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San Jose State University Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht von Marie-Theres M.
Hochschule: San Jose State University
Stadt: San Jose
Land: USA
Studiengang: Economics and Chemistry
Studienart: Semester
Zeitraum: August 2008 bis Dezember 2008
Bewertungen:
Studieninhalte:  (2.3)
Studienbedingungen:  (1.7)
Leben:  (1.0)
Fun:  (1.0)
Nutzen/Referenz:  (1.7)
Kosten:  (2.0)
Durchschnittsbewertung:  (1.6)
Bericht:
An alle Interessierte an der San Jose State University

Ich kann jedem nur empfehlen ein halbes Jahr in San Jose zu verbringen, auch wenn nur wenige die drittgrößte Stadt in Kalifornien kennen! Die Lage der Stadt ist perfekt für viele Ausflüge… man erreicht Santa Cruz und San Francisco jeweils in knapp einer Stunde und hat damit den Strand bzw. die eigentliche Großstadt mit all ihren Möglichkeiten direkt vor der Haustür. San Jose an sich hat eher den Charme einer Kleinstadt, obwohl mir persönlich nie langweilig war! Es stand immer irgendetwas an, egal ob Football (das Uni-Event schlechthin), Hausparties oder ein gemütliches Bier in einer Karaoke-Bar.
Man muss sich auch ehrlich eingestehen, dass die Uni nicht zeitraubend ist und viele der Austauschstudenten haben die Kurse eher nebenbei gemacht. Deswegen sollte sich jeder genau überlegen, ob es das Geld wert ist! Wer Kurse belegen, richtig etwas lernen und mehr als nur die Sprache verbessern will, ist hier in den meisten Fällen falsch. Dazu kommt, dass man die Kurse “crashen” muss, d.h. man kann nicht zu 100% damit rechen seine Wunschkurse zu bekommen. Hier gilt allerdings die Taktik hartnäckig bleiben und immer fleißig zu den Terminen hingehen. Wer allerdings ein richtig tolles Semester mit vielen Parties und Trips durch Cali, Nevada usw. genießen möchte, ist genau am richtigen Platz.

Zum Geld… Amerika ist unbestritten teuer. Man sollte für dieses halbe Jahr ca. 15.000 € einplanen. Studiengebühren fallen an, man muss vor Ort die Kurse zusätzlich bezahlen, es müssen sündhaft teure Bücher gekauft werden (mit Versprechen, dass sie zurückgenommen werden… stimmt, allerdings nur zu 10-25% des Preises), Fitnessstudio und Aquatic Center kosten extra, für die Wohnung muss man zwischen $600 und $800 einplanen… und diese Liste kann endlos weitergeführt werden. Am besten hat man eine Kreditkarte mit der man kostenlos Bargeld abheben kann und eröffnet ein Konto bei einer amerikanischen Bank. Das ist das unkomplizierteste und billigste. Man muss allerdings darauf achten, dass nur die Bank of the West keine Gebühren beim Abheben mit der Visa-Karte verlangt.

Zur Wohnung… Ich kann jedem nur empfehlen vor Ort zu suchen, da es ganz schön teure Bruchbuden gibt (Zimmer ohne Fenster für $800). Das klappte auch bei den meisten innerhalb einer Woche. Obwohl in San Jose das öffentliche Verkehrsnetz gut ausgebaut ist, sollte man sich um eine Wohnung rund um den Campus bemühen. Dadurch kann man alles bequem und schnell zu Fuß erreichen oder kurz in den Bus (kostenlos mit der Student-ID) einsteigen. Auf dem Campus findet definitiv das Leben statt. Hier sind nicht nur die Kurse, sondern auch ein Event Center mit richtig guten Konzerten, Basketballspielen, es gibt eine Bowlingbahn und auch im Campus Village (Studentenwohnheime) ist immer etwas los.

Zum Thema Auto… Der Campus liegt mitten in der Stadt, was sehr von Vorteil ist. Daher lohnt es sich meiner Meinung nicht ein Auto zu kaufen. Außerdem kann für die Ausflüge relativ billig ein Auto gemietet werden, vor allem wenn man über 25 ist.
Zum Thema Kommunikation… Es gibt von Net 10 ein Handy für $30 (Guthaben von $30 kann man abtelefonieren). Das ist die günstigste Variante zu telefonieren. Natürlich sollte Skype auf jedem Rechner installiert sein.

Zur Vorbereitung… Es ist nicht viel zu tun, um an dieser Uni studieren zu können! Ich persönlich habe mich nur beworben und alles andere in Amerika geregelt. Das aufwendigste sind die Anträge für das Visum und BaföG (auf jeden Fall beantragen). Der TOEFL ist nicht besonders anspruchsvoll, aber man sollte sich vorher genau den zeitlichen Ablauf anschauen und einen Test zur Übung machen, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Natürlich hängt es von jedem selbst ab, wie viel er tun will und es kann bestimmt nicht schaden ein paar Essays zu schreiben bzw. jeden Tag Nachrichten auf Englisch zu hören. Jede Oberstufenklausur ist allerdings schwieriger und deswegen keine Panik!
Ich bin College Contact, die immer mit Rat und Tat zur Stelle standen sehr dankbar! Dadurch wurde die Bewerbung angenehmer und ich habe jede Menge Zeit gespart!
Alles in allem war es die beste Zeit meines Lebens und ich bereue es keine Sekunde dort gelebt und studiert zu haben! Außerdem habe ich viel über das Leben der Menschen gelernt und hoffe einige Sachen, die das Leben etwas kalifornischer machen, auch in Deutschland nicht zu vergessen!

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