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University of California Riverside Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht von Paul S.
Hochschule: University of California Riverside
Stadt: Riverside
Land: USA
Studiengang: Business Administration
Studienart: Semester
Zeitraum: September 2009 bis Dezember 2009
Bewertungen:
Studieninhalte:  (2.7)
Studienbedingungen:  (1.7)
Leben:  (2.7)
Fun:  (1.3)
Nutzen/Referenz:  (1.7)
Kosten:  (2.7)
Durchschnittsbewertung:  (2.1)
Bericht:
Ankunft

Ungefähr zwei Wochen vor dem Semesterbeginn bin ich mit einem Studienkollege aus Deutschland nach Los Angeles geflogen. Die größte Auswahl an Flügen bietet British Airways an, wobei man in London Heathrow umsteigen muss. Von LAX nach Riverside sind es ca. 70 Meilen. Am besten lohnt es sich ein Auto direkt am Flughafen zu mieten, da der Abholservice von der UCR ziemlich teuer ist. Mein Tipp wäre die Autovermietung Enterprise – wenn man früher online bucht, kann man ein günstigeres Angebot bekommen und vor allem schon vor Ort verhandeln, um einen Upgrade für ein größeres Auto zu machen. Als ich angekommen bin, habe ich die erste Woche in einem billigen Hotel in Redlands gewohnt (ca. 15 Meilen von Riverside). Es besteht auch die Möglichkeit ein paar Tage im International Village für 30$ pro Nacht zu wohnen bis man sich etwas gefunden hat.

Unterkunft

Je nachdem wie lange man in Riverside studieren möchte, würde ich verschieden Wohnungsalternativen in Erwägung ziehen. Für nur ein Semester ist das Wohnen in dem International Village viel zu teuer. Die monatliche Miete für einen Platz im Doppelzimmer beträgt 900$! Wenn man alleine wohnen möchte, würde man doppel so viel zahlen. Aus diesem Grund würde ich stark empfehlen sich eine eigene Wohnung zu finden oder bei jemandem einziehen, der schon etwas gemietet hat. Ich habe mir eine schöne Wohnung mit einem Freund von mir gemietet. Die Wohnung war ca. 60m2 groß und die Warmmiete belief sich auf ca. 1200$, welche wir uns zur Hälfte geteilt haben. Wenn man aber es vor hat sich selber eine Wohnung zu organisieren, soll man daran denken, dass die Vermieter sehr oft einen Bankstatement (Kontoauszug) verlangen, der über unseren Namen läuft und eine bestimmte Summe dauernd auf dem Konto ausweist. Außerdem sind die Wohnungen meistens nicht möbliert und man muss zusätzliche Kosten für die Ausstattung tragen. Als wir eingezogen sind haben wir uns einen größeren Wagen gemietet und die komplette Ausstattung im Ikea geholt (der nächste liegt in Covina – ca. 40 Meilen entfert). Wenn man jedoch mindestens zwei Semester an der UCR studieren wird, ist das Angebot des Internationalen Village doch nicht so schlecht. Durch den längeren Vertrag zahlt man deutlich weniger und hat Vorteile wie zum Beispiel eine perfekte Lage in der Nähe von dem Campus und Kostenersparnis, da die Zimmer komplett möbliert sind. Des Weiteren habe ich aus Erfahrungen meiner Bekannten geschlossen, dass das Wohnen bei den Gastfamilien in einer freundliche Atmosphäre läuft und man dabei sehr viele positive Erfahrungen machen kann. Wenn es um die Mobilität vor Ort geht, würde ich jedem empfehlen ein Auto zu mieten. Wir haben uns eins gekauft, aber das war eher eine schlechte Entscheidung, da das Auto unzuverlässig war und am Ende haben wir doch keinen guten Preis dafür bekommen.

Studium

Ich habe an der UCR zwei Economics-, einen Business- und einen Englischkurs gemacht. Das University Credit Programm bietet die Möglichkeit sowohl die Campus-Classes als auch Extension-Classes zu belegen. Die zweiten sind hauptsächlich Englischkurse, die in dem Extension Center stattfinden (in der Nähe von dem Campus und gleich am International Village). Mit meinen Kursen bin ich sehr zufrieden gewesen, aber man sollte auch betonen, dass die meisten Kurse eher nicht so schwer sind als in Deutschland. Das größte Problem bei der Kursauswahl und Anmeldung besteht darin, dass die heimischen Studenten den Vorrang haben und es kann passieren, dass man keinen Platz bekommt, wenn der Kurs schon voll ist. Wenn man einen Kurs unbedingt braucht, muss man sich sehr viel Mühe geben und viele Verhandlungen führen, damit man den gewünschten Platz kriegt. Meiner Meinung nach ist es sehr schlecht organisiert und wenn man schon so hohe Studiengebühren zahlt, soll man auch die Möglichkeit haben sich die Kurse auszuwählen. Man soll auch beachten – die Studiengebühren müssen an einem Tag auf einmal gezahlt werden! Darüber hinaus, soll man sich vorher um ein höheres Kreditkartenlimit kümmern oder überlegen, wie man das Geld auszahlt. Ich hab mir immer ohne Gebühren das Geld bei der Bank of America von meinem Duetsche Bank Konto geholt und es hat immer wunderbar funktioniert.

Betreuung vor Ort

Die Betreuung für den Exchange Students ist vor Ort sehr gut und kann sehr hilfsreich sein. Am ersten Tag des Semesters gibt es immer eine Infoveranstaltung für alle ausländischen Studenten. Da wird es alles ausführlich erklärt wie das ganze Studiumssystem funktioniert und man lernt dabei viele neue Leute aus der ganzen Welt kennen. Als ich dort war gab es sehr viele Studenten aus Deutschland, was sowohl Vorteile als auch Nachteile hat. Nach dem Semesteranfang ist man mit eigenen Problemen nicht alleine – der internationale Koordinator Christian Kindschy steht jederzeit zur Verfügung. Bei irgendwelchen Problemen sich immer an Christian wenden, er wird sicherlich eine Lösung finden.

Freizeit und Ausflugmöglichkeiten

In Kalifornien werdet ihr euch mit Sicherheit nicht langweilen! Es gibt Tausende Möglichkeiten die Freizeit zu verbringen. Die wichtigsten Reiseziele, die jeder im Auge behalten soll, sind: Los Angeles, San Francisco, San Diego, Las Vegas und Grand Canyon in Arizona. Mir persönlich hat am besten San Diego gefallen – eine hammer Stadt! Da es direkt am Ozean liegt, ist das Wetter ganz anders dort (kälter im Sommer und wärmer im Winter). Alle anderen Städte sind auch auf jeden Fall sehenswert, nur von Los Angeles war ich nicht so ganz begeistert. Für Grand Canyon und San Francisco soll man sich auf jeden Fall ein bisschen mehr Zeit planen, da die beiden Orte ziemlich weit von Riverside liegen. Aber wenn ihr die Möglichkeit habt – fährt auf jeden Fall dahin – es lohnt sich! Wenn es um die Freizeitaktivitäten vor Ort geht, UCR verfügt über ein großes Recreation Center. Da kann man fast alle möglichen Sportarten betreiben. Ich hab mich bei dem Tischtennisklub angemeldet. Es hat echt Spaß gemacht – wir haben mal an einem Wettbewerb in San Diego teilgenommen. Man kann jedoch alles nur zum Spaß machen und muss man zu keiner Mannschaft gehören. Das Recreation Center hat lange Öffnungszeiten und jeder findet bestimmt etwas für sich.

Fazit

Ich würde jedem das Auslandsstudium in Kalifornien höchst empfehlen. Es ist eine unglaubliche Erfahrung, besonders, wenn man zum ersten Mal in den USA ist. Dabei kann man sich sehr viele interessante Orte anschauen und man lernt viele Leute aus der ganzen Welt kennen. Die Universität in Riverside hat einen guten Ruf und bietet eine sehr große Auswahl an Kursen an. Auf der anderen Seite ist jedoch die Stadt nicht so interessant und kann sogar in der Nacht gefährlich sein. Man verbringt aber fast die ganze Zeit mit anderen Studenten – von daher soll das kein großes Problem sein. Die amerikanischen Partys sind einfach nur der Wahnsinn – bei der Gelegenheit fährt nach Santa Barbara – der Stadtviertel in der Nähe von der Uni direkt am Ozean ist am Wochenende ein Partyparadise!

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