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Filmstudium im Ausland an Firlmschulen

Die Filmbranche ist ein Milliardengeschäft und die Branche wächst unaufhörlich weiter. Im Jahre 2005 wurden mehr als 4600 Filme hergestellt und mehr als eine Milliarde Kinokarten verkauft. Doch der Film hat nicht nur eine wirtschaftliche Bedeutung: vor allem ist der Film eine Kunstgattung, die sich aus vielen gestalterischen Komponenten zusammensetzt. Im Wesentlichen geht es Spiel- und Dokumentarfilme, die für das Kino und Fernsehen produziert werden.

Studium im Inland

In Deutschland können folgende Studiengänge im Bereich Film studiert werden: Filmwissenschaft, Film- und Fernsehproduktion, Regie und Schauspiel. Die wohl am meisten verbreitete Disziplin Filmwissenschaft betrachtet Filme als eine künstlerische Ausdrucksform, das sich vor allem in dem Aufbau des Studiums widerspiegelt. Der Studiengang Filmwissenschaften beinhaltet sehr viel Theorie und recht wenig Praxis. Künstlerisch-gestalterische Fähigkeiten werden vor allem in den Studiengängen wie Film- und Fernsehproduktion an speziellen Filmakademien und -hochschulen vermittelt; jedoch kaum an den Universitäten. Gegenstand des Studiums sind vor allem Fächer wie Geschichte, Ästhetik und Theorie des Films. Die meisten deutschen Studiengänge im Bereich Film sind zulassungsbeschränkt.

Im Grundstudium werden den Studierenden generelles Filmverständnis und die notwendigen Methoden zur Filmanalyse vermittelt. Die meisten Kurse agieren fächerübergreifend, so dass Themen aus anderen Disziplinen wie z.B. aus der Germanistik oder der Philosophie berücksichtigt werden. Für gewöhnlich werden auch Übungen zur Gestaltung angeboten, beispielsweise zur Regie oder zum Drehbuchschreiben. Jedoch werden die Übungen nur vereinzelt angeboten und machen nicht den Hauptteil des Studiums aus. Im Hauptstudium werden die im Grundstudium erlangten Fähigkeiten und Kenntnisse vertieft und erweitert. In der Regel beschäftigt man sich im Hauptstudium mit einzelnen Epochen, Genres oder Regisseuren.

Die Regelstudienzeit variiert je nach Art des Studiengangs. Für einen Magister- oder Diplom-Studiengang werden 8 bis 9 Semester angesetzt, und für den Bachelor werden in der Regel 6 Semester benötigt. An den Bachelor kann vereinzelt auch ein weiterführender Master angesetzt werden. Zudem besteht die Möglichkeit zur Promotion.


Studium im Ausland

Wie auch das Design-Studium wird das Film-Studium im Ausland von viel spezialisierteren meist privaten Filmschulen oder Filmfakultäten abgehalten, die neben Weiterbildungen und Schulungen im Rahmen von Certificates und Diplomas auch anerkannte Studienabschlüsse verleihen wie den Bachelor oder Master.

Im Gegensatz zu den deutschen Fachhochschulen bieten die ausländischen Filmschulen eine Ausbildung, die sich am aktuellen Stand und Bedürfnissen der Film- und Fernsehbranche orientiert. Um die beruflichen Anforderungen gerecht zu werden, werden die Lehrpläne mit theoretischen und künstlerisch-praktischen Elementen des Films vom ersten Tag an kombiniert. Somit werden in einem Studiengang wie Film Studies Kenntnisse in Contemporary Film and Media Theory, Film Criticism, Screenwriting, Producing, Animation oder Editing konzentriert vermittelt. Manche Hochschulen bieten sogar in den Lehrplan integrierte Branchenpraktika an. Die Studierenden haben dadurch die Möglichkeit, während des Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln.

Die Filmhochschulen sind vorwiegend kostenpflichtig. Die Kosten variieren nach Studienort und Studiengang Jedoch besteht an einigen Schulen die Möglichkeit Intensiv-Workshops beispielsweise in Acting, 3D-Animation oder Digital Filmmaking von unterschiedlicher Dauer zu belegen. Je nach Schwierigkeitsgrad können die Workshops von 4 bis 8 Wochen oder auch bis zu einem Jahr dauern. Ziel des Studiums ist die Qualifizierung der Studierenden für die wichtigsten Berufsgruppen in der Film- und Fernsehbranche.

Für gewöhnlich ist Zulassungsvoraussetzung an einer Schule in Ländern wie Australien, England oder den USA der Nachweis über vorhandene Englischkenntnisse in Form eines Tests wie TOEFL oder IELTS.


Arbeitsfelder

Da das zumindest deutsche Studium sehr viel Theorie und wenig Praxis beinhaltet, sind eindeutige Berufe nur schwer bestimmbar. Tätigkeiten in Film- und Fernsehproduktion, Werbung, im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, Weiterbildung, Kultureinrichtungen, Printmedien oder Hochschulen können von Filmwissenschaftlern ausgeübt werden. Sie sind vor allem in Funktionen wie Produzenten, Redakteure, Dramaturgen, Lektoren oder Filmkritiker tätig.


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