Home / Wissen / Auslandsstudium mit Mittlerer Reife und Lehre
Auslandsstudium mit Mittlerer Reife und Lehre
Studium im Ausland mit Mittlerer Reife und Lehre!
Ramon Tissler im Interview mit Paul Landon, Ferris State University, über die positive Einschätzung der deutschen Lehre seitens machner amerikanischer Hochschulen.
Studieren ohne Abi und auch Fachabi? In Deutschland völlig unmöglich, weil für die Aufnahme an Fachhochschulen mindestens Fachabi notwendig ist und für Universitäten das Abitur. Das es auch anders geht beweist das Unternehmen College-Contact.com, welches seit etlichen Jahren Studienplätze im Ausland für deutsche Staatsbürger organisiert.
"Das so etwas funktionieren kann, liegt eigentlich auf der Hand", erklärt der Geschäftsführer von college-contact.com, Ramon Tissler, weil
1. das englischsprachige Ausland meist 12 Jahre Schule im sekundären Sektor vorsieht und man damit die Hochschulzugangsberechtigung erlangt und
2. Berufserfahrung hier mehr zählt. Universitäten und Colleges im Ausland werben zum Teil damit, "Credit" auf erlangte Berufserfahrung zu geben und sie auf die erforderlichen Leistungsnachweise zur Erlangung von akademischen Abschlüssen anzuerkennen.
Paul Landen, Direktor der International Admissions Office der Ferris State University in Michigan, erklärt warum: "We have had positive experiences with the German dual system and the good qualification of German students gaining professional experiences and academic credit within the ´Lehre´".
Die Unterschiede im Ausbildungssystem
Innerhalb der deutschen Lehre solle ja auch das notwendige theoretische Wissen gelehrt werden, welches zur Ausübung des Berufs im entsprechenden Bereich notwendig ist, erklärt Ramon Tissler. Hinzu komme, dass das englischsprachige Ausland mit den Bachelor-Abschlüssen ja eine berufsqualifizierende Ausbildung anbietet, was der praxisorientierten Ausbildung der Lehre in Verbindung mit Unterricht entgegenkommt. Theoretisch fehlen den deutschen Interessenten mit Mittlerer Reife 2 Jahre akademische Ausbildung durch die nur 12 Jahre dauernde sekundäre Ausbildung an Schulen in englischsprachigen Ländern. "Die meist 2,5-3 Jahre andauernden deutschen Lehren kompensieren in vielen Fällen die fehlenden 2 Jahre an Hochschulen im Ausland." Natürlich hängt die Anerkennung von den Hochschulen selber ab da sie autonome Institutionen sind und damit eigenständig über Annahme von Bewerbern im entsprechenden Profil entscheiden.
Der Wermutstropfen
Einen kleinen Wermutstropfen hat die tolle Möglichkeit allerdings: "die garantierte Aufnahme ist leider nur an einigen Universitäten möglich insbesondere bei denen, die hohe Flexibilität auszeichnet, die nur relativ wenige internationale Bewerber verzeichnen oder akademische nicht zu anspruchsvoll sind.", so Ramon Tissler
Veröffentlicht am: 27.01.2007

Autor: Ramon Tissler
|
|