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San Diego State University Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht von Marc S.
Hochschule: San Diego State University
Stadt: San Diego
Land: USA
Studiengang: BWL
Studienart: Semester
Zeitraum: August 2011 bis Dezember 2011
Bewertungen:
Studieninhalte:  (2.0)
Studienbedingungen:  (1.3)
Leben:  (1.0)
Fun:  (1.0)
Nutzen/Referenz:  (1.7)
Kosten:  (2.7)
Durchschnittsbewertung:  (1.6)
Bericht:
Uniauswahl & Visum:
Bei der Auswahl der richtigen Uni waren College Contact im Allgemeinen und Aline im Speziellen (Danke nochmal an dieser Stelle!) wirklich eine große Hilfe.
Alle Fragen, auch wenn sie noch so banal sind, werden sehr zügig beantwortet, man fühlt sich auf jeden Fall gut aufgehoben und betreut.
Für mich war dann relativ schnell klar, dass es die SDSU werden würde, das einzige Problem war nur, dass ich noch auf das DAAD-Sprachzeugnis von meiner Uni warten musste und der Bewerbungsschluss aufgrund der starken Nachfrage immer weiter nach vorne geschoben wurde. Letztlich hat es aber geklappt und ich hatte meinen Platz an der SDSU sicher.
Danach ging es daran, einen Visumstermin zu bekommen. Hier sei gesagt, dass es nicht schaden kann, diesen Termin früh genug zu beantragen, um nicht am Ende in Zeitnot zu kommen.
Der Termin selbst (ich war in der Botschaft in Berlin) ist wiederum keine große Sache, sofern ihr die geforderten Unterlagen dabei habt. Und ich sage euch: ihr WERDET die Unterlagen dabei haben, die netten Mitarbeiter dort haben auch kein Problem damit, euch einfach wieder nach Hause zu schicken, wenn ihr etwas vergessen habt. Aber das nur am Rande, ich will euch keine Angst machen oder so.

An- & Unterkunft:
Wie die meisten habe ich mir nach meiner Ankunft in San Diego erst einmal ein Hostel genommen, um vor Ort auf Wohnungssuche zu gehen.
Ich war im Hostel in Ocean Beach. Ist nicht unbedingt zu empfehlen, wenn man hohe Ansprüche an Hygiene, Lautstärke oder Sonstiges hat. Ich würde an eurer Stelle wahrscheinlich lieber ein Hostel in Downtown nehmen, aber das sei jedem selbst überlassen, ich möchte nur keine Empfehlung für das OB-Hostel aussprechen.
Vor der Wohnungssuche vor Ort braucht man nicht allzu viel Angst haben. Über Craigslist (meiner Meinung nach muss man keine anderen Plattformen nutzen, da Craigslist ausreichend Angebot bietet) einfach die Vermieter direkt anrufen und Termine vereinbaren. Ich habe letztendlich in der College Area gewohnt und habe dies nie bereut. Dort bekommt man mehr vom „College-Leben“ mit und wenn man mal zum Strand möchte, dann fährt man einfach dort hin. Letztlich ist das aber jedem selbst überlassen, aber fokussiert euch nicht zu sehr auf Pacific Beach, es gibt auch andere Möglichkeiten zum Wohnen.

Kurse & Uni
Bei der Kurswahl werden die Austauschstudenten vom ALI (also alle Studenten, die nicht über eine Uni-Partnerschaft an die SDSU kommen) spürbar zweitklassig behandelt. Vor allem die Business-Kurse sind meistens schon voll, bevor man überhaupt die Möglichkeit bekommt, die Kurse zu crashen. Das Crashen an sich sieht dann (oftmals) so aus, dass 30 ALI-Studenten um 2-3 freie Plätze kämpfen. Dieses Prozedere muss einem nur vorher klar sein, da sich sonst schnell eine gewisse negative Grundeinstellungzu den Koordinatoren einstellt, da von dieser Seite keine Hilfe zu erwarten ist. Aber letztendlich bekommt jeder (mehr oder weniger) die gewünschten Kurse, aber stellt euch in den ersten beiden Uni-Wochen darauf ein, unglaublich viele Vorlesungen zu besuchen, in den meisten aber keinen Platz ergattern zu können.
Ich hatte am Ende folgende Kurse:
FIN323 – Fundamentals of Finance – Der Kurs war super interessant, aber es war ganz einfach viel zu viel Stoff, was dazu führte, dass niemals die Möglichkeit bestand, eine Diskussion in der Vorlesung zu führen
FIN327 – Investments – Der Kurs baut auf dem o.g. Kurs auf, war für mich aber viel interessanter, da es auch möglich war, einmal nachzufragen oder zu diskutieren -> empfehlenswert
MGT352 – Human Resource Management – Ich brauchte den Kurs für die Anrechnung an meiner Uni in Deutschland. Aus einem anderen Grund sollte man den Kurs bitte nicht wählen!
MIS302 - Supply Chain Management – Ich brauchte den Kurs auch für die Anrechnung, aber der Kurs war im Gegensatz zu o.g. Kurs wirklich interessant

Insgesamt ist das Niveau der Kurse nicht mit deutschem Standard vergleichbar, die Finance-Kurse waren noch recht anspruchsvoll, jedoch sollte man nicht an die SDSU gehen, wenn man Wert auf ein qualitativ hochwertiges Studienangebot legt. Zudem muss einem klar sein, dass man (ich spreche hier von Business-Kursen, da ich keine anderen besucht habe) nicht nur mit Amis studiert, sondern dass oftmals der halbe Raum voller Deutscher und Dänen sitzt. Das gilt nicht nur für die Kurse, sondern allgemein für den Alltag in San Diego: Es sind unglaublich viele Deutsche dort, also wer sein Auslandssemester ausschließlich mit Amis verbringen möchte, der sollte sich überlegen, ob San Diego das Richtige für ihn/sie ist.

Freizeit:
Die Uni ist riesig, heißt es spielt sich wirklich viel allein auf dem Campus ab.
Ganz wichtig sind natürlich die Sportteams, speziell Football und Basketball. Beim ersten Footballspiel gibt es ein riesiges Tailgate (sehr zu empfehlen!) und die Basketballspiele, die in der Viejas Arena direkt auf dem Campus ausgetragen werden, sind auch ein Muss für jeden, ob er nun sportbegeistert ist oder nicht.Zudem kann man sich natürlich auch selbst sportlich betätigen, also Beispiel seien die Intramural Leagues im Gym (Soccer, Basketball, Volleyball etc.) oder die Surfkurse am MBAC (lohnt sich auf jeden Fall und macht viel Spaß).Zu den einzelnen Trips, die man machen sollte, muss ich nicht viel sagen, das wurde in den letzten 100 Erfahrungsberichten ja schon recht ausführlich beschrieben, ich zähle nur noch einmal auf, vielleicht ist ja etwas neues dabei: Las Vegas, Grand Canyon, San Francisco (inkl. Abstecher nach Stanford), Los Angeles, Laguna Beach (schönster Strand!), Malibu Beach, Venice Beach, Santa Barbara (auf jeden Fall an Halloween!), Kings Canyon, Sequoia National Park, Anza Borrego Wüste.Findet es einfach selbst heraus, in Kalifornien gibt es unzählige Möglichkeiten, irgendwo hin zu fahren, es ist alles schön.

Nachtleben in San Diego:
Donnerstag: Partybus von der SDSU zum Ivy
Freitag: Fluxx, dort legen oftmals bekannte DJs auf
Samstag: Whiskey Girl (Bar) in Downtown und danach Voyeur
Sonntag: Poolparty auf dem Rooftop des Hard Rock Hotels, oftmals mit bekannten DJs, jedoch nur im Sommer bis höchstens Mitte September

Entscheidet euch für San Diego und ihr werdet die beste Zeit eures Lebens haben!

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