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Charles Darwin University Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht von Sarah R.
Hochschule: Charles Darwin University
Stadt: Darwin
Land: Australien
Studiengang: Elektrotechnik
Studienart: Semester
Zeitraum: Juli 2010 bis November 2010
Bewertungen:
Studieninhalte:  (2.0)
Studienbedingungen:  (1.3)
Leben:  (1.0)
Fun:  (1.0)
Nutzen/Referenz:  (1.0)
Kosten:  (4.0)
Durchschnittsbewertung:  (1.7)
Bericht:
Erfahrungsbericht „Charles Darwin University“

Kontaktaufnahme
In Kontakt mit der Charles Darwin University zu treten ist College-Contact sei Dank ziemlich einfach. Über College-Contact bewerben, die nehmen den Kontakt für euch auf und erledigen den Schriftverkehr. Ich habe mich im Februar beworben, der Semesterstart war am 19. Juli. Also durchaus auch für Kurzentschlossene noch zu schaffen. Ziemlich geholfen hat zudem auch, dass College-Contact Fragen immer ziemlich schnell beantwortet.

Das Visum
Das Studentenvisum für Australien ist ganz einfach zu bekommen. Einfach auf www.immi.gov.au beantragen und schon hat man das Visum in elektronischer Form. Das Ganze ist leider ein teurer Spaß, es hat mich 540A$ gekostet. Ihr braucht das Visum aber schließlich.

Die Anreise
Angereist bin ich mit Qantas, meinen Flug habe ich ca. 4 Monate vorher gebucht. Ich bin dafür nicht ins Reisebüro gegangen, sondern habe den Flug über das Internet gebucht. Das ging ganz einfach und schnell. Meinen Rückflug habe ich gleich mitgebucht, habe ihn jedoch während meiner Zeit in Darwin ganz unkompliziert im Qantas Büro umgebucht. Das umbuchen hat mich leider 240A$ gekostet, insgesamt habe ich für meinen Hin-und Rückflug 1400€ bezahlt. Das kann man mit Sicherheit noch günstiger haben, aber Qantas ist die Sicherste Airline der Welt und die Verpflegung an Bord ist einfach top!

Die Unterkunft/Lage
Ich habe mich für eine Unterkunft auf dem Campus entschieden: Das North Flinders International House. Meiner Meinung nach die beste Entscheidung. Man bewirbt sich per Formular bei dem Studentenwohnheim und wird dann per Mail kontaktiert. Auch dies habe ich mit Mitte Mai erst sehr kurzfristig gemacht. War absolut kein Problem! Vom Wohnheim aus braucht man ca. 5 min bis zur Universität und auch 5 min bis zur Bushaltestelle, von der man wahlweise zum Einkaufszentrum fährt, oder in die Stadt. Das große Casuarina Einkaufszentrum ist auch zu Fuß gut zu erreichen. Freitags gibt es die Möglichkeit den kostenlosen NFIH Shuttle Service zum Einkaufen zu nutzen. Sehr zu empfehlen! Das Wohnheim an sich hat sehr saubere Zimmer und Duschen, welche sich auf dem Gang befinden. Die Zimmer sind mit einem Deckenventilator, einer Klimaanlage, Schreibtisch, Bett und einem Kleiderschrank ausgestattet. Zudem bekommt man einen Wäscheständer. Waschen ist kostenlos, auch Internet ist im Preis mit inbegriffen. Insgesamt bezahlt man für ein Zimmer im NFIH ca. 160A$ pro Woche. Was vielleicht noch erwähnt werden sollte: Um ein Zimmer zu bekommen, muss man einen Text über sich verfassen und auch ein „Bewerbungsgespräch“ am Telefon bewältigen, welches bei mit ca. 40 min gedauert hat. Ist aber alles nicht so schlimm, die Mitarbeiter sind sehr nett. Das Gute am NFIH ist, dass man sofort in Kontakt mit anderen Austauschstudenten kommt, denn das NFIH plant immer wieder tolle Aktionen wie z.B. Trivia Nights, Cooking Clubs oder Coffee and Cake Clubs. Auch Ausflüge, die über das NFIH organisiert werden sind sehr toll und oft auch vergünstigt. So habe ich z.B. für einen Ausflug auf dem Adalaide River, dem sogenannten „Croc Jump“ , nur 35AS anstatt 105A$ bezahlt.

Die Uni – Der Unialltag
An der Universität angekommen hat mich eine sehr nette Frau in Empfang genommen, Therese Fitzgerald, die für alle Study Abroad Studenten zuständig war. Trotzdessen hat sie jeden Studenten sehr persönlich empfangen und sich auch alle Namen schnell gemerkt. Bei ihr fühlte man sich richtig gut aufgehoben, wenn Therese dabei war konnte nichts schiefgehen. Sie half einem auch bei der Kurswahl, denn die eigentlichen Kurse wählt man erst vor Ort in der Oritierungswoche und man auch auch noch zwei Wochen Zeit seine Kurse zu ändern. Auch wenn man während des Semesters noch Fragen hatte, im „International Office“ und ganz besonders bei Therese ist man gut aufgehoben.
Leider gab es für meinen Studiengang, Elektrotechnik, nur sehr wenige Kurse an der CDU, oder sie wurden in dem Semester nicht angeboten. Ich habe mich am Ende für einen Elektrotechnikkurs, einen Architekturkurs und einen Marketingkurs entschieden. Dies ist ein Kurs weniger als alle anderen genommen haben, aber da ich noch auf Diplom studiere und nicht auf Creditpoints angewiesen bin war es egal. Ich konnte mit alle Kurse als Wahlpflichtfächer anrechnen lassen. Das studieren ist anders als ich es von der Uni Bremen aus kenne. Man hat viele Abgaben während des Semesters, so genannte „Assignments“. Am Ende hatte ich dafür aber auch nur in einem Fach eine Klausur, was sehr angenehm war.
Die Uni an sich ist sehr modern. Es gibt eine riesige Library mit vielen PCs die man kostenlos nutzen kann. Auch Scanner und Drucker stehen hier zur Verfügung. Drucken kann man für 0,14A$ pro Seite. Man bekommt eine StudentID –Karte, die einem als Fahrkarte für den Bus dient und auf die man das Geld für den Drucker in der Library laden kann. Die Student-ID –Karte ist meiner Meinung nach Gold wert, da man in Australien oftmals nur mit einer australischen ID Karte Vergünstigungen bekommt. Eine internationale Student-ID-Karte reicht oftmals nicht aus. Auf dem Campus befinden sich außerdem ein Post Office, ein Bücherladen, eine Security Station (Die Sicherheitsmänner patrouillieren übrigens die ganze Nacht über den Campus) und einen Geldautomat der Westpac-Bank.

Kosten
Australien ist sehr teuer geworden. Während meiner Zeit dort ist der Dollar gestiegen und für meinen Euro, für den ich im Juli noch 1,47A$ bekommen hatte, habe ich am Ende nur noch 1,29A$ bekommen. Allein dadurch habe ich sehr viel Geld „verloren“. Zu dem teuren Sachen zählen neben Alkohol (ein 6er-Träger Bier für 17A$) auch Brot und Milchprodukte. Teuer waren auch die Studiengebühren, die mich 8700A$ gekostet haben. Gott sei Dank bekomme ich Bafög und somit auch Auslandsbafög. Die haben 4600€ für die Studiengebühren bezahlt und auch 1000€ zum Flug zugeschossen. Zudem habe ich ca. 550€ monatlich bekommen. Ich bin am Ende noch ca. 2,5 Monate in Australien gereist und habe insgesamt um die 12000€ ausgegeben. Mit dem Bafög, einem Bankkredit und Unterstützung aus der Verwandtschaft war dies gut zu bewerkstelligen, auch ohne hohes Einkommen der Eltern.

Sonstiges
Was ihr unbedingt beachten müsst, wenn ihr nach dem Semester noch herumreisen wollt, ist eure Versicherung. Ihr bekommt zwar über die Uni eine Studentenversicherung, jedoch reicht diese nicht aus. Wenn ihr herumreisen wollt, müsst ihr euch doppelt versichern. Schließt eure Versicherung unbedingt vorher ab, wenn ihr erst einmal im Ausland seid, bekommt ihr nur schlecht bis gar keine Versicherung mehr, oder es ist sehr teuer. Diese Erfahrung musste ich machen. Also schließt eure Versicherung gleich für den ganzen Aufenthalt ab. Wegen Geld ist es echt praktisch sich ein Konto bei der Deutschen Bank zu holen. Dies ist für Studenten kostenlos und ihr könnt an allen Geldautomaten der Westpacbank kostenlos Geld abholen. Mit einer Kreditkarte zahlt ihr meistens 5€ Gebühren und noch mal 1% der Auslandswährung nur um einmal Geld abzuheben. Also eine Kombination aus Deutsche Bank Card und Kreditkarte ist perfekt

Fazit
Ich würde es immer wieder genauso machen, wie ich es gemacht habe!!!

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