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San Diego State University Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht von Thomas T.
Hochschule: San Diego State University
Stadt: San Diego
Land: USA
Studiengang: Business
Studienart: Semester
Zeitraum: August 2006 bis November 2006
Bewertungen:
Studieninhalte:  (2.0)
Studienbedingungen:  (2.0)
Leben:  (1.0)
Fun:  (1.0)
Nutzen/Referenz:  (2.0)
Kosten:  (3.0)
Durchschnittsbewertung:  (1.8)
Bericht:
Also, für diejenigen die so wie auch ich bisher an europäischen Universitäten ihren Studien nachgegangen sind erwartet in San Diego etwas ganz neues. Angefangen beim Campus, der von der Fläche her vergleichbar ist mit einem 2000 Einwohner Dorf in Mitteleuropa, über das ganze Ablaufsystem der Kurse. Man denkt als Austauschstudent hat man eher einen Vorteil genau jene Kurse zu bekommen, die man sich zuhause zurechtgeschneidert hat, dem ist aber nicht so. Aufgrund dessen, dass College-Contact Studenten über das ALI (welche sozusagen eine eigenständige Institution/Schule am Campus ist) in die SDSU kommen, muss man die gewünschten Kurse „crashen“. Das heißt, nachdem sämtlichen regulären Studenten sich ihren Stundenplan gebastelt haben kommen die ALI Studenten zum Zug und müssen persönlich die Professoren um die Teilnahme betteln. Es kann dann natürlich gut und gerne vorkommen, dass genau dein Kurs schon total überfüllt ist. Wichtig ist nur, dass am Ende jeder Student insgesamt 12 Units aufweisen kann (aus bürokratischen Gründen -> VISUM), also z.B. 4 Kurse à 3 Units.

Hat das Semester einmal begonnen, verläuft alles eigentlich relativ glatt. Für Bücher sollte man sie am besten frühzeitig bei KB Books umsehen um noch Schnäppchen zu ergattern, Lernmaterial ist ansonsten superteuer. Typisch ist noch dass sämtliche Aufgaben, Übungen, Projekte wirklich bis ins kleinste Detail vom Professor erklärt. 1mal, 2 mal, noch mal, bis alles Fragen beantwortet und alle Studenten zufrieden sind. Kursempfehlungen oder angenehme Professoren meinerseites wären Mr. Vinod Sassidharan (Tourismus), Mrs Esther Aguilar (Spanisch Grundkurs) und Mr. Jeff Campbell (Hospitality und Tourism Management). Jeff ist der ehemalige CEO von Burger King und lehrt jetzt nebenbei an der SDSU, allerdings nur 1 Unit Kurse (->Wahlfach für deine Heimuni). Jedenfalls sind seine Kurse superinteressant und spannend.

Wohnen: kommt ganz auf die persönlichen Präferenzen an, ich habe Strandnähe der Uninähe vorgezogen und wohnte in Pacific Beach. PB bietet ein tolles Nachtleben die ganze Woche über, die Garnet Ave ist gesäumt von Bars, Pubs, Dives und Shops. Die schönste Wohngegend in San Diego ist sicherlich La Jolla (nördlich von PB an der Küste), wo sich auch die besten Surfspots befinden (Scripps, Shores, Black’s... www.surfline.com). Zur Uni sind es ca. 20-30 Minuten mit dem Auto. Autos und sonstige Notwendigkeiten kann man übrigens gemütlich unter sandiego.craigslist.com finden. Internet, Kabelfernsehen und Telefon gibt’s bei Time Warner Cable. Handywertkarten oder Verträge am besten bei Cingular. Falls jemand ein Surfboard kaufen will kann ich den Bunker Surfshop nur empfehlen, Mission Blvd in 92109 Pacific Beach.

Um nicht ständig den Reisepass mitschleppen zu müssen würde ich jedem empfehlen sofort den Kalifornischen Führerschein zu machen, dieser ist nämlich nicht nur die Fahrerlaubnis, sondern eine ID die deinen Pass vollkommen ersetzt. Du bist also totaler Amerikaner! Kostenpunkt ist 25 Dollar. Das Führerscheinamt nennt sich DMV und online unter www.dmv.org vertreten.

Wissenswertes:
• Zwischestecker für Europa USA nicht vergessen
• Eine Kreditkarte bei deiner Bank anfordern, man braucht sie andauernd! Europäische EC-Karten werden nämlich nicht akzeptiert
• Dress Code an der Uni: Flipflop und Shorts das ganze Jahr über, manche Professoren verlangen einen Anzug bei Präsentationen!
• Kauft euch nicht alle Klamotten die Ihr die erste Woche seht, ihr habt ein 6 Monate Zeit.
• Fahrt auf jeden Fall für eine Woche nach Hawaii.
• In jeder Bar, Club oder Restaurant ist ein Trinkgeld von 15-20% von Betrag angemessen. Die Kellner/innen beziehen den Mindestlohn von 6,75 $ / Stunde und leben somit vom Trinkgeld.


PS: Geh nicht in die USA wenn du nicht mindestens 21 bist, du wirst keine Bar von innen sehen!


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