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Australian Catholic University - Strathfield Erfahrungsbericht
| Erfahrungsbericht von Nesrin G. |
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| Hochschule: |
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Australian Catholic University - Strathfield |
| Stadt: |
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Sydney |
| Land: |
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Australien |
| Studiengang: |
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English Literature, History |
| Studienart: |
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Semester |
| Zeitraum: |
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Juli 2011 bis November 2011 |
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| Bewertungen: |
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| Studieninhalte: |
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     (1.7) |
| Studienbedingungen: |
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     (1.7) |
| Leben: |
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     (1.3) |
| Fun: |
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     (1.7) |
| Nutzen/Referenz: |
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     (1.7) |
| Kosten: |
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    (2.7) |
| Durchschnittsbewertung: |
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     (1.8) |
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Bericht:
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Erfahrungsbericht
Als ‚Study Abroad Student‘ absolvierte ich von Juli 2011 bis November 2011 ein Auslandssemester an der Australian Catholic University in Strathfield in meinem 8. Semester des Studienganges ‚Lehramt Gymnasium/Gesamtschule‘. Ich belegte hauptsächlich englische Literaturvorlesungen, da mir diese zum einen am interessantesten erschienen und zum anderen weil ich mir diese am leichtesten anrechnen lassen konnte für mein Hauptfach Anglistik. Jedoch bietet die ACU auch Vorlesungen für viele andere interessante Fachbereiche. Auf jeden Fall kann ich sagen es war eine großartige Erfahrung.
Vor der Abreise
Das erste auf was ich mich gestürzt habe als ich die Zusage bekam war der Antrag für Auslandsbafög beim Studentenwerk Marburg, da diese für Förderungen von Auslandssemestern in Australien zuständig sind. Auch wenn man normalerweise keinen Anspruch auf (Inlands-)Bafög hat wie ich, sollte man es auf jeden Fall beantragen, denn die Lebenshaltungskosten in Australien sind extrem teuer. Meinen Flug buchte ich über statravel.de, welche besonders günstige Flüge für Studenten anbieten. Jedoch musste ich mir vorher einen ISIC Ausweis zulegen, doch die Anschaffung rentiert sich bereits bei der Buchung des Flugs. Man kann sich schonmal mehrere hundert Euro für einen Flug sparen. Zu guter letzt beantragte ich eine (Langzeit-) Auslandskrankenversicherung bei der ADAC, denn gerade in Australien kann man nicht vorsichtig genug sein mit den vielen giftigen Tieren – selbst in einer Großstadt wie Sydney.
Ankunft
Da die Australian Catholic University leider keine campuseigenen Unterkünfte anbietet, blieb ich die ersten zwei Wochen nach meiner Ankunft in dem Hostel ‚YHA Central‘, welches definitiv empfehlenswert ist bezüglich Sauberkeit, Sicherheit und um nette Leute aus aller Welt kennen zu lernen. Bei meiner Suche nach einem Zimmer waren mir außerdem die Leute an der Rezeption sehr behilflich. Sie empfohlen mir mich auf den Seiten flatmates.com.au und gumtree.com.au zu registrieren. Mann sollte nur aufpassen vor den sogenannten ‚Scammer‘, d.h. im Detail wenn ein Angebot das zu gut ist um wahr zu sein, man wird aufgefordert per Western Union Geld zu schicken im Austausch für Hausschlüssel etc... Darauf habe ich mich natürlich nicht eingelassen. Etwa einer Woche nach meiner Ankunft fand ich ein günstiges Zimmer bei einer australischen Familie in dem Vorort Burwood für 165$ die Woche inklusive Internet und Nebenkosten. Von dort aus hatte man sowohl ausgezeichnete Busverbindungen zum Campus, als auch schnelle Zugverbindungen in die Innenstadt.
Campus
Der Campus in Strathfield beherbergt etwa 4000 Studenten davon etwa 100 internationale Studenten. Dementsprechend fiel der Campus um einiges kleiner aus als das was ich von meiner Heimatuni in Deutschland gewöhnt bin. Jedoch ist dieser sehr freundlich angelegt mit vielen Palmen, Blumen und einer Wiese mit Sitzgelegenheiten mittendrin. Gerade bei schönem Wetter konnte man sich hier in den Freistunden schön entspannen und kam manchmal sogar in Kontakt mit lokalen Studenten von anderen Fachbereichen. Im übrigen bieten die Studentenvereine einige Veranstaltungen an wo man mit Leuten in Kontakt kommt wie zum Beispiel spontane BBQs bei schönem Wetter, der ‚Harbour Cruise‘ auf einem Schiff oder der jährliche Abschlussball. Selbstverständlich hat der kleine Campus auch einige Nachteile vorzuweisen unter anderem mit der Bibliothek. Denn manche Bücher musste man sich von anderen Campussen bestellen und bis diese ankamen dauerte es schonmal bis zu einer Woche. Außerdem waren die Öffnungszeiten vor allem am Wochenende ziemlich eingeschränkt und sonderlich viele Arbeitsplätze gab es auch nicht vorzuweisen.
Lehrangebot
Die Australian Catholic University hatte ein sehr reiches Lehrangebot vor allem im geisteswissenschaftlichem und pädagogischem Bereich. Als Study Abroad Student muss man gemäß Visumvoraussetzungen mindestens 3 Kurse belegen. Ich belegte einen Kurs über australische Geschichte und drei Kurse für englische Literatur. Die Anmeldung für die Kurse erfolgt über ein etwas komplizierteres Onlineverfahren aber mit viel Hilfe von unserem International Advisor Emily Leite. Anfangs hatte ich auch ein paar Probleme mit meiner Kurswahl, da viele Tutorien bereits belegt waren und die restlichen waren meist zeitgleich mit den Vorlesungen. Nachdem ich mich aber an den supernetten ‚Course Coordinator‘ John Barlow gewandt hatte, wurde das Problem einen Tag später behoben und ich kam noch in die Tutorien rein. Die Kurse selbst erfordern einiges an finanziellem Aufwand, denn Bücher sind relativ teuer da man sie meist aus Großbritannien importieren muss. Außerdem hat man während des Semesters bereits einige Leistungen vorzuweisen wie zum Beispiel ‚Writing Tasks‘ oder Essays die man fristgerecht abgeben muss. Dafür fällt natürlich der Aufwand für die Klausur am Ende des Semesters nicht so groß aus und der Lerneffekt ist bei dem Prozess auch viel effektiver. Die Dozenten in meinen Kursen waren alle sehr nett, zuvorkommend und gestalteten ihre Vorlesungen und Tutorien meist sehr interessant. In einem Literaturkurs kam von dem Buch welches wir durchnahmen der Autor David Malouf persönlich vorbei und las aus seinem Buch vor. Im fachdidaktischem Bereich hatten die australischen Dozenten den Dozenten meiner Heimatuni einiges voraus. Das einzige was anfangs ein wenig seltsam war ist die Anrede der Dozenten mit dem Vornamen, aber auch daran gewöhnte man sich schnell.
Umgebung
Die Stadt Sydney hat definitiv einiges zu bieten von Shoppingmöglichkeiten wie die Westfield Einkaufszentren oder der Wochenmarkt ‚Paddy’s Market‘ , unzählige Nachtclubs, Cafes, Kneipen, einige nette Strände und spektakuläre Natur wie zum Beispiel die Blue Mountains. Einzig die Kosten fallen je nach Lebensgestaltung definitiv um einiges höher aus als in Deutschland. Aber dennoch die Erfahrung hat sich mehr als gelohnt und ich würde es jederzeit gerne wiederholen.
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