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Universidad del Pacifico Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht von Frederik V.
Hochschule: Universidad del Pacifico
Stadt: Santiago
Land: Chile
Studiengang: Música y Technología en sonido
Studienart: Semester
Zeitraum: August 2011 bis Dezember 2011
Bewertungen:
Studieninhalte:  (1.3)
Studienbedingungen:  (1.3)
Leben:  (1.3)
Fun:  (1.3)
Nutzen/Referenz:  (1.3)
Kosten:  (2.7)
Durchschnittsbewertung:  (1.6)
Bericht:
Da ich vor meinem Studienabschluss unbedingt noch ein Auslandssemsester machen wollte entschloss ich mich im 4. Fachsemester auf die Suche zu machen und zu überlegen wie ich die ganze Sache angehen konnte. Dabei war mir wichtig , dass ich in ein spanischsprachiges Land komme und das der Studiengang meinem in Deutschland einigermaßen ähnelt. Da die Partnerunis meiner Hochschule mich allesamt nicht so sehr angesprochen haben, suchte ich im Internet weiter und stieß auf die Möglichkeit, dass man die Sache auch ohne Partneruni organisieren kann. Bei College-Contact fand ich diese Möglichkeit, und ich konnte dort in dem Univerzeichnis die für mich passende Universität finden. Das Team von College-Contact war von Anfang an sehr engagiert und hilfsbereit, und durch die sehr nette eMail-Kommunikation war es sehr einfach, alle relevanten Informationen zu bekommen, die ich für die Organisation und Durchführung meines Vorhabens benötigte. Zumal war es sehr hilfreich, ein Bindeglied zwischen der Universität in Chile und mir zu haben, da ich mir mit meinen nicht allzu guten Spanischkenntnissen sicherlich sehr schwer bei der Kontaktaufnahme mit Chile getan hätte. Der Bewerbungsablauf war ebenfalls unkompliziert. Da ich mich sehr spät beworben hatte, blieben mir nur gut 2 Wochen, um alle Unterlagen zu besorgen und den Bewerbungsbogen abzuschicken, doch selbst dieser Zeitraum reichte dafür aus und bald erhielt ich die Zusage aus Chile. Nun noch schnell den Flug gebucht und vier Wochen später ging es los.
In Santiago habe ich eine Wohnung im Stadtteil Providencia gefunden. Untergekommen bin ich bei einer netten Chilenin, die Zimmer ausschließlich an Ausländer vermietet (Bei Bedarf kann ich gerne die Kontaktdaten rausgeben). Providencia liegt relativ zentral und ist zum Wohnen sehr zu empfehlen, zumal es sicher und ruhig ist. Vergleichbar ist das Viertel Ñuñoa, wobei aber hier kein Metranschluss ist, der ziemlich praktisch ist. Es gibt zwar ein sehr großes Bus-Netz in Santiago, aber bis man das System kapiert dauert es ein wenig und man muss sich schon etwas auskennen. Wer es ein bisschen hektischer mag, der sollte das Stadtzentrum um die Viertel „Santiago“ und „Barrio Brasil“ ins Auge fassen. Vor allem letzteres gefällt mir sehr gut und hat ein sehr ausgeprägtes Nacht- und Barleben. Allerdings sollte man dort auch ein bisschen auf der Hut sein, da es gelegentlich zu Diebstählen und Überfällen kommt. Aber wenn man Nachts nicht alleine unterwegs ist und sich gewissenhaft bewegt, ist es kein Problem. Wohnungen kann man unter http://www.compartodepto.cl/ finden. Ähnlich wie „wg-gesucht.de“ ist das eine Internet-Platform für Wohnungsgesuche – und Angebote, und es lässt sich schnell was finden.
Die Universidad Pacífico ist eine relativ kleine Universität mit ca. 5000 Studenten verteilt auf 3 Campuse. Ich war in dem größten Campus in dem Stadtteil „Las Condes“. Auffällig ist, das die Uni sehr elegant wirkt, was daran liegt, das sie als Privatuni sehr teuer ist. Als Austauschstudent zahlt man zwar nur die Hälfte der eigentlichen Gebühren, trotzdem fallen sie im Vergleich zu Deutschland sehr üppig aus. Doch generell ist Ausbildung in Chile sehr teuer und so wird man um diese Gebühren kaum herumkommen. Die Uni gibt sich sehr viel Mühe, dass die Austauschstudenten einen guten Aufenthalt haben. In meinem Fachbereich habe ich ausschließlich positive Erfahrungen gemacht und wurde von Tag eins mit offenen Armen empfangen und super nett behandelt.. Es gibt zunächst eine Begrüßungsversammlung einige Tage vor Vorlesungsbeginn, bei der man durch die Uni geführt wird und einem alles erklärt wird. Regelmäßige Ausflüge werden organisiert und ein eigens für Austauschstudenten eingerichtetes Büro steht für Fragen jederzeit zur Verfügung. Man wird überall sehr nett behandelt. Das ist unglaublich angenehm, da man am Anfang doch immer etwas Probleme hat sich zurechtzufinden und den ganzen Organisationskram zu bewältigen. Ein bisschen Spanisch sollte man auf jeden Fall sprechen. Von den Profs und Mitstudenten spricht so gut wie keiner Englisch und somit wäre eine Kommunikation äußerst schwierig. Die Chilenen sprechen zu dem ein äußerst schräges spanisch mit starkem Akzent und vielen eigenkreierten Wörtern und Redewendugen. Ich hatte vor meinem Aufenthalt das Niveau A2 abgeschlossen , war also relativ am Anfang und ich hatte die ersten sechs Wochen starke Probleme etwas zu verstehen. Danach ging es aber ganz gut und nach 5 Monaten war ich auf einem Niveau, bei dem ich so gut wie alles verstand und das Ausdrücken konnte was ich wollte. Wenn man sich ein bisschen umhört, findet man hier auch schnell ein Tandempartner, mit dem man Lernen kann. Sprachschulen gibt es auch viele hier, allerdings sind die nicht ganz billig. Aber unbedingt notwendig ist es nicht. Ich habe keines der Sachen in Anspruch genommen , sondern durch den ständigen Gebrauch hat sich mein Spanisch automatisch verbessert.
Unterm Strich kann ich die Universidad del Pacífico sehr empfehlen. Man wird dort einen sehr sehr angenehmen Aufenthalt haben und von sehr netten Leuten umgeben sein.

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