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Saint Marys University Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht von Karen D.
Hochschule: Saint Marys University
Stadt: Halifax
Land: Kanada
Studiengang: Faculty of Arts
Studienart: Semester
Zeitraum: September 2007 bis Dezember 2007
Bewertungen:
Studieninhalte:  (1.7)
Studienbedingungen:  (1.3)
Leben:  (1.7)
Fun:  (1.0)
Nutzen/Referenz:  (2.0)
Kosten:  (2.0)
Durchschnittsbewertung:  (1.6)
Bericht:
Das Auslandssemester in Halifax gehört zu meinen schönsten und spannensten Erfahrungen. Es war fast genauso, wie ich es mir wünschte und wie ich es erwartete.

Gewohnt habe ich in der Residenz, was ziemlich teuer ist, vorallem wenn man im Loyola oder Vanier wohnt. Ich würde Rice weiter empfehlen, falls man selbst kochen möchte und nicht zusätzlich zur Residenz noch einen teuren Mealplan bezahlen möchte. Natürlich wohnt man in einem Homestay billiger, aber in der Residenz trifft man die meisten Leute und knüpft leichter Kontakte. Ich habe immer welche gefunden, die abends noch etwas unternehmen oder einen chilligen Abend verbringen wollten. Meistens waren es Deutsche. Das ist bei rund 90 deutschen Austauschstudenten auch kein Wunder. Mit Kanadiern in Kontakt zu kommen ist eher schwierig, wenn man mit ihnen nicht zusammen wohnt. Denn sie müssen ziemlich viel arbeiten um die Studiengebühren zahlen zu können. Ich habe trotzdem relativ viel Englisch gesprochen, z.B. mit anderen internationalen Studenten oder mit den Kanadiern, die ich während der Orientierungswoche kennen gelernt habe.

Deshalb geht man am besten im September nach Halifax und nimmt an der Orientierungswoche teil. Dort trifft man auf jeden Fall internationale Studenten. Wir haben alles mögliche unternommen: Tall Ship Silva Tour, Presidents Dinner, Clubtour und einen Spieleabend. Im Januar findet, soweit ich weiß, keine Orientierungswoche statt und die internationalen Studenten sind anfangs eher auf sich allein gestellt.

Hilfsbereit und nett sind die Leute vom International Center. Dort sollte man auf jeden Fall vorbei gehen. Sie helfen bei Problemen und haben auch öfter kleinere Veranstaltungen geplant wie Tagestrips in die nähere Umgebung. Der Vorsitzende des International Centers ist Ysaac. Er kommt aus der Dominikanischen Republik und ist wirklich freundlich und offen. Falls man feiern gehen möchte, ist er auf jeden Fall dabei. Das ist in der ersten Zeit bestimmt nicht schlecht, weil man durch ihn die Clubs kennen lernt. In Halifax ist es gut immer einen Ausweis mit dem Geburtsdatum dabei zu haben. Bei den Clubs muss man ihn auf jeden Fall vorzeigen, aber oft auch in Bars. Die Kanadier bekommen erst Alkohol, wenn sie 19 sind. Die Halifaxer Clubszene ist für eine Kleinstadt wirklich gut. Wahrscheinlich weil Halifax eher eine Studentenstadt ist. Wir kamen überall entweder zu Fuss, mit Taxi, Bus oder Husky Patrol hin. Toll, fand ich vorallem das Marquee, das Bubbles und die Ginger's Tavern. Letztere ist eine Bar mit Live Music. Aber es gibt noch viele mehr, obwohl die meisten wegen der billigen Drinks meist im Dome landen. Donnerstags waren auch viele im Palace wegen des Wet-T-Shirt Contests. Die Mädels, die dort mitmachen und gewinnen, bekommen rund 300 CAD.

Doch ist das Arbeitspensum für die Kurse nicht zu unterschätzen. Falls von der Universität nur 18 ECTS Credits oder nur das Belegen von drei Kursen verlangt wird, sollte man nicht unbedingt mehr wählen, damit noch Zeit für Wochendtrips bleibt. Da die SMU sich an dem britischen Universitätssystem orientiert, muss man bei drei Kursen fast wöchentlich Assignments oder Paper abgeben. Hinzukommt die Midtermtests, die prozentual sehr viel Gewicht bei der Endnote haben und vom Lernaufwand nicht zu unterschätzen sind. Ich selbst hatte mit meinen Kursen der Faculty of Arts aber ziemliches Glück in Bezug auf den Lernaufwand. Hinzukam, dass meine deutsche Uni eher an den Credits denn an den Noten interessiert ist. Die Dozenten meiner Kurse waren ebenfalls ziemlich gut. Sie hatten Fachwissen, versuchten uns zum Diskutieren zu bewegen und haben sich nicht durchweg an dem für das Fach geforderten Buch orientiert wie es meist der Fall war.

Am Wochenende sind wir mal nach Prince Edward Island gefahren, aber auch nach Cape Breton und haben den Carbot Trail gemacht. Ich fand es schön mal aus Halifax rauszukommen, aber Nova Scotia ist eher etwas für Leute, die die Landschaft und Natur mögen. Wir waren auch in Kejimkujik und sind dort Kanu gefahren.
Montreal und Toronto fand ich auch toll. Vorallem Toronto ist wirklich schön. Viele sind für ein verlängertes Wochenende hingeflogen. Einige sind auch mit einem Leihwagen nach Montreal gefahren. Sie haben jeweils wohl rund 11 Stunden gebraucht. Langweilig wird es in Kanada also auf keinen Fall.

Übrigens ist es besser im September nach Halifax zu gehen, denn richtig kalt wird es erst Ende Dezember. Ich habe die vier Monate in Halifax sehr genossen und neue Freunde gefunden.

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