ausland stammen - die meisten mit 17 % tatsächlich aus Deutschland.

Gründe für ein Studium in Italien
Neben den oben genannten landesspezifischen Vorteilen hat Italien auch ein sehr gutes Bildungssystem zu bieten, das sich am angloamerikanischen System orientiert und ein flexibles Studium ermöglicht. Auch die Studiengebühren sind vergleichweise niedrig. Ein Auslandsstudium in Italien zählt sicherlich zu den angenehmsten Abschnitten im Leben jedes Studenten.

Studiensystem Italien
Neben 57 staatlichen Universitäten, drei schulischen Einrichtungen, drei Technischen Hochschulen, vierzehn privaten Hochschulen und fünf Hochschulinstituten gibt es zwei Universitäten speziell für Ausländer. An ihnen erlernen Ausländer alle nötigen Fähigkeiten für ein Studium in Italien, wozu vor allem die Sprache zählt - deshalb sind sie im Grunde keine regulären Universitäten. Darüber hinaus existieren auch Kunstakademien mit eigenen Abschlüssen sowie Einrichtungen, die den Hochschulen ähnlich sind und berufsbezogen auf akademischem Niveau ausbilden.
Der erste Abschnitt des reformierten italienischen Hochschulsystems dauert drei Jahre und führt zu einem berufsqualifizierenden, akademischen Abschluss, der Laurea. Daraufhin folgt ein zwei Jahre dauerndes Aufbaustudium, nach dem man die Laurea Specialistica erlangt und in dieser Zeit sein vorhandenes Wissen vertieft und sich spezialisiert.
Anschließend kann man einen Promotionsstudiengang beginnen (Dottorato di Ricerca). Auch das Angebot an Master-Studiengängen nimmt an italienischen Universitäten stetig zu.

Aufnahmekriterien zum Italien-Studium
Um ein Studium in Italien zu beginnen, benötigt man die deutsche Hochschulzugangsberechtigung. Mit ihr kann man ein Studium im Undergraduate-Bereich aufnehmen. Für den Postgraduate-Bereich reicht das Vordiplom oder die Zwischenprüfung nicht aus, sondern man muss den ersten akademischen Abschluss vorweisen können. Mittlerweile ist die Anrechnung deutscher Master- und Bachelorstudiengänge im europäischen Ausland dank des Bologna-Prozesses wohl kein Problem mehr.

Bewerbungsprozedur an Universitäten in Italien
Wer in Italien studieren möchte, muss seine Bewerbung direkt an die gewünschte Hochschule richten. Zu ihr gehören eine Kopie des Abiturzeugnisses mit italienischer Übersetzung, eine Bescheinigung darüber, dass der deutsche Schulabschluss für ein Studium in Italien ausreichend ist, Passfotos, ein Krankenversicherungsnachweis sowie ein Nachweis über ausreichende Geldmittel. Zusätzlich muss der Student über ausreichende Italienischkenntnisse verfügen; an manchen Universitäten werden noch Sprachtests durchgeführt. Im Hinblick auf fachspezifische Eignungstests sollte man sich vorher direkt bei der Hochschule erkundigen.

Kosten und Finanzierungen eines Italien-Studiums
Zu den Studiengebühren an den italienischen Universitäten gehören ein Grundbetrag, verschiedene Gebühren sowie Zuschläge für Prüfungen. Als Richtwert gelten etwa 750 Euro pro Jahr, wobei die Kosten je nach Hochschule variieren. Die Lebenshaltungskosten unterscheiden sich nicht großartig von denen in Deutschland; man sollte mit mindestens 600 Euro pro Monat rechnen.
Für Auslandsaufenthalte gibt es verschiedene Formen der finanziellen Unterstützung. Dazu gehören zum Beispiel Auslandsbafög, Teilstipendien verschiedener Organisationen, Bildungskredite und einige andere. Darüber hinaus kann man als Gaststudent in Italien auch arbeiten.

Anerkennung von Studienleistungen
Um sich in Italien erbrachte Studienleistungen anrechnen zu lassen, sollte man bereits im Vorfeld mit dem zuständigen Prüfungsamt sprechen, das die Kursinhalte miteinander vergleicht. Hat man einen akademischen Grad erlangt, ist die Anerkennung einfacher: Zwischen Deutschland und Italien besteht die Abmachung, dass die Laurea dem Magister, Diplom oder Staatsexamen entspricht.

Visum und Krankenversicherung für Italien
Mit einem gültigen Reisepass oder Personalausweis können EU-Bürger problemlos nach Italien einreisen und sich dort bis zu 90 Tage aufhalten. Danach kann man sich um eine Aufenthaltsgenehmigung kümmern; diese ist aber nicht obligatorisch.
Um den Krankenversicherungsschutz zu gewährleisten, sollte man sich den Nachweis E 111 bei seiner Krankenkasse ausstellen lassen, mit dem man die Kosten für eventuelle Krankheiten oder Krankenhausaufenthalte erstattet bekommt. Auch eine private Versicherung genügt als Nachweis, aber ohne eine Krankenversicherung kann man sich an keiner italienischen Universität einschreiben.




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