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Design studieren im Ausland an Designschulen
Kreativ-künstlerische Studiengänge erfreuen sich großer Beliebtheit bei den deutschen Schulabgängern. Jedes Jahr bekommen etwa 1300 Schulabgänger die Möglichkeit an einer deutschen Hochschule zu studieren. In Wirklichkeit bewerben sich jedoch jedes Jahr zehnmal so viele Schulabgänger. Doch nicht jeder hat Aussicht auf einen Studienplatz. Ausschlaggebendes Kriterium für die Aufnahme an einer der vielen Hochschulen ist die „künstlerische Eignung“ des Bewerbers.
Studium im Inland
Der Fachbereich Design/Gestaltung bietet eine Vielfalt an Studiengängen. Und im Zuge der technischen Innovationen in der Kommunikationsbranche kommen laufend neue Studiengänge hinzu. Weitgehend lässt sich der Fachbereich jedoch in zwei Studiengänge unterteilen: Kommunikationsdesign (Graphikdesign/visuelle Kommunikation) und Produktdesign (Industriedesign). Kommunikationsdesign bezieht sich auf die Medien, dessen Inhalte visuell gestaltet werden. Produktdesign dagegen befasst sich mit Produkten, die uns in unserem Alltag begegnen. Zum einen sind es Konsumgüter wie Haushaltsgeräte, Möbel oder Werkzeuge, und zum anderen sind es Investitionsgüter wie Produktionsmaschinen, Medizintechnik oder Fahrzeuge.
Das Ziel des Studiums ist es, dem Studierenden des Studiengangs Design Fähigkeiten und Kenntnisse in Gestaltung zu vermitteln, die der Studierende später selbständig auf neue Gestaltungsbereiche übertragen soll. Die Lehrinhalte zu den Studiengängen unterscheiden sich erheblich zwischen den einzelnen Hochschulen. Im Allgemeinen beschränkt man sich im Grundstudium auf die Vermittlung allgemeiner Designkompetenzen in theoretischer, methodischer und praktischer Hinsicht. Die einzelnen Teilkompetenzen agieren in der Regel interdisziplinär. Anschließend im Hauptstudium muss der Studierende einen Schwerpunkt wählen und sich auf einen bestimmten gestalterischen Bereich spezialisieren. Auch in der Spezialisierung unterscheiden sich die einzelnen Hochschulen erheblich.
Die Regelstudienzeit variiert zwischen den einzelnen Bildungsstätten. An Fachhochschulen beträgt die Studienzeit in der Regel 8 Semester, an manchen Kunsthochschulen 9 bis 12 Semester. Das Studium schließt mit dem Erwerb des Titels B.A., M.A. oder Diplom-Designer ab.
Studium im Ausland
Im Gegensatz zu deutschen Hochschulen wird das Design-Studium im Ausland in der Regel von recht spezialisierten, meist privaten Designschulen angeboten, die ebenso anerkannte Studienabschlüsse verleihen wie die staatlichen Universitäten. Die meisten Schulen sind kostenpflichtig, und die Gebühren variieren nach Studienort und Studienfach.
Viele dieser Designschulen zeichnet eine kurze Studiendauer aus, da man sich von Beginn an auf eine bestimmte Richtung spezialisiert. Zudem bieten einige Schulen auch die Möglichkeit, verkürzte Kurse zu belegen, um Zeit und Kosten zu sparen.
Die Lehrpläne sind sehr branchen- und praxisorientiert; fundierte Studiengänge wie Communication Design, Multimedia Design, Fashion Design, Graphic Design, Interior Design oder Industrial Design werden durch eine Reihe branchentypischer Seminare ergänzt. Somit müssen die Studierenden neben dem regulären Programm auch wirtschaftsbezogene Veranstaltungen wie Fashion Business, Merchandising, Fashion Promotion oder Brand Management besuchen, um eine komplette Übersicht in eine Brache zu erhalten. Weiterhin können auch eine Reihe ungewöhnlicher Studiengänge belegt werden, beispielsweise Accessories and Shoe Design, Virtual Design, Cullinary Design, Sound Design, Light Design, Videogame Design, Theatre Design, Interior Yacht Design, Specialisation in Bathroom Furnishing, Marketing of Luxury Goods oder Technical and Sports Wear Design.
Da die Unterrichtsprache an den meisten Hochschulen Englisch ist, werden gute Englischkenntnisse vorausgesetzt. In englischsprachigen Ländern (Australien, England, USA) muss ein Nachweis über Englischkenntnisse in Form eines Tests wie TOEFL oder IELTS erbracht werden.
Fast alle Universitäten schließen das Studium mit einem Bachelor oder Master ab. Einige Fachschulen verleihen auch Zertifikate oder andere landes- und branchentypische Abschlüsse für einzeln absolvierte Kurse. Eine weitere Voraussetzung für die Aufnahme an einer Hochschule ist das Vorlegen eines Portfolios mit eigenen Arbeitsproben. Falls man keine Vorkenntnisse im Mode- und Designbereich hat, hat man die Möglichkeit, sogenannte Design Fundamentals oder Basic Programmes zu besuchen. Diese Kurse sind besonders ideal für internationale Studierende, die ihre Englischkenntnisse vor dem Studium verbessern wollen und während dessen ein eigenes Portfolio erstellen können.
Arbeitsfelder
Im Laufe der Zeit wurden die Arbeitsfelder von Designern erheblich erweitert. Der Fachbereich Design hat nicht zuletzt wegen der technischen Entwicklung einen rasanten Fortschritt auf dem Kommunikationsmarkt durchgemacht. Mittlerweile findet man Designer in der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für Bereiche Kultur, Politik und Wirtschaft, in der graphischen Gestaltung für Printmedien oder auch in der Multimediabranche in Bereichen wie Fotographie, Animation, Audio und Video.
Gestaltungsschwerpunkte im Kommunikationsdesign sind beispielsweise die Herstellung von Druckvorlagen für Werbung, Entwerfen von Geschäftsbriefen, Plakaten, Anzeigen, Kataloge, Gebrauchsanleitungen, Konzeption und Gestaltung von audiovisuellen Medien wie z.B. Videoclips, Werbevideos, Bildungsarbeit, Internetseiten u.Ä. Das Produktdesign konzentriert sich hingegen auf das Gestalten von Konsumgütern (z.B. Kleidung, Schmuck, Möbel, Hausrat usw.), Investitionsgütern (z.B. Maschinen, Arbeitsgeräte, Anlagen usw.) und Fahrzeugen (PKWs, LKWs Flugzeuge, Schiffe usw.).
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