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University of California Santa Barbara Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht von Stephan S.
Hochschule: University of California Santa Barbara
Stadt: Santa Barbara
Land: USA
Studiengang: Economics
Studienart: Semester
Zeitraum: Januar 2010 bis März 2010
Bewertungen:
Studieninhalte:  (2.3)
Studienbedingungen:  (1.3)
Leben:  (1.0)
Fun:  (1.0)
Nutzen/Referenz:  (1.3)
Kosten:  (3.0)
Durchschnittsbewertung:  (1.7)
Bericht:
Nach langem Hin und Her habe ich mich entschlossen ein Auslandssemester über College-Contact zu organisieren. Die Bewerbung verlief problemlos und relativ schnell. Dabei hat mir Aline stets sehr viel geholfen und war für all meine Fragen offen. Nach dem Erhalt des Visums konnte es dann am Neujahrstag auf nach Kalifornien gehen.

Ich hatte mir schon von zu Hause aus eine Wohnung bzw. ein Zimmer in Downtown Goleta über Craigslist organisiert. Einziger Nachteil daran war, dass ich relativ weit von der Uni weg war. Doch nachdem ich ein Fahrrad von meiner Vermieterin gekauft habe, war der Weg letztendlich in einer Viertel Stunde zu bewältigen, was eigentlich ganz ok ist. Trotzdem würde ich raten, ein Zimmer direkt in Isla Vista (ist direkt neben der Uni) zu mieten, da man hier viel zentraler ist und sich nicht ständig um Busabfahrtszeiten usw. kümmern muss. Dazu muss man jedoch sagen, dass das Bussystem meiner Meinung nach hervorragend ist. Die Busse kommen regelmäßig und es ist auch kein Problem ein Fahrrad mitzunehmen. Die Fahrkarte für das Quarter bekommt man als Student der UCSB umsonst.
Die ersten Tage in der Uni waren relativ stressig, da man versuchen musste in die Kurse reinzukommen. Man muss sie „crashen“, was als visiting student gar nicht so einfach ist, da die regulären Studenten Vorrang haben und so die Kurse sehr schnell voll sein können. Man sollte also auf jeden Fall mehrere Kurse in der Hinterhand haben, falls es nicht mit den gewünschten klappen sollte.

Nichtsdestotrotz wurde von unseren Betreuern am ersten Tag definitiv zu viel Angst davor gemacht, dass man seine 12 Credits nicht erreichen kann, was zum Ende des Visums führt. Das war aber im Endeffekt reine Panikmache, denn so schwierig war es nun auch nicht und ich habe auch von keinem gehört, dass er nicht die erforderlichen Credits erreicht hat.

Nachdem ich dann in drei Kurse relativ problemlos reingekommen bin, konnte das Quarter so richtig für mich losgehen.
Die Vorlesungen waren auf einem viel niedrigerem Niveau als in Deutschland, aber trotzdem sehr interessant, was zu einem großen Teil an den sehr engagierten Professoren lag, zu denen man ein viel persönlicheres Verhältnis als in Deutschland hat. Vor allem die Vorlesung „Global Economics“ hat riesigen Spaß gemacht. Ich konnte mir sie zwar nicht zu Hause anrechnen lassen, aber der Professor war einfach nur hervorragend.

Ansonsten gibt es in amerikanischen Unis relativ viel während der Vorlesungszeit zu arbeiten, da man ständig Midterms oder irgendwelche Hausarbeiten zu schreiben hat. So bleibt man aber immer am Ball und am Ende ist die Klausur dann auch gar kein Problem mehr. Wie gesagt, das Niveau entspricht ja eh nicht dem gewohnten von zu Hause.
Die Uni an sich bietet aber noch viel mehr. Der Campus ist einfach nur ein Traum und ich kann mir nicht vorstellen, dass es Vergleichbares noch einmal auf dieser Welt geben kann. Man ist umgeben vom Meer mit traumhaften Stränden und einer Lagune, um die man wunderbar joggen und das Panorama genießen kann.

Außerdem sollte man sich auf jeden Fall eine Karte für das Recreation Center kaufen, da man hier sämtliche Sportanlagen benutzen darf. Desweiteren werden sehr viele interessante Kurse angeboten. Ich habe eine Ocean Kayaking Kurs besucht, welcher riesigen Spaß gemacht hat und wo ich auch einiges gelernt habe. Solche Aktivitäten sind nur zu empfehlen, da man auch hier leichter mit amerikanischen Studenten in Kontakt kommt, was nur durch Vorlesungen eher schwierig ist.

Die Stadt Santa Barbara zählt für mich zu den schönsten Städten weltweit. Sie ist zwar nicht sehr groß, dafür hat sie aber umso mehr Flair. In der State Street ist in den Bars immer was los, sodass es einem nie langweilig wird. Am Strand kann man sich ein Surfboard ausleihen und surfen gehen, was einfach ein Muss in dieser Gegend ist.
Natürlich gehört bei einem Auslandsaufenthalt in Kalifornien dazu, dass man die weitere Umgebung erkundet und tolle Städte wie San Francisco oder Las Vegas besucht oder einen Abstecher in die zahlreichen Nationalparks macht. Hierzu kann man sich als Student der UCSB relativ günstig ein Auto mieten und kommt somit überall problemlos hin, auch wenn es die Distanzen in sich haben. Aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Einzig negativer Punkt sind natürlich die Kosten. Dabei kann man noch von den hohen Studiengebühren absehen, aber wenn man dann für ein Buch für einen Kurs 200 Dollar und mehr bezahlen muss, dann hört der Spaß auf. Man kann die Bücher nach dem Quarter zwar wieder verkaufen, aber man bekommt nicht mal ein Drittel des Kaufpreises wieder. Ich würde gleich versuchen, die Bücher gebraucht bei amazon oder ebay zu kaufen, dann haut es nicht ganz so rein. Nicht ohne sind natürlich auch die Mieten, aber das ist in dieser Gegend einfach so und man wohnt dafür in einer traumhaft schönen Gegend.
Ich möchte diese tolle Zeit auf jeden Fall nicht missen und würde es wieder genauso machen!

Es war eine einmalige Erfahrung.

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