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James Cook University Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht von Alex M.
Hochschule: James Cook University
Stadt: Townsville
Land: Australien
Studiengang: Business, Law and Creative Arts
Studienart: Semester
Zeitraum: Februar 2010 bis Juni 2010
Bewertungen:
Studieninhalte:  (2.0)
Studienbedingungen:  (1.7)
Leben:  (1.7)
Fun:  (1.7)
Nutzen/Referenz:  (1.3)
Kosten:  (3.0)
Durchschnittsbewertung:  (1.9)
Fotos:
Bericht:
Nachdem fest stand, dass ich mein Auslandssemester aus vielen guten Gründen gerne an der James Cook University in Australien verbringen würde, machte ich mich an die dazu nötige Bewerbung. Im Vergleich zu meiner deutschen Hochschule, die dabei eher weniger Unterstützung bot, organisierte College-Contact nahezu den kompletten Bewerbungs- und Immatrikulationsprozess.

Lediglich die mir zugesandten Bewerbungsunterlagen musste ich ausfüllen und gewisse Nachweise über Studienleistungen vorlegen (z.B. ein DAAD Zeugnis für ausreichende Englischkenntnisse). Nach der Wahl meiner Kurse und dem Bezahlen der nicht gerade günstigen Studiengebühren kam auch schon die Aufnahmebestätigung. Nun Stand dem Aufenthalt in Australien nichts mehr entgegen.

Kurz bevor der Hinreise im Februar von mir angetreten wurde, bekam ich die Gelegenheit mir eine Unterkunft auf dem Campus zu sichern, mich vom Flughafen abholen zu lassen und mich für die ersten Tage in einer temporären Unterkunft (Backpacker Hostel) unterbringen zu lassen. Die letzten beiden Angebote nahm ich dankend an, während ich das erste ablehnte, da ich geplant hatte mir vor Ort mit ein paar Kommilitonen ein kleines Häuschen außerhalb des Campus zu mieten. Zum einen war dies günstiger als das Wohnheim und zum anderen konnten wir dort tun und lassen, was wir wollten.
Nachdem wir endlich zusammen in Australien angekommen waren und die temporäre Unterkunft bezogen hatten, machten wir uns auch gleich auf die Suche nach einer Unterkunft. Dabei bot uns das „International Students Office“ der James Cook University enorme Unterstützung. Es gab eine riesige Datenbank mit Anzeigen, man telefonierte teilweise für uns mit den Vermietern und es gab einen Fahrservice zu den Besichtigungsterminen.

So hatten wir dann auch nach ca. einer Woche problemlos ein sehr schönes Haus mit einem Zimmer für jeden von uns (wir waren zu fünft) gefunden. Die Miete war zwar nicht viel günstiger als auf dem Campus, dafür hatten wir jedoch wesentlich mehr Platz.
Kurz danach begann auch schon die Orientierungswoche (o-week), zu der man auf jeden Fall schon vor Ort sein sollte. Zu dieser Zeit finden zum einen viele Veranstaltungen zum gegenseitigen kennen lernen statt, aber auch zum Besichtigen der statt und der Einrichtungen der Universität. Außerdem stieg sofort die erste Party im Uni-eigenen Club, die, wie meistens dort, eine Mottoparty war.

Die in den nächsten Wochen folgenden Vorlesungen waren größtenteils sehr interessant und lehrreich. Nicht nur die Studentenschaft war sehr international aufgestellt (geschätzt 20% international students), sondern auch die Professoren. So hatten wir bei fünf Professoren zwei Australier, eine Deutsche, einen Niederländer und einen Chinesen.
Besonders Interessant wurde es, als es auf ein Projekt zu ging, bei dem unser IT-Kurs mit einem Design- und einem Journalismus-Kurs zusammengelegt wurde, kleine Teams aus den Studenten aller 3 Kurse geschaffen wurden und ein real-life Problem simuliert wurde, dass es über mehrere Wochen zu bearbeiten galt. Jene Teams waren dadurch nicht nur international aufgestellt, sondern enthielten auch noch Mitarbeiter aus unterschiedlichen Fachbereichen. Eine bessere Vorbereitung auf das spätere Arbeitsleben ist schwer vorstellbar, ein großes Lob an die James Cook University hierfür. Weiterhin besitzt die Universität eine ausgezeichnete Ausstattung, sodass die Arbeit an den Projekten äußerst komfortabel vor Ort durchgeführt werden konnte. Z.B. gab es 24h geöffnete Computerräume, die auch öfters, aufgrund der Zeitverschiebung von 8 bzw. 9 Stunden, zum Skypen nach Deutschland benutzt wurden.
Etwas störend war dabei allerdings die monatliche Begrenzung des Traffics vom Uni-Account von nicht mal 1GB.

Die anstehenden Klausuren waren auch nicht einfacher oder schwieriger als die aus Deutschland gewohnten. Bis auf wenige Ausnahmen wurde auch Rücksicht auf die sprachlichen Nachteile der internationalen Studenten genommen.
Neben der ganzen Arbeit blieb natürlich auch noch Zeit für Ausflüge und sonstige Freizeitaktivitäten. Der Strand ist von der Universität ca. 20 Autominuten entfernt und bietet ausgezeichnete Möglichkeiten zum Entspannen vom Uni-Stress. Beispielsweise gibt es einen riesigen kostenlosen Swimmingpool, der besucht wird, wenn die Quallensaison herrscht und man eher nicht im Meer schwimmen sollte.

Natürlich gibt es auch außerhalb der Stadt viel zu sehen, was allerdings ohne eigenes Auto nur schwer zu erreichen ist (Bahnhof und Flughafen vorhanden). Die nächste größere Stadt ist z.B. gute zwei Autostunden entfernt, was für Australien allerdings nichts Ungewöhnliches ist. Nichtsdestotrotz gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten in der Nähe (ca. 300km Umkreis), die man definitiv besucht haben sollte. Beispielsweise sind das Great Barrier Reef und die Whitsunday Islands zu nennen, die man so schnell bestimmt nicht vergessen wird.

Zusammenfassend kann ich definitiv auf eine aufregende, ereignisreiche, aber auch lehrreiche Zeit zurückblicken und würde jedem sofort empfehlen ein Auslandssemester an der James Cook University zu absolvieren, sofern das nötige Kleingeld vorhanden ist. Doch auch für dieses Problem gibt es ja dank z.B. Auslandsbefög Lösungen.

Viel Spaß wünsche ich allen Interessenten!

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