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James Cook University Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht von N. N.
Hochschule: James Cook University
Stadt: Townsville
Land: Australien
Studiengang: Business/Engineering
Studienart: Semester
Zeitraum: Februar 2010 bis Juli 2010
Bewertungen:
Studieninhalte:  (2.7)
Studienbedingungen:  (1.7)
Leben:  (2.0)
Fun:  (2.3)
Nutzen/Referenz:  (2.0)
Kosten:  (4.0)
Durchschnittsbewertung:  (2.4)
Bericht:
1) Vorbereitung/Planung
Zu Beginn meiner Planungen für ein Auslandssemester, hatte ich, wie wohl jeder andere auch, viele Fragen, die es vorab zu klären galt.

Wo studieren?
Ich wollte mein Auslandssemester unbedingt in einem englischsprachigen Land, außerhalb Europas verbringen. Da ich von Australien schon immer fasziniert war und unbedingt einmal dort hinwollte, habe ich mich schließlich entschieden hier ein Semester zu verbringen.
Nachdem ich dutzende Erfahrungsberichte im Internet gelesen hatte und die JCU durchweg gut bewertet wurde, habe ich diese für mein Auslandssemester ausgewählt.

Wie bewerben?
Nachdem ich durch Studienberatung/Auslandsamt meiner deutschen Uni wenig Hilfe erfahren hatte, lediglich den Hinweis, dass man mir nur bei einem Auslandssemester innerhalb Europas und dem ERASMUS-Programm weiterhelfen könne, hab ich die Sache selbst in die Hand genommen und im Internet nach Organisationen gesucht, die Studenten bei Auslandsaufenthalten unterstützen. Dabei bin ich auf college-contact gestoßen, die mir wirklich weiterhelfen und all meine zahlreichen Fragen beantworten konnten.
Darüber hinaus lief der gesamte Bewerbungsprozess über college-contact (u.a. das Zuschicken und Weiterleiten von Unterlagen, Kommunikation mit der JCU). Auch bei anderen bürokratischen Hürden (z.B. Visumsbeantragung) hat mir college-contact stets unter die Arme gegriffen.
Bei den meisten australischen Unis ist ein Sprachnachweis nötig um dort zu studieren, so auch bei der JCU. Meistens muss man hierfür den TOEFL oder IELTS-Test machen. An der JCU reichte es jedoch ein DAAD Sprachzeugnis vorzulegen.

2) Finanzierung
Ich habe meinen Auslandsaufenthalt mit Auslandsbafög finanziert. Da ich auch Inlandsbafög erhalte, war es auch sicher, dass ich Auslandsbafög bekomme, sofern das Auslandssemster förderungswürdig ist. Heißt: die Kurse die man belegt, sollten der Fachrichtung des Studium ungefähr entsprechen. (Wenn man nur ein Trisemester im Ausland verbringt, erhält man kein Auslandsbafög; mindestens 1 Semester (bei zweisemestrigem Aufbau) oder 2 Trisemester (bei dreisemesterigem Aufbau)). Neben dem Regelsatz für das Inlandsbafög, erhält man noch einen Auslandszuschlag (für Australien 85 € als reiner Zuschuss). Darüber hinaus erhält man noch einen Zuschuss zum Flug in Höhe von 1000 € sowie Studiengebühren bis zu einer Höhe von 4600 € (alles was darüber ist, muss man selber zahlen).

3) Kurse
Die Kurse muss man bereits bei der Bewerbung wählen. Wenn man sich Kurse anrechnen lassen will, sollte man am besten bereits vor der Wahl der Kurse mit den Lecture Handouts zu den jeweiligen Professoren seiner Uni gehen und nach einer möglichen Anrechnung erkundigen bzw. per Email mit dem Professor in Kontakt treten.
Ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen und habe deshalb sowohl Ingenieurskurse („Thermofluid Mechanics“) als auch Wirtschaftskurse („Management, People and Organisation“, „Marketing Fundamentals“) belegt. Bei meiner Bewerbung hab ich mich für 4 Kurse eingeschrieben (zusätzlich noch „Electric Circuits“), habe aber bereits nach den ersten Wochen gemerkt, dass der Aufwand für die Kurse zu groß ist und habe deshalb einen Kurs wieder abgewählt. In den ersten Wochen ist es problemlos möglich Kurse zu ändern, wählen oder abzuwählen, man muss nur zum jeweiligen Faculty Office gehen und die Änderung beantragen.

4) Semesterablauf
In der ersten Woche, der sogenannten „Orientation Week“ sind zahlreiche Informationsveranstaltungen, in denen man neben dem Uni-Campus auch die Stadt erkunden kann. Darüber hinaus erhält man auch einiges an Informationsmaterial zu den Onlineportalen der JCU, Krankenversicherung, Stundenpläne, Einschreibung zu den Tutorien, Sport- und Freizeitangebote der Uni etc. Etwas enttäuschend war, dass die Sportangebote nicht umsonst sind und man z.B. für Fußball zusätzlich 300 AUD bezahlen muss.
Anders als an meiner deutschen Uni hatte ich bereits während des Semesters zahlreiche Prüfungen (meist nur multiple choice) und darüber hinaus Essays, Präsentationen und auch Praktikumsberichte. Das Niveau der Prüfungen war insgesamt etwas leichter als an meiner deutschen Uni.
Während des Semesters hatten wir eine Woche frei, die ich (wie die meisten Internationals, die ich kennengelernt habe) zum Reisen genutzt habe, genauer gesagt für einen Kurztrip nach Neuseeland. Ansonsten war während des Semesters keine Zeit für größere Ausflüge.

5) Studienbedingungen
Die Betreuung an der Uni war wirklich hervorragend. Bei Fragen konnte man sich stets an die Tutoren oder direkt an die Professoren wenden, die auch stets bemüht waren weiterzuhelfen. Darüber hinaus gab es das International Student Centre. Hier konnte man wirklich mit egal welchem Anliegen zu den netten und überaus hilfsbereiten Mitarbeitern gehen, ob bei der Wohnungssuche, einem australischen Handyvertrag oder der Krankenversicherung.

6) Fazit
Ich habe meinen Aufenthalt an der JCU wirklich sehr genossen. Neben dem was ich fachlich und sprachlich gelernt habe, habe ich mich während der Zeit auch persönlich weiterentwickelt, habe viel erlebt und viele neue Freunde gewonnen. Ich bereue es nicht die JCU ausgewählt zu haben und würde dort auch wieder ein Auslandssemester verbringen.

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