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Öffnungszeiten:
Mo.- Fr. 9.00 - 17.00 Uhr
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Istanbul Bilgi University Erfahrungsbericht
| Erfahrungsbericht von N. N. |
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| Hochschule: |
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Istanbul Bilgi University |
| Stadt: |
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Istanbul |
| Land: |
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Türkei |
| Studiengang: |
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Film & Television |
| Studienart: |
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Semester |
| Zeitraum: |
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September 2011 bis Januar 2012 |
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| Bewertungen: |
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| Studieninhalte: |
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    (2.0) |
| Studienbedingungen: |
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    (2.7) |
| Leben: |
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     (1.7) |
| Fun: |
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     (1.0) |
| Nutzen/Referenz: |
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    (2.0) |
| Kosten: |
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    (2.7) |
| Durchschnittsbewertung: |
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    (2.0) |
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Bericht:
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Bewerbung:
Die Bewerbung über College Contact läuft sehr gut und problemlos. Man muss bereits bei der Bewerbung eine liste mit Kursen für die man zugelassen werden möchte abgeben. Hier empfehle ich nicht zu zurückhaltend zu sein, denn durch Konflikte oder falsche angaben zur Sprache in der die Kurse angeblich gehalten werden sollen, fallen einige der Kurse schon mal weg. Es gibt aber auch Kurse die laut Katalog türkisch sind, wenn aber ein Gaststudent den Kurs belegt, kann es sein das der in Englisch gehalten wird. Da darf man sich nur über einen gewissen Unmut bei den türkischen Studierenden wundern. Für die angefragten Kurse bekommt man dann mit der Zusage auch eine Bestätigung. Bei mir wurden alle zugelassen.
Einschreibung:
Nach Ankunft an der Bilgi University kann man sich zur Einführungsveranstaltung für die Erasmus Studenten gesellen und erhält dort manch interessante Information. Für einen selbst ist allerdings nicht das Erasmus Office zuständig sondern das Student Affairs Office direkt. Man hat auch keinen Course Advisor wie die dort ankommenden Erasmus Studenten. Das hat vor und nachteile. Man kann seine Kurse sehr frei wählen, muss aber auch mit jedem Dozenten oder jeder Dozentin, am besten persönlich, über die zu erwartenden Inhalte sprechen und in der Einführungswoche alle Seminare von Interesse besuchen um deren Eignung einschätzen zu können. Dann zahlt man seine Studiengebühren und kann die Kurse belegen.
Auslands BAFÖG:
Wer Auslands BAFÖG beziehen möchte und kann, sollte seinen Antrag möglichst früh stellen und fehlende Unterlagen nach erhalt nachreichen. Die Zusage der Bilgi gilt als vorläufige Immatrikulationsbescheinigung und ist so schnell wie möglich ans amt für Ausbildungsförderung in Köln zu schicken. Bei der Übernahme der Studiengebühren ist es unverschämt kompliziert. Erst wenn man alle Zahlungen nachgewiesen hat wird der Antrag bearbeitet. Das kann dann auch mal bis zum Ende des Semesters dauern. Bei mir war die „ordentliche“ Rechnung das größte Hindernis. Nachdem ich acht Wochen auf eine Rechnung der Hochschule gewartet habe, hat mir weitere Wochen später das Amt für Ausbildungsförderung mitgeteilt, dass sie diese Rechnung in Türkisch nicht anerkennen. Was man wirklich braucht ist ein schreiben des Student Affairs Office. Dieses kann man nach Zahlung sofort beantragen und erhält es vermutlich nach wenigen Tagen. Es ist ein englischer Brief in welchem die Kurse und die Studiengebühren aufgeführt sind, das wird dann anerkannt. Weiterhin ist zu beachten das man auf dem „Certificate of enrolment“ des Amts für Ausbildungsförderung ein kreuz bei „Full Time Student“ bekommt. Anderenfalls war’s das mit dem BAFÖG. Full time ist man an der Bilgi erst mit 6 Kursen. Von Vorteil ist da, dass man das Formular selber ausfüllen kann und es der Bilgi nicht besonders vertraut ist.
Campus:
Die Uni hat drei Standorte. Santral ist der schönste, Dolapdere ist zentral und Kustepe ist Standort der Verwaltung um nicht besonders schön. Die Mensa ist relativ teuer aber außerhalb kann man relativ günstig essen. Es gibt einen Shuttlebus der regelmäßig vom Taksim alle Standorte anfährt.
Kurse:
Ich habe im Studiengang Film & Television studiert. Die Ausstattung war etwas enttäuschend, was ich aber von meiner Uni nicht anders kenne. Die Dozenten hingegen waren meist sehr qualifiziert und kompetent. Empfehlen kann ich besonders den Kurs „Non- Fiction Film History and Theory“ von Berke Bas. Die Situation in den Kursen ist manchmal etwas merkwürdig, denn viele Türkische Studierenden haben eine relativ passive Haltung eingenommen und die Kurse nicht besonders erst genommen. Da merkt man glaube ich dass es eine private uni ist.
Unterkunft:
Wer will kann im Studentenwohnheim der uni unterkommen. Das privateste ist allerdings ein Doppelzimmer. Die Wohnungssituation in Istanbul ist nicht einfach. Gerade wenn das Wintersemester beginnt, sind viele Erasmus Studenten auf der suche und man hat es nicht leicht. Die Preise für Wohnungen richten sich auch dann nach der Nachfrage und man kann von einer monatlichen Miete von ca. 650 TL ausgehen. Es gibt auch günstigere Wohnungen, diese sind aber oft auch nicht besonders komfortabel. Wohnungen im zentral liegende Bezirk Tarlabasi sind sehr nah am Dolapdere Campus und günstig. Die Gegend wird allerdings, besonders von Einheimischen, als „No-Go-Area“ abgestempelt. Seit einigen Jahren ziehen aber immer mehr Künstler und Studenten dort hin. Die Erfahrungen meiner freunde, die dort wohnten, waren überwiegend positiv.
Freizeit:
Istanbul ist eine Stadt der extreme. Was das genau bedeutet muss jeder selber heraus finden. Für mich war es eine sehr positive Erfahrung.
Ausgehen kann man wenn man möchte jeden Abend. Für eine so große Stadt ist es erstaunlich, dass sich das Nachtleben, bis auf wenige Ausnahmen entlang der zwischen Taksim und Galata liegenden Istiklal Caddesi befindet. Auch auf der Asiatischen Seite gibt es eine ähnliche Ausgehmeile.
Beim Essen kann man einige interessante Köstlichkeiten entdecken. Ich empfehle ein gewisses Urvertrauen und Neugier. Wer sich z.B. die gefüllten Muscheln der Straßenhändler entgehen lässt hat definitiv etwas verpasst. Was man unbedingt probieren sollte:
Kumpir, Midiye, Kokorec, Tavuk Gögsü, Waffeln, Adana Dürüm, Urfa Dürüm, Lahmacun, Cay, Kahve, Baklava, Salep, Tantuni, Raki, Cupra, Hamsi, Palamut, Levrek, Islak Hamburger (nur sehr betrunken zu empfehlen)…
Ausflüge zu den Prinzessinneninseln oder ans Schwarze Meer sind ohne lange reisen möglich. Wer durch die Türkei reisen möchte sollte sich diverse private Busunternehmen ansehen. Die Busse sind unglaublich luxuriös und günstig. (Istanbul-Ankara 40TL)
Öffentlicher Nahverkehr:
Als Student kann man sich mit etwas Verwaltungsaufwand ein Studententicket besorgen. Mit diesem kann man zu vergünstigten Preisen fahren (1.Fahrt 1TL, 2.Fahrt ca. 0,5). Mit dieser Karte kann man so gut wie alle verkehrmittel (Bus, Metro Bus, U-Bahn, Tram, Fähre…) benutzen. Sammeltaxen sind besonders nachts das ideale Verkehrmittel um günstig nachhause zu kommen, aber auch normale Taxen sind günstig. Normalerweise läuft das Taxameter, man kann aber auch versuchen einen Festpreis aus zu handeln. Zur Rushhour geht in Istanbul auf bestimmten Straßen gerne auch mal gar nichts mehr. Taxen und Busse sollte man dann definitiv meiden.
Sonstiges:
Wer eine türkische Frau küsst muss sie nicht direkt Heiraten.
Was passiert wenn man einen türkischen Mann küsst kann ich nicht sagen.
Keine Witze über Atatürk.
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