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University of California San Diego Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht von Katharina S.
Hochschule: University of California San Diego
Stadt: San Diego
Land: USA
Studiengang: Politische Wissenschaft
Studienart: Semester
Zeitraum: September 2007 bis Dezember 2007
Bewertungen:
Studieninhalte:  (2.3)
Studienbedingungen:  (2.0)
Leben:  (1.0)
Fun:  (1.0)
Nutzen/Referenz:  (2.0)
Kosten:  (2.0)
Durchschnittsbewertung:  (1.7)
Bericht:
Ich war von September bis Dezember an der UCSD und es war eine superschöne Zeit! Hier kommen die wichtigsten Punkte:

1. Wohnungssuche
Da ich von vielen gehört und auch im Internet gelesen hatte, dass man ganz leicht eine Wohnung in San Diego bekommt, habe ich mich in Deutschland mit dem Thema nicht beschäftigt, sondern bin eine Woche vorher nach San Diego gekommen und habe vor Ort angefangen zu suchen. Leider war es nicht so einfach wie gedacht. Entweder die Wohnungen/Häuser waren zwar billig, aber dafür super schäbig und ganz weit weg von der Uni (nicht zu vergessen: San Diego ist die zweitgrößte Stadt in Kalifornien und das öffentliche Verkehrsnetz ist einfach nur schlecht. Es gibt nur ein paar Buslinien, die z.B. am Wochenende um 10 Uhr ihren Dienst einstellen...Aber wenigstens ist im Studentenausweis der Uni kostenloses Busfahren inklusive, wenn man eine Ausweitung auf das gesamte San Diego Netz möchte, muss man noch etwas dazu zahlen. Aber die Buslinien um die Uni herum und die Buslinie nach Downtown sind kostenlos.) Ich habe mich also fleißig auf www.craigslist.com umgesehen und habe dann auch ein schönes Haus in der nähe von der Uni mit ganz lieben Mitbewohner gefunden. Natürlich sind die Preise in La Jolla (wo die Uni liegt) natürlich viel höher, aber alleine die Zeit, die man wegen dem Busfahren spart, wiegt das wieder auf. Ein Auto würde ich jedem empfehlen der länger als ein Quarter drüben bleibt; in Amerika ist es ohne Auto einfach lästig und man muss viel organisieren. Wenn man nur ein Quarter bleibt, ist es zu viel Aufwand und die Kosten-Nutzen rentieren sich nicht immer. (Habe viele getroffen die beim Autokauf übers Ohr gehauen wurden und noch viel mehr draufzahlen mussten. Außerdem siehts mit dem Parken auf dem Unicampus sehr schlecht aus, zum einen muss man sich ein Parkticket für das gesamte Quarter kaufen und dann sind zu den Stoßzeiten nicht immer genügend Parkplätze vorhanden). Bleibt man also nur ein Quarter klappts auch ohne Auto, man muss nur ein paar liebe Leute mit Auto kennenlernen und sich zu organisieren wissen.

2. Unileben:
Der Unicampus ist sehr groß – ich habe mich in den ersten Tagen ständig verlaufen, aber das gibt sich alles mit der Zeit. Da ich Politologie studiere habe ich alle meine Wunschkurse sofort bekommen, nur haben die Wirtschaftswissenschaftler alle gestöhnt. Die Einheimischenstudenten haben nämlich Vorrang vor uns, deswegen muss man die Kurse „crashen“, d.h. nach dem Kurs zum Professor gehen und sagen, dass man unbedingt in sein Kurs gehen möchte. Dann bekommt man seine Unterschrift und muss sich noch eine Bestätigung vom Fachbereich holen und somit ist man angemeldet. In den Wirtschaftswissenschaften sind die Kurse wohl ständig überfüllt und es gibt ein Kampf um die letzten Plätze (inklusive morgens um 6 Uhr vor der Fakultät stehen, damit man angenommen wird). Aber wenn man ein anderes Fach studiert, stehen die Chancen sehr gut und es geht auch ganz leicht.

Schwer war es nicht, ich fand es ehrlich gesagt, viel leichter wie bei uns. Darum unbedingt graduate kurse belegen! In undergraduate kommt ihr euch sonst noch unterforderter vor. Das einzige, was etwas stressig ist, ist das dauernd was zu tun ist. Ich hatte in jedem Kurs ein Essay zu schreiben, einen Midterm und das Final – und das alles in 10 Wochen. Man hat also ständig was zu tun, aber es ist von Niveau her nicht so anstrengend, d.h. die erwarten in deinem Hausarbeitsessay nicht so viel wie in Deutschland. Zum Beispiel musste ich nur 7 Seiten schreiben, in Deutschland ist ja oft das Minimum 15 Seiten. Man hat also viel Zeit für andere Dinge und somit komme ich zu meinem dritten Punkt:

3. Leben in San Diego
San Diego ist wirklich eine sunshine city und man kann so viele tolle Sachen machen! Es liegt auch sehr günstig, d.h. man ist in einer halben Stunde in Mexiko und in 2 Stunden in LA!

Ein paar Dinge die ich unbedingt empfehlen würde:

- Coronado-Island besuchen
- Ein Bonfire am Strand machen
- Downtown San Diego
- La Jolla Cove
- Surfen
- Nach LA fahren und am besten gleich weiter nach Santa Barbara
- Las Vegas (ca. 5 Std. mit dem Auto entfernt)
- Mexiko!
- Cheescakefactory – mmh, den besten Kuchen der Welt gibts da :)

Zum Nachtleben:
Man kann entweder nach Downtown gehen, wo es viele Bars und Clubs gibt oder nach PB (Pacific Beach). In PB ist alles viel relaxter, mehr alternativ, da geht man schon mal mit FlipFlops in einen Club. Downtown dagegen ist mehr „fancy“. Also, beides ausprobieren und schaun wo’s einem besser gefällt.

Zu den Kosten:
Ich hatte ja riesiges Glück da der Euro im Moment so stark ist, deswegen fand ich die Lebenshaltungskosten nicht sehr hoch. Ich habe auch ein paar Deutsche getroffen und die haben gejammert, wahrscheinlich lag das aber auch daran dass ich aus München komme und wir ja für nen Eisbecher 9 Euro zahlen, was z.B. die Berliner ganz furchtbar fanden :) Ich denke im Durchschnitt braucht man genauso viel Geld wie daheim, mehr kostet natürlich wenn man viel rumreist (und viel shoppt ;). Das würde ich euch aber auf jeden Fall empfehlen, denn wenn man schon mal in Californien ist, sollte man auch alles mitnehmen. Für Naturbegeisterte: eine Rundreise in Las Vegas starten und alle Nationalparks in Utah, Nevade und Arizona besuchen!

Insgesamt kann ich nur sagen, dass es eine wunderschöne Zeit war und jeder der sich noch etwas unsicher ist: Macht es! Es wird eine tolle Erfahrung, man lernt ganz liebe Leute aus der ganzen Welt kennen und wohnt ein paar Monate in einer tollen Stadt, in der die Sonne immer scheint!




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