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San Diego State University Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht von Tobias L.
Hochschule: San Diego State University
Stadt: San Diego
Land: USA
Studiengang: Business Administration
Studienart: Semester
Zeitraum: August 2011 bis Dezember 2011
Bewertungen:
Studieninhalte:  (2.3)
Studienbedingungen:  (2.7)
Leben:  (1.7)
Fun:  (1.7)
Nutzen/Referenz:  (3.0)
Kosten:  (3.7)
Durchschnittsbewertung:  (2.5)
Bericht:
Zunächst einmal zu dem Bewerbungsverfahren:
Das Einschreiben an der amerikanischen Hochschule war dank der sehr guten Vorbereitung durch College Contact überhaupt kein Problem. Am Anfang ist man natürlich skeptisch, ob das alles klappen kann, aber sowohl der Bewerbungsprozess, als auch die Visum-Beantragung ist überhaupt kein Problem.
Es wäre natürlich hilfreich, sich frühzeitig für ein Semester in den USA zu bewerben. Ich hatte mich allerdings erst Mitte April entschieden für das Fall Semester 2011 an der San Diego State Uni zu studieren und hatte trotzdem noch genug Zeit, alle anfallenden Formalitäten zu erledigen.
Die Visumbeantragung in Frankfurt war echt ein Witz, da der zuständige Botschaftsmitarbeiter in der Regel nur ein bis zwei Fragen pro Bewerber stellt. Die angeforderten Unterlagen (Bankbestätigung etc.) wollten die entsprechenden Mitarbeiter erst gar nicht sehen.
Für BAföG-Empfänger: Das Studierendenwerk Hamburg, welches für die USA zuständig ist, hatte die BAföG-Beantragung genau so schnell wie einen Antrag im Inland bearbeitet.
Allerdings muss dazu gesagt werden, dass du nur mit BAföG in Amerika und insbesondere in San Diego nicht weit kommst, da die Lebenshaltungskosten und Mieten sehr hoch sind. Wenn du ein Zimmer mit einem weiteren Studenten teilen willst, musst du mit ca. 580 US-Dollar rechnen. Bei einem Einzelzimmer sind 800 US-Dollar üblich. Günstigere Zimmer sind schwer zu finden und wenn, dann sind sie sehr verdreckt und in runtergekommenen Häusern.
Für die ersten Tage kann ich nur USA Hostels in Downtown von San Diego empfehlen. Das Gute daran ist, du wirst direkt viele zukünftige Kommilitonen treffen, mit denen du dann auch Trips nach L. A. etc. unternehmen kannst. Wobei die meisten, die du triffst, werden eh Deutsche sein, denn im letzten Semester waren dort einige hundert deutsche Studenten. Darauf solltest du dich schon vorher vorbereiten.
Bei der Wohnungssuche sollte man schon ca. 14 Tage einplanen, da gerade im Fall Semester sehr viel ausländische Studierende in San Diego anzutreffen sind.
Ein Zimmer habe ich schließlich in der College-Area bei einem privaten Vermieter gefunden. Das Gute daran war, dass dort auch drei amerikanische Studenten wohnten, was auch gut war, damit du nicht den ganzen Tag von all den vielen deutschen Studenten nur deutsch hörst. Zu empfehlen sind ansonsten auch die üblichen gewerblichen Wohnanlagen, wie z. B. Sterling Collwood oder das im nächsten Fall Semester (Fall 2012) fertiggestellte Sterling Alvarado. Die sind zwar nicht ganz billig, verfügen dafür aber auch über Pool, Fitness-Studio und weitere Annehmlichkeiten, wie PC-Räume etc.
Zu der Uni liest man ja auch genug in den anderen Erfahrungsberichten, wobei ich hier noch den Tipp geben möchte, die Bücher nicht direkt am Campus zu kaufen, sondern lieber online auf Seiten wie „valorebooks.com“ bzw. auf „collegebookrenter.com“ ein Buch zu kaufen bzw. für die Zeit zu mieten, da dieses ansonsten auf dem Campus sehr teuer ist.
Zur Freizeitgestaltung bietet sich in San Diego echt unendlich viel an und jeder deutsche Student wird auch nach L. A., Las Vegas und San Francisco fahren wollen. Einfach der Hammer, das Leben an der kalifornischen Westküste.
Zunächst bin ich auch mit dem Plan nach San Diego geflogen, nicht die ganze Zeit einen Wagen zu benötigen, allerdings lässt sich dies aufgrund der großen Entfernungen nicht verhindern und so habe ich schließlich doch für die ganze Zeit einen Wagen gemietet. Der Kauf eines Wagens kam für mich nicht in Frage, wobei auch dies immer der persönlichen Risikobereitschaft entspricht. Günstige Mietwagen kannst du bei Sunset Car Rentals („mysunsetcarrental.com“ ) mieten. Das Personal ist dort immer super freundlich und es steht auch ein breites Angebot an Mietwagen zur Verfügung.
Als Tipp für einen günstigen Trip nach Las Vegas oder SF empfehle ich „southwest.com“. Die haben unschlagbar günstige Flugpreise.
Wenn du günstig Kleidung kaufen möchtest, kannst du dieses am besten im Las Americas Outlet Center, in der Nähe der Mexikanischen Grenze. Dort sind die Angebote nicht nur am Black Friday sehr gut.
Mittlerweile habe ich alle Kurse in Deutschland angerechnet bekommen, aber auch unabhängig davon werdet ihr sehr viel Spaß dort haben.
Und zum Schluss: Lasst euch beim Class-Crashing nicht verrückt machen, denn es gibt immer einige Studenten, die am Anfang dort Panik schieben, wenn sie nicht sofort die passenden Kurse gefunden haben. Das Class-Crashing dauert in der Regel immer zwei Wochen und dann haben auch eigentlich alle Studenten den passenden Kurs gefunden.
Als Vorbereitung habe ich ansonsten auch noch die anderen Erfahrungsberichte gelesen, die hier eingestellt sind oder einfach die ausländischen Studierenden vor Ort fragen, die man zwangsläufig immer trifft, wo man am besten wohnen kann oder die nächste Party stattfindet.
Viel Spaß dort, die Zeit geht schneller um als man denkt.

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