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University of California Santa Barbara Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht von Sebastian B.
Hochschule: University of California Santa Barbara
Stadt: Santa Barbara
Land: USA
Studiengang: Economics
Studienart: Semester
Zeitraum: März 2010 bis Juni 2010
Bewertungen:
Studieninhalte:  (2.7)
Studienbedingungen:  (1.3)
Leben:  (1.7)
Fun:  (1.0)
Nutzen/Referenz:  (2.3)
Kosten:  (2.7)
Durchschnittsbewertung:  (1.9)
Fotos:
Bericht:
1. Warum Santa Barbara?
Sonne, Meer, Party und dabei noch studieren. Und je nachdem welche Kurse man wählt gerät der Punkt studieren schon mal in den Hintergrund. Die UCSB ist für mich zunächst in die engere Auswahl gekommen da man dort Trimester hat was es einem einfach macht im Sommersemester weg zu gehen, da viele andere Unis schon starten während in Deutschland noch Klausuren geschrieben werden. Nachteil daran ist das man aufgrund der kürzeren Zeit kein Anspruch auf Auslands-Bafög hat. Dafür sind jedoch die Studiengebühren im gesamten Vergleich in den USA noch relativ günstig, wohingegen die Lebenshaltungskosten wieder etwas höher sind.

Wer hier studieren möchte muß sich eines ganz klar machen: Die UCSB wird im Prinzip immer unter die Top 10 der amerikanischen Party-Unis gewählt und wenn man dort studiert wird man dem nicht aus dem Weg gehen können. Das war gerade im ersten Monat extrem gut, kann allerdings mit der Zeit schon etwas viel werden. Daher ist die UCSB vor allem was für jüngere Studenten. Diejenigen die schon weiter fortgeschritten sind mit ihrem Studium wird wahrscheinlich die UC San Diego die bessere Alternative sein.

2. Wohnen und Anreise
Wer an der UCSB studiert muß in der Studentenstadt Isla Vista wohnen, alles andere macht keinen Sinn. Die liegt direkt neben der Uni und man hat alles wichtige was man zum Leben braucht in unmittelbarer Umgebung. Hier steigen fast die ganze Woche über irgendwo Partys und gerade am Wochenende ist auf Del Playa, der Straße direkt am Strand, immer einiges los. Alle Freunde von mir die außerhalb gewohnt haben, haben noch versucht irgendwie umzuziehen was dann jedoch schon oft zu spät war.

Eine Wohnung zu finden ist im Sommersemester überhaupt nicht schwer, da viele kurz vorher mit ihrem Studium fertigwerden. Am besten sucht man sich über http://santabarbara.craigslist.org/ schon im Vorhinein einige Zimmer raus damit man so vll. schon direkt nach der Ankunft einziehen kann. Für die erste Woche kann man gut im Tourist Hostel Santa Barbara (http://www.sbhostel.com/) wohnen und von dort aus mit dem Bus (http://www.sbmtd.gov/) nach Isla Vista fahren um sich um die Wohnung zu kümmern. Im Hostel ist es wichtig das ihr eure Wertsachen einschließt, mir ist dadurch nichts passiert aber einer Freundin die zur selben Zeit da war wurde der Kulturbeutel mit Schmuck gestohlen.

Um das ganze zu koordinieren sollte man sich schnell nach der Ankunft ein Handy besorgen da man per Mail nur schwer feste Termine mit den amerikanischen Studenten ausmachen kann, die sind da meist etwas spontaner. Hier bieten sich die Prepaidtarife von Net10 oder Tracfone an, da sind die Kosten pro min bei ca. 10 Cent wobei grundsätzlich überall in den USA gilt das man auch zahlt wenn man angerufen wird oder SMS bekommt.

Für den Weg vom LAX Flughafen nach Santa Barbara kann man entweder für rund $50 nen Sprinterbus nehmen was ca. 3 Stunden dauert und relativ entspannt ist oder man fährt erst zur Union Station und von da aus mit der Bahn nach Santa Barbara Downtown wo man direkt am Hostel auskommt, hierfür zahlt man nur ca. $ 30 muß sich dafür aber um mehr kümmern.

3. Economic Kurse
Grundsätzlich ist zwischen Extension Kursen und Acadamic Kursen zu unterscheiden. Extension Kurse sind nur für Austauschstudenten und Leute im Beruf die sich weiterbilden möchten. Die Kurse sind mit ca. $400 um die Hälfte günstiger als Acadamic Kurse und im Allgemeinen auch leichter aber dafür mit Anwesenheitspflicht. Man muß allerdings darauf achten das man die Kurse an der UCSB nimmt und nicht an der Außenstellen in Ventura wo man nur mit dem Auto hin kommt und ca. 1 Stunde fährt. Der Nachteil ist das man hier fast nur mit deutschen Studenten zusammen ist, da extrem viele BA-Studenten aufgrund einer Kooperation mit der Uni da sind.

Die Academic Kurse sind schon etwas anspruchsvoller aber immer noch gut zu bewältigen. Dort trifft man auch mehr einheimische Studenten und ist so gezwungen sich auf Englisch zu unterhalten was ja auch in gewisser Weise das Ziel eines Auslandsstudiums ist. Man muß beachten das die amerikanischen Studenten Vorrang vor Extension Studenten haben weshalb man in der ersten Woche zunächst Kurse crashen muß. Das heißt man läßt sich zunächst vom Economic Department auf die Warteliste setzten für Kurse die man vll. besuchen möchte, hier kann man so viele wählen wie man möchte. Dann besucht man die ersten Vorlesungen und fragt den Prof. im Anschluß ob er einen in den Kurs läßt, der unterschreibt einem dann ein Formular womit man wieder zum Economic Department geht die dann auslosen ob man in den Kurs kommt. Daraufhin muß man seine Kursgebühren bezahlen und ist endlich fest in dem Kurs. Es kann also 2 Wochen dauern bis man weiß in welche Kurse man kommt und muß solange alle Vorlesungen besuchen.

Für alle Kurse gilt das man im Normalfall eine Vorklausur schreib und desöfteren Hausaufgaben abgeben muß. Das hat den Vorteil das die Endnote nicht nur von der Abschlußklausur abhängt und man gerade mit Hausaufgaben seine Note nach oben drücken kann.

Meine Kurse:
Labor Economics (Academic): Relativ simpel gestalteter Kurs zur Arbeitsmarktökonomie. Wenn man in der Vorlesung anwesend ist (bei mir Mo. Mi. Fr. um 9 Uhr) und mit schreibt sollte man kein Problem haben den Kurs gut zu bestehen. Da alles am Buch von Borjas aufgebaut ist kann man die Theorie sehr gut nacharbeiten, man braucht jedoch die Vorlesung um alle Formeln für die Klausuren zu haben. Außerdem ist der Kurs meinst nicht so voll das man direkt rein kommt.

Principles of Marketing (Extension): In dem Kurs bekommt man nach und nach beigebracht wie man einen Marketingplan schreibt. Dazu muß man jede Woche eine Hausaufgabe abgeben die später einen Teil des gesamten Marketingplans darstellen den man anstelle einer Abschlußklausur einreichen muß. Auch hier ist also jede Woche nacharbeiten angesagt was einem jedoch mit dem zugehörigen Buch ziemlich einfach gemacht wird.

Financial Statement Analysis (Extension): Der chilligste Kurs überhaupt, vorausgesetzt man hat Greg van Wyk als Instructor. Kann ich nur empfehlen. Der Inhalt der Klausuren wurde immer in der Woche zuvor genau erklärt und man durfte ein doppelseitig beschriebenes Blatt Papier mit in die Klausur mitnehmen. Im Prinzip hab ich davon alle Antworten abgeschrieben.


4. Was zu beachten ist
- Kein Alkohol unter 21 (Wenn man auf Privatpartys ist, ist das kein Problem solange die Party nicht zu krass ist das die irgendwann von der Polizei abgebrochen wird, dann heißt es rennen)
- Keine offenen Behälter mit Alkohol auf der Straße (über $200 Strafe, ohne Ausnahme)
- Dasselbe gilt für wildpinkeln
- Betrunken Fahrrad fahren ist genauso ne schlechte Idee wie Auto fahren

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