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University of Cambridge Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht von Isabelle-Maria O.
Hochschule: University of Cambridge
Stadt: Cambridge
Land: England
Studiengang: English
Studienart: Summer Session
Zeitraum: Juli 2008 bis August 2008
Bewertungen:
Studieninhalte:  (1.0)
Studienbedingungen:  (2.0)
Leben:  (1.3)
Fun:  (2.0)
Nutzen/Referenz:  (1.0)
Kosten:  (2.0)
Durchschnittsbewertung:  (1.6)
Fotos:
Bericht:
Um die Zeit zwischen Abitur und Studium sinnvoll zu nutzen und Erfahrungen zu sammeln, entschied ich mich im Sommer 2008 am ,,International Summer School“ Programm der Universität Cambridge teilzunehmen.

Das Programm wurde mir von einer Freundin empfohlen und so ließ ich mir von College-contact.com Informationen zum Bewerbungsverfahren und dem Aufenthalt vor Ort zu schicken.

Diese Unterlagen waren sehr ausführlich und zeigten mir wie ich Schritt für Schritt vorgehen muss. Ich benötigte einen Englischnachweis in Form eines Englischtests wie zum Beispiel TOEFL oder eine Empfehlung eines Lehrers/Professors und einige Passfotos. Außerdem konnte ich mit Hilfe der Unterlagen mir Kurse aussuchen, die ich belegen möchte, und eine Unterkunft in einem der Colleges aussuchen. Das Angebot der Kurse war sehr vielfältig, sodass ich zwischen Literatur-, Shakespeare-, Geschichts- und Mittelalterkursen wählen konnte. Minimale Aufenthaltsdauer waren 10 Tage und die maximale 6 Wochen.

Schon einen Monat nachdem ich die Bewerbung abgeschickt hatte, erhielt ich meine Zusage. Mit dieser Zusage bekam ich weitere Informationen zu meinem Aufenthalt wie zum Beispiel ein Student Handbook. Es gab mir Auskunft über Zug- und Busverbindungen vom Flughafen London nach Cambridge, wie ich mich am Tag meiner Ankunft organisieren muss und wohin ich muss, aber auch Verhaltensregeln für meinen Aufenthalt. Außerdem konnte ich schon im vorraus verschiedene Ausflüge buchen, die an den Wochenenden von der Universität angeboten wurden.

Ich organisierte also Flug- und Busverbindung, die übrigens sehr gut zwischen Cambridge und London funktionieren, und reiste am 27. Juli nach Cambridge. Als ich dort angekommen war, suchte ich zunächst meine College auf, was mit Hilfe des Stadtplans gut klappte, und checkte ich mein Zimmer ein. Danach machte ich mich auf den Weg zum Büro des International Summer School Programms und erhielt dort meinen Stundenplan und Informationen zu Verhaltensweisen im Notfall, Aktivitäten auf dem Campus und Internetzugang.

Mit meinem College, das St. Catherine´s College, welches eines der mittleren Preisklasse war, muss ich sagen war ich sehr zufrieden. Mein Zimmer war sehr groß und gemütlich und sauber, sodass ich mich gut einrichten konnte. Ich hatte sogar ein Radio und einen Wasserkocher für Tee, Kakao und Kaffee. Auch die sanitären Anlagen waren zufriedenstellend. Vor allem aber das Essen war wirklich total klasse. Es war abwechselungsreich und gesund. Ich hatte nur Frühstück und Abendessen im College, was aber kein Problem war, da man auf dem Unigelände in der ,,Buttery“ oder in anderen Colleges relativ günstig Mittag essen konnte. Jedes College besaß einen Tutor, welche Studenten der Universität Cambridge waren, zu denen man mit Fragen und Problemen kommen konnte.

Am ersten Morgen gab es eine Begrüßungsveranstaltung für alle Neuankömmlinge, in der auch noch mal auf viele wichtige Dinge hingewiesen wurde.
Der Unterricht begann jeden Morgen um 9 Uhr. Ich hatte täglich die zwei von mir gewählten Kurse(ich hatte zwei Shakespearekurse gewählt) und zusätzlich noch eine zu meinen Fächern passende Lesung. Von meinem College aus war ich in 15 Minuten zu Fuß auf dem Campus.

Die Unterrichtsinhalte waren sehr interessant, jedoch war das Niveau sehr hoch, sodass man wirklich gute Englischkenntnisse mitbringen sollte und viel Interesse und Spass an den Fächern. Auch die Dozenten waren freundlich und hilfsbereit und versuchten den Unterricht immer interessant zu gestalten.

Hausaufgaben gab es eigentlich so gut wie nie und wenn doch sehr wenig. Man konnte aber freiwillig Essays zu den Kursen schreiben und sich somit Creditpoints verschaffen, die einem dann auch von der Heimatuniversität angerechnet werden.

Vor allem aber war meine Aufenthalt eine kulturelle Bereicherung. Ich traf so viele verschiedene und interessant Leute aus ganz Europa, Asien und Amerika, mit denen ich am Ende auch E-mails oder Adressen austauschte. Alle waren sehr nett und offen und man fühlte sich nie allein. Abends sind wir zum Beispiel in einen Tearoom gegangen oder waren im Kino oder haben uns ein Theaterstück angesehen. Es gibt aber auch viele Pubs in der Stadt, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Von der Universität selber wurde abends zum Beispiel einmal ein Konzert angeboten einer sogenannten britischen Brassband oder man konnte zum Ceilidh-Tanzen gehen, was eine schottischer Volkstanz war bei dem man mitmachen konnte.

Einige der Studenten haben sich auch Fahrräder ausgeliehen, die man für einen recht günstigen Preis bekommen konnte. Man sollte aber trotzdem egal ob Fußgänger oder Fahrradfahrer immer gut aufpassen im Straßenverkehr, wenn man nicht an den Linksverkehr gewöhnt ist.

In jedem Fall lohnt es sich mal einen kleinen Stadtrundgang durch Cambridge zu machen (organisierte Touren werden auch von der Universität angeboten) und sich die verschiedenen Colleges anzugucken und die Altstadt, die wirklich wunderschön sind, vor allem das berühmte King’s College. Außerdem gibt es viele interessant Museen in Cambridge, in welchen der Eintritt am Wochenende sogar meist frei ist.

Ich selbst nutzte das Angebot der Uni und fuhr am Wochenende auf eine Exkursion nach Lincoln mit und guckte mir dort eine Kathedrale und eine Burg mit Führung an, was wirklich sehr interessant war. Es gab aber auch Exkursionen nach Oxford, Stratford oder nach London ins Globe-Theater, von denen ich nur Positives gehört habe.

Was mich manchmal etwas gestört hat, war dass es nachts am Wochenende doch recht laut werden konnte, da mein College direkt an einer Straße in der Altstadt lag.
Mir haben die 10 Tage in Cambridge aber trotzdem so gut gefallen, dass ich mir vorstellen kann dort mal für ein Semester zu studieren. Ich kann jedem dieses Programm nur weiterempfehlen.

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